Die Ausbildungen in den Gesundheitsberufen (gehobener Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegeassistenz etc.) beruhen ebenso wie in anderen Berufen in den einzelnen Staaten auf unterschiedlichen Ausbildungskonzepten und Ausbildungssystemen.
Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufe darf in Österreich nur ausüben, wer die gesetzlich vorgesehene Qualifikation nachweist. Bei ausländischen Abschlüssen geschieht dieser Nachweis durch
Im Anerkennungs- bzw. Nostrifikationsverfahren hat die zuständige Behörde zu prüfen, ob die im Ausland absolvierte Ausbildung der entsprechenden österreichischen Ausbildung gleichwertig ist.
Bei voller Gleichwertigkeit stellt die zuständige Behörde die Gleichwertigkeit der ausländischen Ausbildung mit Bescheid fest. Die Gleichwertigkeit der Ausbildung muss sowohl in der theoretischen als auch in der praktischen Ausbildung gegeben sein. Wenn die Ausbildung inhaltlich und/oder umfangmäßig nicht oder nicht auf allen Gebieten gleichwertig ist und die für die Ausübung in Österreich notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht ausreichend vermittelt hat, muss eine Ergänzungsausbildung absolviert werden.
Die Zuständigkeit zur Durchführung des Nostrifikations- bzw. Anerkennungsverfahrens liegt je nach „Staat der absolvierten Ausbildung“ entweder beim Gesundheitsministerium in Wien oder bei der Landeshauptfrau von Salzburg. Welche Stelle für Ihren Antrag zuständig ist, finden Sie hier: Berufsanerkennung in Österreich.
Für englische Informationen / for english Information:
Im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe wird im Sprachgebrauch und bei den behördlichen Zuständigkeiten zwischen Anerkennung und Nostrifikation unterschieden:
Die Webseite nursinginaustria.at, welche im Auftrag des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz erstellt wurde, bietet eine Unterstützung, um herauszufinden, ob in Ihrem Fall eine Anerkennung oder Nostrifikation durchgeführt werden muss.
Eine Nostrifikation für Pflegepersonen, die in Österreich arbeiten möchten, ist vorgesehen, wenn die Ausbildung in einem Drittland absolviert wurde. Bei der Nostrifikation wird geprüft, ob die im Ausland absolvierte Ausbildung unter Berücksichtigung der einschlägigen Berufserfahrung hinsichtlich des Gesamtumfangs, der Ausbildungsinhalte und der erworbenen Kompetenzen der österreichischen Ausbildung gleichwertig ist. Fehlen Inhalte zur Gleichwertigkeit, müssen Ergänzungsprüfungen, Ausbildungen und/oder Praktika absolviert werden. Je nach Pflegeberuf wird das Nostrifikationsverfahren von unterschiedlichen Stellen durchgeführt:
Die Nostrifikation von Berufsqualifikationen aus Drittstaaten in der Pflegefachassistenz und der Pflegeassistenz erfolgt durch die Landeshauptfrau bzw. den Landeshauptmann (Amt der Salzburger Landesregierung).
Alle Personen, die eine Ausbildung in einem dieser Berufe in einem Land, das nicht dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR = EU-Staaten, Schweiz, Norwegen, Liechtenstein, Island) angehört, mit Erfolg absolviert und ihren Hauptwohnsitz in Salzburg haben oder ihren Wohnsitz, Dienstort oder Berufssitz nach Salzburg verlegen wollen.
Amt der Salzburger Landesregierung
Abteilung 9 - Krankenanstalten und Gesundheitswesen
Referat 9/01 - Gesundheitsrecht
Pfeifergasse 7
5020 Salzburg
gesundheitsrecht@salzburg.gv.at
Dazu ist folgendes Antragsformular zu verwenden.
Detaillierte Informationen zum Ablauf des Nostrifikationsverfahrens sowie zu den benötigten Unterlagen finden Sie in unserer Checkliste.
Das Nostrifikationsverfahren für den gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege führen die österreichischen Fachhochschulen durch.
