Zum Hauptinhalt springen

OLEX.26: Einsatzkräfte üben den Ernstfall

Hunderte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Salzburg und Tirol und in Summe rund 24 Partnerorganisationen arbeiteten bei der Katastrophenschutzübung OLEX.26, vom 4. bis zum 6. März 2026, eng zusammen. Geübt wurde ein Extremwetterszenario mit enormen Schneemengen, wie Salzburg es im Jänner 2019 schon erlebt hat. Neben der intensiven Arbeit in den Einsatzstäben stand zum Abschluss eine spektakuläre Realübung in alpinem Gelände am Truppenübungsplatz Hochfilzen in Tirol am Programm.

Insgesamt 300 Personen – rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörden sowie 200 Angehörige der Einsatzorganisationen – wirkten in Summe an der Übung mit. Neben den Ländern übten bei der Katastrophenschutzübung auch Alpinpolizei, Bundesheer, Bergrettung, Rotes Kreuzes und Feuerwehr. In den Landeseinsatzstäben wurden Lagebilder erstellt, Informationen aus den betroffenen Regionen zusammengeführt und Maßnahmen zur Bewältigung einer weiteren extremen Niederschlagswelle koordiniert. Erfolgreich erreichtes Ziel war es, zentrale Bereiche wie Verkehr, Energieversorgung, Kommunikation und Versorgung der Bevölkerung aufrechtzuerhalten.

Zu sehen, mit welcher Sorgfalt und Verantwortung hier gearbeitet wird, gibt ein sehr gutes Gefühl, dass wir für Krisensituationen bestens vorbereitet sind.

Landeshauptfrau Karoline Edtstadler

Mehr als 24 Organisationen beteiligt

Möglich ist eine so umfassende Katastrophenschutzübung wie OLEX.26 nur, wenn alle betroffenen Organisationen auch Personal und Zeit dafür zur Verfügung stellen. „Neben den Einsatz-, Hilfs- und Rettungsorganisationen waren Telekommunikation, Bildung, Energieversorgung, Bahn und Busverkehr, Wetterdienst und weitere Sachverständigendienste sowie die Bezirkshauptmannschaften und alle betroffenen Bereiche des Landes Salzburg mit eingebunden und ermöglichten uns eine realistische Darstellung und Aufarbeitung der Herausforderungen im Katastrophenfall. Insgesamt waren mehr als zwei Dutzend interne wie externe Organisationen oder Dienststellen beteiligt“, schildert Markus Kurcz vom Katastrophenschutz des Landes Salzburg.

Die OLEX.26 hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit mit Salzburg im Ernstfall bestens funktioniert.

Landeshauptmann (Tirol) Anton Mattle

Spektakuläre Realübung in Hochfilzen

Höhepunkt der OLEX.26 war die groß angelegte Realübung am Truppenübungsplatz in Hochfilzen. Simuliert wurde ein Hubschrauberabsturz mit Brandentwicklung, mehreren teils schwer verletzten Personen sowie einem Lawinenabgang. Rund 200 Einsatzkräfte arbeiteten unter schwierigen Sichtverhältnissen und enormem Zeitdruck Seite an Seite. Während ein brennendes Wrack gelöscht wurde, suchten andere Trupps nach Verletzten und Lawinenverschütteten, bargen sie aus steilem Gelände und bereiteten den Abtransport per Luft und Boden vor. Organisiert wurde die Übung federführend vom Österreichischen Bundesheer. Dazu wurde unter anderem ein echtes Hubschrauberwrack im Gelände des Truppenübungsplatzes positioniert und zu realitätsnahen Übungszwecken in Brand gesteckt.

Evaluierung durch Expertinnen und Experten

Sowohl die Stabs- auch die Realübung wurden von Expertinnen und Experten evaluiert. Die gewonnenen Erkenntnisse tragen zur erfolgreichen Abwicklung künftiger Einsätze bei. Optimiert werden soll beispielsweise der frühzeitige Datenaustausch und die Abstimmung zwischen Bundesländern bei sich abzeichnenden Katastrophenereignissen.

REP_260313_30 (mw/ap)