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Fünf Jubiläen in Salzburger Gemeinden

Für Eugendorf, St. Andrä im Lungau, St. Michael im Lungau, Tamsweg und Thalgau ist 2026 ein besonderes Jahr. Die fünf Gemeinden feiern ein rundes Jubiläum bei der ersten Nennung ihres Ortsnamens beziehungsweise beim Marktrecht. Die Jahresspanne reicht dabei von 780 Jahren bei Tamsweg bis zu 50 Jahren bei Thalgau. Die Flachgauer Gemeinde ist trotz eines halben Jahrhunderts als "Markt" noch immer eine der jüngsten Marktgemeinden im Bundesland.

1246, also vor 780 Jahren, wurde Tamsweg erstmals als Markt genannt. Im 14. Jahrhundert folgt dann das Privileg des Wochenmarkts. Die Ernennung Tamswegs als Markt war zu dieser Zeit im Erzstift kein Einzelfall. 1284 wurde Golling erstmals als Marktort genannt, 1285 war es Wagrain. „Die Häufung dieser Marktprivilegien am Ende des 13. Jahrhunderts zeigt einerseits die gestiegene Bedeutung dieser Orte für den regionalen und überregionalen Warenaustausch und damit für die Versorgung der Region mit Waren aller Art. Andererseits sind sie ein Zeichen dafür, dass Salzburg seine Wirtschafts- und Handelsbeziehungen ausbauen konnte, liegen diese Orte doch an Verkehrswegen, vor allem für den Nord- und Südhandel. Modern formuliert, der Alpentransit spiele schon vor Jahrhunderten eine bis heute unverändert große Rolle für den Wirtschaftsstandort Salzburg”, berichtet der Direktor des Landesarchivs, Oskar Dohle. 

Rundes Jubiläum für Eugendorf 

Für Eugendorf ist 2026 ein besonderes Jahr. Vor 700 Jahren wurde der heutige Ortsname erstmals urkundlich erwähnt. Die Flachgauer Marktgemeinde selbst ist jedoch noch viel älter. „Die älteste Quelle stammt aus dem Jahr 736, also vor 1.290 Jahren. Damals wurde der Ort unter Herzog Hubert von Bayern als ‚Jupindorf‘ beziehungsweise ‚Jubindorf‘ erstmals urkundlich erwähnt. Dieser Name geht auf das Oberhaupt der damaligen Siedlung zurück“, weiß Bürgermeister Robert Bimminger. Seit 39 Jahren ist Eugendorf eine Marktgemeinde, 2027 steht das 40. Jubiläum an.

Kärntner Einfluss für St. Andrä

Vor 760 Jahren wurde 1266 erstmals die Lungauer Gemeinde St. Andrä urkundlich erwähnt, nämlich als Abtsdorf. Die Geschichte des Orts ist aber noch älter, wie Bürgermeister Heinrich Perner weiß. „Vor mehr als 1.300 Jahren war die Gegend bereits besiedelt. 1025 ist dokumentiert, dass unser heutiger Ort dem Kloster beziehungsweise dem Abt von Ossiach in Kärnten gehört hat. Diese Verbindung spiegelt sich dann im Namen ‚Abtsdorf‘. 1266 ist dann der Bau der Kirche dokumentiert. Sie hat das Patrozinium des heiligen Andreas, das Andreaskreuz ist auch Teil unseres Gemeindewappens. Im 19. Jahrhundert verdrängt dann der Name St. Andrä den ursprünglichen Namen ‚Abtsdorf‘“, informiert Perner. REP_260217_90 (msc/sm)