Im Bundesland Salzburg ist dies die Fachhochschule Salzburg. Der allgemeine Leitfaden der Fachhochschule Salzburg für die Nostrifizierung ausländischer Studienabschlüsse bietet detaillierte Informationen zum Ablauf des Verfahrens, zur Antragstellung, zu den benötigten Dokumenten sowie zu einer Kontaktperson.
Sämtliche Pflegefachkräfte (gehobener Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz) aus dem EU/EWR-Raum/Schweiz, die in Österreich in den Gesundheits- und Krankenpflegeberufen tätig sein möchten, benötigen einen Anerkennungsbescheid. Für eine Anerkennung bei Pflegeberufen ist eine Antragstellung mittels persönlich unterschriebenen Antrags auf Anerkennung an das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz erforderlich.
Kontakt für Anerkennung Pflegeberufe Bund:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Bundesamtsgebäude
Abteilung VI/A/2, Kompetenzstelle Anerkennung nichtärztlicher Berufsqualifikationen, 2. Stock
Standort Radetzkystraße 2, 1030 Wien
Allgemeine Anfragen zur Anerkennung unter der E-Mail: anerkennung@sozialministerium.gv.at.
Es gibt folgende Tätigkeitsschwerpunkte:
Diplom-Sozialbetreuer/innen üben sämtliche Tätigkeiten aus, die auch von Fach-Sozialbetreuer/innen ausgeführt werden, tun dies aber auf Grundlage einer vertieften, wissenschaftlich fundierten Ausbildung mit höherer Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit. Diplom-Sozialbetreuer/innen nehmen über die unmittelbaren Betreuungsaufgaben hinausgehende konzeptive und planerische Aufgaben betreffend die Gestaltung der Betreuungsarbeit wahr. Sie verfügen über Kompetenzen der Koordination und der fachlichen Anleitung von Mitarbeiter/innen und Helfer/innen in Fragen der Sozialbetreuung.
Diplom-Sozialbetreuer/innen wirken mit an der fachlichen Weiterentwicklung des Dienstleistungsangebotes der eigenen Organisation oder Einrichtung und führen Maßnahmen und Prozesse der Qualitätsentwicklung durch, wie zB Reflexion und Evaluation mithilfe anerkannter Verfahren und Instrumente.
Der Tätigkeitsbereich der Diplom-Sozialbetreuer/innen umfasst einen eigenverantwortlichen Bereich und beim Schwerpunkt “Altenarbeit“, „Familienarbeit“ und „Behindertenarbeit“ einen Bereich, der die pflegerischen Befugnisse als Pflegehelferin oder als Pflegehelfer bzw. beim Schwerpunkt “Behindertenbegleitung” die Unterstützung bei der Basisversorgung umfasst.
Es gibt folgende Tätigkeitsschwerpunkte:
Fach-Sozialbetreuerinnen und Fach-Sozialbetreuer sind ausgebildete Fachkräfte für die Mitgestaltung der Lebenswelt von Menschen, die aufgrund von Alter, Behinderung oder einer anderen schwierigen Lebenslage in ihrer Lebensgestaltung benachteiligt sind. Sie verfügen über umfängliches Wissen um die vielfältigen Aspekte eines Lebens mit Benachteiligung und können eine breite Palette an Möglichkeiten der Begleitung, Unterstützung und Hilfe realisieren und zwar in allen Fragen der Daseinsgestaltung, von Alltagsbewältigung bis hin zur Sinnfindung.
Das Besondere dieses Berufes besteht nicht in hoher Spezialisierung auf eng umrissene Felder oder in Konzentration auf Pflege, sondern in der Bündelung all jener Kompetenzen, die für eine umfassende, lebensweltorientierte Begleitung in den unmittelbaren Lebensbereichen der betreffenden Menschen erforderlich sind. Fach-Sozialbetreuerinnen und Fach-Sozialbetreuer erfassen die spezifische Lebenssituation älterer oder behinderter bzw. benachteiligter Menschen ganzheitlich und entsprechen den individuellen Bedürfnissen durch gezielte Maßnahmen. Sie leisten dadurch einen Beitrag zur Erhöhung und/oder Erhaltung ihrer Lebensqualität, unterstützen die Gestaltung eines für sie lebenswerten sozialen Umfeldes und leisten damit einen Beitrag zu einem Leben in Würde.
