Ateliers im Ausland (Austauschprogramm)

Destinationen
Allgemeine Information

Ausschreibung
Juryergebnis 2017

Beitrag der Landeskorrespondenz am 22. Jänner 2016

30 Destinationen (seit 1987; einige werden nicht mehr angeboten):

Atelier in den Arabischen Emiraten (Sharjah)
Atelier in Arizona
Atelier in Ahtopol / Bulgarien
Atelier in Atlanta
Atelier in Baltimore
Atelier in Berlin
Atelier in Budapest
Atelier in Chicago
Atelier in Kapstadt
Atelier in Lemberg/Ukraine
Atelier in Mexiko
Atelier in New York
Atelier in Paliano
Atelier in Paris
Atelier in Peking
Atelier in Sardinien
Atelier in Shenyang/China
Atelier in Shanghai
Atelier in Teheran
Atelier in Tainan/Taiwan
Atelier in Tiflis/Georgien
Atelier in Tenno
Atelier in Tirana/Albanien
Atelier in Varanasi/Indien
Atelier in Vilnius/Litauen
Atelier in Warschau
Atelier in Washington
Atelier in Yogyacarta/Indonesien

Atelier in Paris, Montrouge


Allgemeine Information:

1 - 3monatige Arbeitsaufenthalte (und Zuschuss zu Reise- und Aufenthaltskosten) werden derzeit angeboten in Berlin, Budapest, Bulgarien (Ahtopol und Sofia), Chicago, Lemberg in der Ukraine, Merida in Mexico, Paliano bei Rom, Paris, Peking, Sardinien, Tainan in Taiwan, Teheran, Tiflis in Georgien, Tirana in Albanien, Varanasi in Indien, Yogyacarta in Indonesien und Warschau.
Bewerben können sich in Salzburg geborene Künstlerinnen und Künstler oder Kunstschaffende, die seit 5 Jahren ihren Wohnsitz in Salzburg haben.
Die Auslandsateliers werden jedes Jahr ausgeschrieben. Für die Auswahl der Künstler/innen ist eine Jury zuständig.

Das Land hat seit 1976 ein Wohnatelier im Salzburger Künstlerhaus, in das bildende Künstler/innen aus dem Ausland (und früher auch aus Österreich) eingeladen werden.

Seit 1987 organisiert die Kulturabteilung des Landes Salzburg ein erfolgreiches Atelier-Austauschprogramm. Begonnen wurde im Rahmen der Länderpartnerschaft mit Trient mit einem Atelieraustausch zwischen dem Künstlerhaus in Tenno (oberhalb des Gardasees in den Bergen) und dem Gastatelier des Landes im Künstlerhaus. Dieser Wohn- und Arbeitsraum ermöglicht die Realisierung dieses effektiven und vielfältigen Austauschprogramms. Viele Atelieraufenthalte funktionieren auf der Basis eines Austausches. Künstler von auswärts können im Gastatelier des Landes im Künstlerhaus leben und arbeiten und die Kulturabteilung entsendet dafür Salzburger/innen in andere Städte und Länder.


Eine Ausnahme ist das Salzburg-Atelier in Paris: Seit 1992 hat Salzburg in der Cité Internationale des Arts in Paris ein Wohnatelier auf Basis einer Mietvorauszahlung bis ins Jahr 2060 zur Verfügung. