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MINT Salzburg

Als erstes Bundesland hat Salzburg die Notwendigkeit erkannt, den Bereich MINT in den Fokus zu setzen. Daher hat das Land Salzburg im Jahr 2017 die MINT-Initiative Salzburg ins Leben gerufen und alle Anbieter von MINT-Angeboten und relevanten Standortpartner in einem Netzwerk zusammengeführt (Bildungsdirektion, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Industriellenvereinigung, Forschungssektor, uvm.). Inzwischen folgen auch andere Bundesländer dem Beispiel Salzburgs und errichten MINT-Netzwerke und –Programme.

Das Land Salzburg wird seiner Vorreiterstellung in Österreich im Bereich MINT weiter ausbauen. Gemeinsam mit den MINT-Netzwerkpartnern (insbes. auch der Bildungsdirektion) und ausgewiesenen MINT-Experten hat die Wirtschaftsabteilung in den letzten Monaten eine Strategie für die Weiterentwicklung von MINT Salzburg erarbeitet, die in der Arbeits- und Fachkräftestrategie verankert ist.

Salzburg will MINT-Modellregion werden, indem es auf die folgenden Prinzipien baut:

  • MINT versteht sich als Querschnittsaufgabe, die alle vier Stoßrichtungen der Standortstrategie unterstützt (qualifizierte Menschen und Bildung, hochattraktive Forschungs- und Wissenslandschaft, nachhaltige Unternehmensentwicklung, moderne Unternehmensstandorte und Profilbildung),
  • MINT Salzburg fördert das Interesse junger Menschen an MINT-affinen beruflichen Handlungsfeldern und leistet damit einen Beitrag zur MINT-Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung,
  • MINT Salzburg fördert die Verbesserung der außerschulischen und schulischen MINT-Bildung, insbesondere durch eine Stärkung der außerschulischen Angebote sowie der Schnittstelle zwischen schulischen und außerschulischen Akteuren,
  • Die Standortstrategie Salzburg 2035 betont die Bedeutung der Förderung von Kreativität, unternehmerischem Handeln, Urteilsfähigkeit, Veränderungs- und Datenkompetenz, Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Digitalisierung, der erfolgreichen Teilhabe am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft. Dementsprechend hat MINT Salzburg eine neue „MINT-Wirkungsarchitektur" entwickelt. Die Partner des MINT-Netzwerkes werden ihre MINT-Aktivitäten so ausrichten, dass diese nicht nur einem Ziel verschrieben sind (z.B. eine bestimmte Berufsorientierung), sondern immer auf mehrere Zieldimensionen hinarbeiten wie sie aus der Standortstrategie ableitbar sind (wie eben die Vermittlung von Zukunftskompetenzen, die Orientierung an ökonomischer, ökologischer und sozialer Innovation, die Förderung von gesellschaftlicher Teilhabe),

MINT Salzburg setzt bewusst auf eine Relevanzstrategie, d.h. sowohl auf hohe Reichweite (unter jungen Menschen und greift auch nach den 
„hard to reach"-Gruppen) als auch auf eine hohe Substanz im Sinn der Qualität der Ansätze.

In einem nächsten Schritt wird gemeinsam mit den MINT-Netzwerkpartner ein konkretes Maßnahmenpaket erarbeitet werden, das in den nächsten Jahren abgearbeitet werden soll.

Als sichtbarer Erfolg der jahrelangen Aufbauarbeit darf die Aufnahme des Landes Salzburg in das EU STEM Coalition-Netzwerk angesehen werden. Das ist ein europaweites Netzwerk von Vertretern der Verwaltung, Bildung und Wirtschaft, das es sich zum Ziel gemacht hat, innovative MINT-Bildung zu schaffen und dem Fachkräftemangel zu begegnen. Die Mitgliedschaft schafft europaweite Sichtbarkeit, ermöglicht Zugang zu europäischen Fördergeldern und erlaubt den Austausch von Erfahrungen und guten Praktiken.

Für Fragen steht die Koordinationsstelle MINT Salzburg gerne zur Verfügung:

MINT Salzburg
Maxglaner Hauptstraße 72
5020 Salzburg

Dr. Carmen Wageneder-Schmid
+43 664 827 08 22
Mail: carmen.wageneder-schmid@innovation-salzburg.at

MINT Call Salzburg 2025

Mit der Förderung „MINT Salzburg regional“ unterstützt das Land Salzburg den Aufbau und die Vernetzung von außerschulischen MINT-Lernorten im Bundesland. Durch passgenaue, niederschwellige MINT-Angebote in den Regionen wird jungen Menschen vor Ort eine Beschäftigung mit MINT-Themen und die Entwicklung einer Leidenschaft in diesen Bereichen ermöglicht. Dies entspricht einem Schritt auf dem Weg Salzburgs zur MINT-Modellregion. 