Fach-Sozialbetreuerinnen und Fach-Sozialbetreuer arbeiten mit allen Bezugspersonen der unterstützungsbedürftigen Menschen und mit allen betreuenden Stellen zusammen, besonders aber - je nach Bedarf - mit Experten und Expertinnen aus den Bereichen Therapie, Medizin, Recht, Gesundheits- und Krankenpflege usw. In ihrem beruflichen Selbstverständnis sind Fach-Sozialbetreuer/innen den heute allgemein anerkannten und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhenden Grundsätzen der sozialen Betreuung verpflichtet: Normalisierung der Lebensbedingungen, Integration und Selbstbestimmung.
Der Tätigkeitsbereich der Fach-Sozialbetreuerin und des Fach-Sozialbetreuers umfasst einen eigenverantwortlichen Bereich und beim Schwerpunkt “Altenarbeit“ und „Behindertenarbeit“ einen Bereich, der die pflegerischen Befugnisse als Pflegehelferin oder als Pflegehelfer bzw. beim Schwerpunkt “Behindertenbegleitung” die Unterstützung bei der Basisversorgung umfasst.
Der/die Heimhelfer/in unterstützt betreuungsbedürftige Menschen, das sind Personen aller Altersstufen, die durch Alter, gesundheitliche Beeinträchtigung oder schwierige soziale Umstände nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, bei er Haushaltsführung und den Aktivitäten des täglichen Lebens im Sinne der Unterstützung von Eigenaktivitäten und der Hilfe zur Selbsthilfe. Dies sind insbesondere Personen, die aber dennoch in ihrer Wohnung bzw. betreuten Wohneinheit oder Wohngemeinschaft bleiben möchten.
Als wichtiges Bindeglied zwischen dem Klienten/der Klientin, dessen/deren sozialem Umfeld und allen anderen Bezugspersonen arbeitet der Heimhelfer/die Heimhelferin im Team mit der Hauskrankenpflege und den Angehörigen der Mobilen Betreuungsdienste. Die Aufgaben des hauswirtschaftlichen Bereichs sind unter Berücksichtigung der Anordnungen der oder des Betreuten sowie der Angehörigen der Sozial- oder Gesundheitsberufe eigenverantwortlich zu erbringen. Die Unterstützung bei der Basisversorgung darf nur unter Anleitung und Aufsicht von Angehörigen der Gesundheitsberufe durchgeführt werden.
Die Berufsausübung darf ausschließlich im Rahmen von Einrichtungen erfolgen, deren Rechtsträger der Verantwortung des Berufs entsprechende Qualitätssicherungsmaßnahmen durchführt. Eine freiberufliche Ausübung der Heimhilfe ist nicht vorgesehen.
Alle Personen, die die Ausübung eines Sozialbetreuungsberufes unter der Führung einer Berufsbezeichnung nach dem Sozialbetreuungsberufegesetz in Salzburg beabsichtigen.
Zuständige Behörde:
Amt der Salzburger Landesregierung
Abteilung 9 - Krankenanstalten und Gesundheitswesen
Referat 9/01 - Gesundheitsrecht
Pfeifergasse 7
5020 Salzburg
gesundheitsrecht@salzburg.gv.at
Für einen Antrag ist folgendes Antragsformular zu verwenden.
Detaillierte Informationen zum Ablauf des Berufsanerkennungsverfahrens sowie zu den benötigten Unterlagen finden Sie in unserer Checkliste.
Für folgende medizinische Assistenzberufe (MAB) werden die Nostrifikationsverfahren vom Amt der Salzburger Landesregierung durchgeführt, sofern die zu nostrifizierende Ausbildung in einem Drittstaat absolviert wurde:
Für die Anerkennung einer entsprechenden Ausbildung aus einem EU-Vertragsstaat bzw. der Schweiz ist das Bundesministerium zuständig.
