Hochwasserschutz Oberpinzgau

Region wird künftig noch besser geschützt

Das Hochwasser im Sommer 2021 war das dritte innerhalb von nur 16 Jahren. Der Managementplan sieht vor, dass bestehende Bauten laufend optimiert werden. Darüber hinaus hat das Land Salzburg gemeinsam mit Fachleuten acht mögliche zusätzliche Standorte für Schutzbauten herausgearbeitet.

Laufende Optimierung

Die Sanierungsarbeiten als Sofortmaßnahme entlang des Flusslaufs werden Anfang Mai abgeschlossen sein. In Folge stehen 2022 noch die Anpassungen und Verbesserungen der bestehenden Schutzbauten von Neukirchen bis Niedernsill auf dem Programm.

Projekte 2022

  • Neukirchen Neudau
  • Bramberg Mühlbach
  • Hollersbach
  • Mittersill
  • Uttendorf
  • Niedernsill


Naturverträgliche Lösungen und rasche Umsetzung

Für zusätzliche Hochwasserschutz-Maßnahmen wurden die Seitentäler zwischen Krimml und Felbertauern untersucht. Fachleute haben berechnet, an welchen Standorten die größte Schutzwirkung erzielt werden kann. Bei einem runden Tisch mit Bürgermeistern und dem Vertreter der Grundeigentümer sowie Vertreterinnen und Vertretern von Nationalpark, Naturschutzbund, Alpenverein und Landesumweltanwaltschaft wurden die möglichen Standorte vorgestellt.

Mögliche Standorte neuer Rückhaltebecken:
  • Krimmler Achental
  • Obersulzbachtal
  • Habachtal
  • Hollersbachtal
  • Felbertal-Hintersee

Erste Gespräche bereits stattgefunden

Als nächster Schritt werden die notwendigen rechtlichen Erfordernisse abgeklärt und daraufhin die möglichen Standorte optimiert, um den bestmöglichen Schutz der Bevölkerung und die geringsten Eingriffe für die Grundbesitzer und die Natur zu bewerkstelligen. Gemeinsam mit den Bürgermeistern hat Landesrat Josef Schwaiger Ende Februar 2022 Gespräche mit den jeweiligen Grundbesitzern und Bewirtschaftern geführt. Erste Begehungen mit Grundeigentümern wird es geben, wenn die Schneelage es zulässt. Dann erfolgt eine Besichtigung mit Vertreterinnen und Vertretern des Nationalparks Hohe Tauern.


Umsetzungsarbeiten im Jahr 2024 geplant

Für das Jahr 2022 sind die konkreten Planungsarbeiten und die finale Abstimmung mit den Grundeigentümern geplant, danach werden die erforderlichen Verfahren durchgeführt. Damit dramatische Auswirkungen auf die Pinzgauer Bevölkerung durch erneute Hochwässer verhindert werden können, sollte im Jahr 2024 mit den Umsetzungsarbeiten begonnen werden können.


Regionaler Info-Schwerpunkt

Die regionale Bevölkerung wird über die Vorhaben ausführlich informiert. Es wir dazu laufend direkte Mitteilungen des Landes Salzburg gemeinsam mit den jeweiligen Gemeinden geben.