Folgende Projekte wurden im Rahmen einer Jury-Sitzung durch ausgewiesene MINT Expertinnen und Experten ausgewählt:

IT4you – digital und regional – einfach für alle
Leitpartner: Einstieg ins Berufsleben GmbH
Von fast 1.400 Lehrlingen im Pinzgau wählen nur 22 eine Lehre in Informatik, EDV oder Kommunikationstechnik – dabei braucht die Wirtschaft genau diese Fachkräfte. IT4you setzt hier an: Mit praxisnahen Workshops und Firmenbesuchen lernen Jugendliche IT-Berufe kennen. Im Mittelpunkt stehen Mädchen und junge Menschen, die bisher wenig Zugang zu Technik hatten – sie entdecken neue Perspektiven für sich und für Salzburg

Kids4EO – Mit Earth Observation die Welt erleben und verstehen
Leitpartner: Universität Salzburg, Fachbereich Geoinformatik – Z_GIS
Wie verändern sich Wälder, Gletscher oder das Klima? Kinder zwischen 8 und 12 Jahren lernen mit Satellitenbildern, globale Zusammenhänge zu erkennen und ich kritisch mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen. Sie erforschen Ursachen und Lösungen – und verstehen so, wie eng Wissenschaft, Umwelt und Alltag verbunden sind.

SPARK MINT MOVE – Vom Funken zur Bewegung
Leitpartner: Innovation Salzburg Pioniergarage GmbH
In der Pioniergarage in Salzburg können Jugendliche mit 3D-Druckern und Lasercuttern arbeiten und erleben, was Technik im Alltag bewirken kann. Ein mobiler „MINT-Koffer“ bringt das Angebot auch in Schulen im ländlichen Raum – so profitieren Jugendliche in ganz Salzburg.

Code Inklusiv(e) – Coding & KI für alle Jugendliche
Leitpartner: Hacker School Austria gGmbH
Viele Jugendliche nutzen digitale Medien täglich, verstehen aber kaum, wie Programme und Algorithmen funktionieren. Das Projekt vermittelt praxisnahes Programmierwissen, stärkt digitale Kompetenzen und fördert selbstständiges Lernen – eine wichtige Grundlage für Berufe der Zukunft.

3:D:iversity – Energie gestaltet Zukunft
Leitpartner: Kultkantine Golling
Im Tennengau entsteht ein neuer Lernort zum Thema erneuerbare Energien. Kinder und Jugendliche bauen dort Windräder oder kleine Wasserkraftanlagen und lernen, wie Energie erzeugt wird. So entsteht früh Begeisterung für Technik und Nachhaltigkeit – und vielleicht auch der Wunsch, später in diesem Bereich zu arbeiten.

MINT als Zukunftsinvestition

Mit dem MINT-Call 2025 stärkt das Land Salzburg gezielt jene Kompetenzen, die für Innovation und wirtschaftliches Wachstum wichtig sind. Frühzeitige Begeisterung für MINT-Themen, die Förderung von Mädchen und die enge Zusammenarbeit zwischen Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft sind entscheidend, um Salzburgs Zukunft als moderner, innovativer Standort zu sichern.

Für Fragen zur MINT-Förderstrategie und relevanten Aspekten der Arbeitsmarktpolitik stehen Ihnen die Kollegen der Wirtschaftsabteilung des Landes zur Verfügung:

Abteilung für Wirtschaft, Tourismus, Gemeinden
Referat Regionalentwicklung und EU-Regionalpolitik 
Südtirolerplatz 11, 5020 Salzburg

MMag. Wolfgang Schrattenecker
+43 662 8042 3758 
Mail: wolfgang.schrattenecker@salzburg.gv.at

MMag. Dr. Christina Bauer
+43 662 8042 3865
Mail: christina.bauer@salzburg.gv.at

Auf der Website von MINT-Salzburg finden Sie interessante Informationen zu Ferien- und Freizeitangeboten zu MINT, Ausbildungen, Veranstaltungen u.v.m.:
www.mint-salzburg.at