Betriebliche Photovoltaik-Anlagen

Die Förderungsaktion „betriebliche Photovoltaik-Anlagen“ wird ab 1.5.2022 wieder im Rahmen des Salzburger Wachstumsfonds aufgenommen und mit Ausschöpfung des Budgets, spätestens aber mit 31.12.2022 beendet.

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Was wird gefördert?

Gefördert werden Investitionen zur Errichtung von neuen, effizienten Photovoltaik-Anlagen an betrieblichen Gebäuden in Salzburg zur überwiegenden Eigenversorgung. Die Anlagen müssen dem Stand der Technik entsprechen und von einem befugten Unternehmen fach- und normgerecht installiert werden. Wenn der Förderungswerber einen Bestandvertrag über das gesamte betriebliche Gebäude abgeschlossen hat, auf dem die Photovoltaik-Anlage errichtet werden soll, so hat er diese widmungsgemäß und nachhaltig (mindestens fünf Jahre lang) zu nutzen.
Eine Förderung aus dieser Förderungsaktion ist ab dem 1. kWpeak einer Photovoltaik-Anlage möglich. Die Zuschusshöhe ist mit maximal 40.000,- Euro pro Photovoltaik-Anlage begrenzt.
Das Gebäude (inklusive etwaiger Nebengebäude), an dem die Photovoltaik-Anlage betrieben werden soll, muss einer mehrheitlich betrieblichen Flächen-Nutzung (d.h. flächenmäßig 51% der genutzten Quadratmeter) unterliegen.
Die Erweiterung einer bestehenden Photovoltaik-Anlage ist zulässig, wobei leistungsabhängig unter Berücksichtigung der Größe der bereits vorhandenen Anlage gefördert wird, mit dem entsprechenden für diese kWpeak-Kategorie passenden Fördersatz.
Wenn die Anlage mit der Erweiterung mehr als 100 kWp aufweist, handelt es sich dabei um ein Gesamtprojekt, dh die Förderung wird nicht gesplittet. Es greift ausschließlich die Ömag-Förderung.
Warum wird gefördert?
Ziel der Förderungsaktion ist es, Unternehmen dazu zu motivieren, Photovoltaik-Anlagen zu errichten, um ihren Strombedarf zunehmend aus erneuerbarer Energie zu decken. Erzeugung und Verbrauch sollen möglichst gut aufeinander abgestimmt sein, um einen hohen Eigenverbrauchsanteil zu erzielen. Durch die Förderungsaktion sollen betriebliche Investitionen ausgelöst werden und zugleich ein Beitrag zur Erreichung der Klimaziele geleistet werden. 
Wer wird gefördert?
Förderungsempfänger können Unternehmen sein (damit gemeint sind erwerbswirtschaftlich tätige, gewinnorientierte Unternehmen, nicht jedoch landwirtschaftliche Betriebe), die ihren Betriebsstandort in Salzburg haben.

     

Wie wird gefördert?

Die Förderung eines Vorhabens im Rahmen dieser Förderungsaktion erfolgt durch die Gewährung eines Zuschusses.
Die Förderung besteht aus einer leistungsabhängigen Förderung pro kWpeak und ist gestaffelt wie folgt:
1.-10. kWpeak (Kat. A): 200,- Euro
11.-20. kWpeak (Kat. B): 150,- Euro
21.-100. kWpeak (Kat. C): 110,- Euro
Ab 101. kWpek (Kat. D): 80,- Euro

Beispiel: Ein Unternehmen errichtet auf seinem Betriebsdach eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 30 kWpeak. Die Kosten inkl. Installation betragen rund 40.000,- Euro. Der Zuschuss wird wie folgt berechnet:
1. bis 10. kWpeak (10 x 200 Euro) 2.000,- Euro 
11. bis 20. kWpeak (10 x 150 Euro) 1.500,- Euro 
21. bis 30. kWpeak (10 x 110 Euro) 1.100,- Euro 
Mögliche Förderung 4.600,- Euro 
Die im Vorfeld der Antragstellung in Anspruch genommene Beratung wird anlässlich der Förderung der Photovoltaik-Anlage im Ausmaß von bis zu 50 % der angefallenen Beratungskosten bzw. mit maximal 500,- Euro unterstützt.

Wann wird gefördert?
Voraussetzung für die Beantragung der Förderung ist eine spezifische, unabhängige und produktneutrale Beratung, die unter Bedachtnahme auf die Gesamtenergiesituation des Unternehmens erfolgt und entweder durch einen Berater des umwelt service salzburg oder durch ein dazu befugtes Unternehmen (wie z.B. Zivilingenieure, Statiker, Energieberater mit Ausbildung der Module A und F) durchgeführt wird.