Detaillierte Informationen zum Ablauf des Nostrifikationsverfahrens sowie zu den benötigten Unterlagen finden Sie in unserer Checkliste.
Für folgende weitere Gesundheitsberufe werden die Nostrifikationsverfahren vom Amt der Salzburger Landesregierung durchgeführt, sofern die zu nostrifizierende Ausbildung in einem Drittstaat absolviert wurde:
Für die Anerkennung einer entsprechenden Ausbildung aus einem EU-Vertragsstaat bzw. der Schweiz ist das Bundesministerium zuständig.
Personen, die eine außerhalb Österreichs erworbene Urkunde über eine abgeschlossene Ausbildung in einem MTD-Beruf besitzen, die einer Ausbildung im entsprechenden MTD-Beruf gleichwertig ist, dürfen zu Fortbildungszwecken eine Tätigkeit in dem entsprechenden MTD-Beruf unter Anleitung und Aufsicht einer / eines Angehörigen des entsprechenden MTD-Berufs mit einer Bewilligung der Landeshauptfrau / des Landeshauptmannes bis zur Höchstdauer von zwei Jahren ausüben.
Es handelt sich um eine Tätigkeit zur Fortbildung und nicht zur Ausbildung. Dies ist daher nur möglich, wenn im Ausland eine entsprechende qualitativ hochwertige Ausbildung vermittelt und mit Erfolg abgeschlossen wurde. Die Tätigkeit zu Fortbildungszwecken ist keine Berufsausübung im Sinne des § 28 und daher erfolgt keine Eintragung im Gesundheitsberuferegister.
Das Erfordernis der Gleichwertigkeit der absolvierten Ausbildung mit einer österreichischen Ausbildung in einem MTD-Beruf setzt zumindest die Nostrifizierbarkeit dieser Ausbildung nach dem FHG oder die für die EWR-Anerkennung im Sinne des § 44 erforderliche Gleichwertigkeit voraus.
Die zeitliche Beschränkung von höchstens zwei Jahren dient der Vermeidung von Umgehungsversuchen von EWR-Anerkennungen bzw. Nostrifizierungen. Eine Tätigkeit zu Fortbildungszwecken ist über die Dauer von zwei Jahren hinaus nicht möglich.
Fehlendes Wissen in grundlegenden Fächern schließt jedenfalls eine Tätigkeit zu Fortbildungszwecken aus. Auch bei einer Tätigkeit lediglich zu Fortbildungszwecken sind die entsprechenden Sprachkenntnisse unabdingbar.
Da der Zweck der Fortbildung im Vordergrund steht, trifft den verantwortlichen Arzt bzw. die verantwortliche Ärztin eine besondere Anleitungs- bzw. Überwachungspflicht.
Detaillierte Informationen zum Ablauf des Berufsanerkennungsverfahrens sowie zu den benötigten Unterlagen finden Sie in unserer Checkliste.
Personen mit einer außerhalb Österreichs erworbenen Urkunde über eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung, die einer Ausbildung zum Heilmasseur gleichwertig ist und im Ausbildungsstaat zur Berufsausübung berechtigt, dürfen Tätigkeiten des Heilmasseurs zu Fortbildungszwecken bis zu 6 Monaten ausüben, wenn der Landeshauptmann des Bundeslandes, in dem die Fortbildung stattfinden soll, eine Bewilligung erteilt.
Die Tätigkeit darf nur unter Anleitung und Aufsicht einer fachkundigen Person erfolgen.
Fehlendes Wissen in grundlegenden berufsspezifischen Fächern oder mangelnde Sprachkenntnisse schließen die Tätigkeit aus.
Detaillierte Informationen zum Ablauf des Berufsanerkennungsverfahrens sowie zu den benötigten Unterlagen finden Sie in unserer Checkliste.
Gerne stehen Ihnen die MitarbeiterInnen unseres Welcome-Centers für eine Beratung und Begleitung im Nostrifikations- bzw. Anerkennungsprozess zur Verfügung.
Stand: 14.10.2026