Klimawandel

Wir befinden uns in einem weltweiten Klimawandel, der hauptsächlich durch menschliche Treibhausgasemissionen (z.B. CO2, Methan, etc.) verursacht wird. Diese wiederum entstehen zum größten Teil durch die Verbrennung fossiler Energieträger. Darüber ist sich die Wissenschaft - repräsentiert durch den Weltklimarat IPCC, in Österreich auch durch den APCC - weitestgehend einig. Seit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert führte dieser Klimawandel schon innerhalb sehr kurzer Zeit zu einer deutlich höheren globalen Durchschnittstemperatur – der globalen Erwärmung um +0,85°C. Im Alpenraum fiel diese Erwärmung mit +2°C im Jahresmittel seit 1880 sogar noch deutlich höher aus, wie das etwa auch die Daten der Messstation am Sonnblick eindeutig zeigen.

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Abb.1: Veränderung der Jahresmitteltemperatur am Sonnblick seit 1887.
Quelle: ZAMG Sonnblick Observatorium - HISTALP; Foto: Matthias Daxbacher


Der anthropogene Treibhauseffekt

Der stetig steigende Energieverbrauch sowie in geringerem Ausmaß die Intensivierung der Landwirtschaft und die damit einhergehende massive Nutzung fossiler Brennstoffe ließen die Konzentration von CO2 und anderen Treibhausgasen (z.B. CH4, N2O) in der Atmosphäre stark ansteigen. So erreichte etwa die CO2-Konzentration 2016 die historische Höchstmarke von 400 ppm im Vergleich zu ca. 250 ppm in vorindustrieller Zeit. Der auf diese Weise verstärkte Treibhauseffekt bewirkt, dass ein deutlich größerer Teil der Energie, die von der Sonne auf die Erde eingestrahlt wird, in der Erdatmosphäre bleibt, als dies auf natürliche Art geschieht. Unsere Atmosphäre wird dadurch stärker aufgeheizt. Selbst wenn der Ausstoß von Treibhausgasen sofort gestoppt werden könnte, würde sich die Erde noch lange Zeit weiter aufheizen. Gründe dafür sind u.a. die Trägheit des Klimasystems und die lange Verweildauer der Treibhausgase in der Atmosphäre.

Abbildung 2 zeigt die Konzentrationen der wichtigsten Treibhausgase (CO2, NH4 und N2O) in der Atmosphäre während der letzten zwei Jahrtausende sowie den Verlauf der globalen Durchschnittstemperatur zwischen 1880 und 2000.

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Abb. 2: Konzentration der Treibhausgase CO2, NH4 und N2O zwischen 0 und 2005 (links) und Verlauf der globalen Oberflächentemperatur (jährlich und im Fünf-Jahres-Mittel) von 1880 bis 2015 bezogen auf das Temperaturmittel der Referenzperiode 1961-1990 (rechts).
Quellen: IPCC 2007 (links), NASA 2016 (rechts)


Klimaentwicklung und Klimaszenarien in Salzburg

Der Klimawandel wirkt sich in vielen Bereichen durch veränderte Umweltbedingungen aus. Um Anpassungsmöglichkeiten auf eine zuverlässige Informationsgrundlage zu stellen, haben das Ministerium für ein Lebenswertes Österreich (bmlfuw) und die neun österreichischen Bundesländer gemeinsam das Projekt ÖKS15 beauftragt. Mit Hilfe modernster Klimamodelle und auf Basis neuester Erkenntnisse aus der Klimaforschung wurden einerseits die Klimaänderungen der letzten Jahrzehnte analysiert und andererseits Klimaszenarien auf regionalem Maßstab für Österreich erstellt. Die zukünftige Entwicklung von Niederschlag, Temperatur und weiteren Klimaindizes wurde bis zum Ende des 21. Jahrhunderts unter einem business-as-usual-Szenario (ungebremste globale Treibhausgasemissionen – Representative Concentration Pathway: RCP8.5) und einem Klimaschutz-Szenario, bei dem sich die Emissionen bis 2080 bei etwa der Hälfte des heutigen Niveaus einpendeln (RCP4.5), simuliert und im Kontext der vergangenen Entwicklung ausgewertet.

Neben dem umfangreichen Endbericht sind die wichtigsten Ergebnisse für alle Bundesländer und einzelne Regionen in kurzen Factsheets zusammengefasst.