Katastrophenfonds

 Der Katastrophenfonds wurde eingerichtet, um nach Naturkatastrophen rasch finanzielle Hilfe leisten zu können. Beihilfen zur Schadensbehebung im Vermögen natürlicher und juristischer Personen können nach Antragstellung vergeben werden.

Aktuelle Informationen


Zu Naturkatastrophen zählen Ereignisse wie Hochwasser, Erdrutsch, Vermurung, Lawine, Erdbeben, Schneedruck, Orkan, Bergsturz oder Hagel. Der Beihilfenantrag ist inerhalb eines halben Jahres nach dem Schadenseintritt beim Land Salzburg im Wege der Schadensgemeinde einzureichen. Die Schadensgemeinde, das ist jene Gemeinde in deren Gebiet sich der Schaden ereignet hat, hilft bei der Antragstellung. Es werden nur nicht versicherbare Schäden, die für die Geschädigten eine spürbare materielle Belastung verursacht haben berücksichtigt. Grundsätzlich gilt eine Schadensuntergrenze von 1.000 Euro.


Die Schadensgemeinde überprüft die Angaben des Geschädigten und sendet den Antrag mit den erforderlichen Unterlagen (Einkommensnachweis, Schadensfotos, etc) weiter an das Land Salzburg.

Schäden sind innerhalb zweieinhalb Jahren ab Schadenseintritt abzurechnen.

Schadensschätzung

Die Schadensschätzung erfolgt durch Amtssachverständige oder gerichtlich beeidete Sachverständige. Für Schäden an so genannten Luxusgegenständen (zB Zweitwohnsitz, Schwimmbäder, Ziergärten, Schmuck etc) ist keine Beihilfenvergabe möglich. Auch Umsatz- bzw Einkommensausfälle können nicht berücksichtigt werden.

Als sehr hilfreich hat sich zur Schadensaufnahme nach Hochwasserschäden in Gebäuden die Schadensliste für Einzelgegenstände erwiesen. Die ausgefüllte Schadensliste wird mit den Sachverständigen durchgearbeitet und ermöglicht eine rasche Schadenserfassung.

Bei Gebäudeschäden nach Hochwasser bitte dem Antrag um Unterstützung durch den Katastrophenfonds, die Schadensliste Einzelgegenstände, die Aufzeichnung der Eigenleistungen (Handschichten) sowie die Auflistung des eigenen Maschineneinsatzes beilegen.


Beihilfen

Über die Zuerkennung einer Beihilfe entscheidet die Landesregierung aufgrund der Empfehlung einer Kommission. Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Beihilfe (Richtlinien). Die Beihilfe wird über die Schadensgemeinde angewiesen.

Die Höhe der Beihilfe beträgt im Allgemeinen 30 Prozent der Schadenssumme. Bei geringem Familieneinkommen, verhältnismäßig hohem Schadensausmaß oder sonstiger außerordentlicher Belastung ist eine Erhöhung des Beihilfenprozentsatzes möglich.