Grundverkehr

Der Erwerb von bestimmten Rechten (insbesondere Eigentum, Fruchtnießungsrecht, Baurecht) an Grundstücken sowie an Gebäuden oder Teilen davon (Grundverkehr) unterliegt den näheren Regelungen des Grundverkehrsgesetzes 2001, LGBl. Nr.9/2002, derzeit in der Fassung LGBl. Nr. 70/2012 (GVG), sofern der Rechtserwerb land- oder forstwirtschaftliche Grundstücke betrifft (Abschnitt1, §§ 1 -7 GVG), der Rechtserwerber ein Ausländer ist (Abschnitt 2, §§ 8 – 13 GVG) oder der Rechtserwerb Baugrundstücke betrifft (Abschnitt 2a, §§ 13a – 13d GVG).

Steindorf bei Mauterndorf© Haupolter
Treffen auf einen Rechtserwerb mehrere dieser Voraussetzungen zu, sind die Bestimmungen der jeweiligen Abschnitte des Grundverkehrsgesetzes 2001 nebeneinander anzuwenden
(§ 15 Abs. 1 GVG).

Die Erfüllung der grundverkehrsrechtlichen Voraussetzungen (z.B. Erwirkung der Zustimmung der Grundverkehrsbehörde oder einer Bescheinigung oder Bestätigung) ist insbesondere Voraussetzung für Eintragungen im Grundbuch (§ 30 GVG).