Weiteres

Weg zur Förderung:

Der Förderungsantrag ist vor Beginn der Projektumsetzung (d.h. vor Bestellung der Photovoltaik-Anlage) bei der Abteilung 4 – Lebensgrundlagen und Energie des Amtes der Salzburger Landesregierung einzureichen. Die Einreichung hat ausschließlich online unter (https://sbg.foerdermanager.net/foerderung) zu erfolgen.

Nach Anforderung eines Zugangslinks auf der Webseite (https://sbg.foerdermanager.net/foerderung) und Einstieg in das Online-Antragsformular über den per E-Mail übermittelten Zugangslink muss das Antragsformular vom Förderungswerber vollständig ausgefüllt und über den entsprechenden Button an die Abteilung 4 übermittelt werden. Wurde das Antragsformular erfolgreich übermittelt, wird dem Förderungswerber eine E-Mail mit der Zusammenfassung des Förderungsantrages retourniert.

Im Förderungsantrag hat der Förderungswerber zu bestätigen, dass alle für die Errichtung und den Betrieb der Photovoltaik-Anlage erforderlichen Genehmigungen vorliegen. Der detaillierte und vollständige Kostenvoranschlag des Herstellers bzw. Installateurs der Photovoltaik-Anlage sowie der Beratungsbericht und die dazugehörige Rechnung über die Energieberatung sind dem Förderungsantrag beizulegen.

Technische Anlagenplanung:

Voraussetzung für die Förderung ist die technische Anlagenplanung durch ein dazu befugtes Unternehmen. Der Förderungswerber wählt im Förderungsantragsformular das von ihm beauftragte Unternehmen aus, welches in weiterer Folge per E-Mail informiert und zur Eingabe der technischen Anlagenplanung aufgefordert wird.

Prüfung der Angaben und Erteilung der Baufreigabe:

Die Angaben im Förderungsantrag sowie die Angaben zur technischen Anlagenplanung werden von der Abteilung 4 hinsichtlich Richtigkeit und Vollständigkeit sowie hinsichtlich der Einhaltung der technischen Bestimmungen dieser Richtlinie geprüft.

Nach positivem Abschluss der Prüfung wird dem Förderungswerber und dem beauftragten Unternehmen die Baufreigabe per E-Mail übermittelt. Mit der Errichtung der Photovoltaik-Anlage darf erst nach Erhalt der Baufreigabe begonnen werden. Ein vorzeitiger Errichtungsbeginn führt zum Förderungsausschluss. Die Baufreigabe stellt eine Voraussetzung für die Gewährung der Förderung dar, sie ist aber noch keine verbindliche Förderzusage.

Nach Erteilung der Baufreigabe durch die Abteilung 4 wird der Förderungsantrag an die Abteilung 1 – für Wirtschaft, Tourismus und Gemeinden des Amtes der Salzburger Landesregierung übergeben. Über den Förderungsantrag sowie über die Höhe des zu gewährenden Zuschusses entscheidet die Abteilung 1 in ihrer Funktion als Geschäftsführung des Salzburger Wachstumsfonds gemäß § 8 Abs 2 des Gesetzes über die Errichtung des Salzburger Wachstumsfonds und einer entsprechenden Ermächtigung durch die Kommission des Salzburger Wachstumsfonds als Förderstelle. Bei beabsichtigten negativen Entscheidungen wird die Kommission des Salzburger Wachstumsfonds vorab befasst.

Die Förderstelle ist berechtigt, ergänzende oder noch fehlende Unterlagen anzufordern. Der Förderungsantrag wird nicht weiter behandelt, wenn fehlende Unterlagen nicht innerhalb der von der Förderungsstelle angegebenen Frist vorgelegt werden.

Sofern die Finanzierung über Leasing erfolgt, muss aus dem Vertrag hervorgehen, dass ein Eigentumsübergang erfolgen wird.

Eine allfällige Förderung erfolgt auf Basis einer Förderungsvereinbarung, die zwischen dem Salzburger Wachstumsfonds als Förderstelle und dem Förderungswerber abgeschlossen wird.

Die Förderungsvereinbarung wird samt der Erklärung über bereits beantragte De-minimis-Förderungen per E-Mail an den Förderungswerber übermittelt und ist binnen vier Wochen firmenmäßig unterfertigt per E-Mail an die Förderstelle zu retournieren.

Die Errichtung einschließlich Abrechnung der Photovoltaik-Anlage hat innerhalb von 18 Monaten nach Unterzeichnung der Förderungsvereinbarung zu erfolgen. Jegliche Abweichung des Projektes vom Förderungsantrag sind der Förderstelle unverzüglich mitzuteilen.