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Sozialhilfe in Seniorenheimen: Antrag

Wenn das Einkommen einer Bewohnerin bzw. eines Bewohners nicht zur Bezahlung der Aufenthalts- und Betreuungskosten ausreicht, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Unterstützung aus Mitteln der Sozialhilfe beantragt werden.


Kann jemand den Heimaufenthalt nicht oder nicht zur Gänze selbst bezahlen, übernimmt die Sozialhilfe unter bestimmten Voraussetzungen die Restkosten.

Zu den Voraussetzungen für eine Restkostenübernahme durch die Sozialhilfe zählen:

  • fehlendes oder nicht ausreichendes Einkommen (z.B. aus Pension, Leibrente, Mieteinnahmen, Unterhalt etc.),
  • Hauptwohnsitz und tatsächlicher Aufenthalt im Land Salzburg,
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Gleichstellung,
  • Pflegebedürftigkeit (jedenfalls bei vorhandenem Pflegegeldbezug gegeben).

Antragstellung

Der Antrag auf Sozialhilfe ist mittels Formular beim zuständigen Wohnsitzsozialamt einzubringen. Vor einer Heimaufnahme ist im eigenen Interesse eine Beratung durch die Sozialhilfestellen über die Rechtsansprüche und über die Finanzierung des Aufenthaltes von Vorteil.
Kontaktdaten der zuständigen Behörden

Wird der Aufenthalt in einem Seniorenheim von der Sozialhilfe mitfinanziert, verbleiben der Bewohnerin und dem Bewohner ein Freibetrag (ehemals genannt "Taschengeld") sowie der 13. und 14. Pensionsbezug (Sonderzahlungen) zur freien Verfügung.
 

Personen, die in einem Seniorenheim eine Zuzahlung von der Sozialhilfe erhalten, haben Anspruch auf Gewährung eines Geldbetrages zur Abdeckung persönlicher Bedürfnisse (Mindestfreibetrag) bzw. hat ihnen ein Freibetrag zu verbleiben, (ehemals Taschengeld genannt).
Dieser beträgt 20 Prozent einer allfälligen Pension, mindestens jedoch 20 Prozent des monatlichen Richtsatzes für Alleinstehende bzw. Alleinerziehende (SUG). Wer Pflegegeld bezieht, dem verbleiben zusätzlich 10 Prozent der Pflegegeldstufe 3 (59,30 Euro). (Wert 2026)

Die Sonderzahlungen (13. und 14. Pensionsbezug) sowie bestimmte andere eigene Mittel (Verordnung über den Einsatz der eigenen Mittel im Sinn des § 8 Abs 1 Salzburger Sozialhilfegesetz) bleiben zur freien Verfügung.
 
Mindestfreibetrag / Monat (Werte 2026):

  • ohne Pflegegeld mindestens                              245,98 Euro
  • mit Pflegegeld mindestens                                305,28 Euro

Höchstfreibetrag / Monat (Werte 2026):

  • ohne Pflegegeld höchstens                                676,44 Euro
  • mit Pflegegeld höchstens                                  735,74 Euro

Pflegegeldstufe                 Grund- und Pflegetarif            Pflegetarif allein

  • Pflegegeldstufe 0                   50,63 Euro                                   --
     
  • Pflegegeldstufe 1                   78,11 Euro                           27,48 Euro
     
  • Pflegegeldstufe 2                   94,31 Euro                          43,68 Euro
     
  • Pflegegeldstufe 3                 136,71 Euro                           86,08 Euro
     
  • Pflegegeldstufe 4                 164,31 Euro                          113,68 Euro
     
  • Pflegegeldstufe 5                 182,01 Euro                          131,38 Euro
     
  • Pflegegeldstufe 6                 190,61 Euro                          139,98 Euro
     
  • Pflegegeldstufe 7                 195,01 Euro                          144,38 Euro
     

Der Grundtarif (50,63 Euro) besteht aus:

  • Basisbetrag                              46,23 Euro
     
  • Investitionskostenbeitrag           4,40 Euro

Für private Träger gelten jeweils eigene Tarifobergrenzen für Sozialhilfe-EmpfängerInnen.
Diese sind in der Sozialhilfe-Leistungs- und Tarifobergrenzen-Verordnung für Senioren- und Seniorenpflegeheime zu finden.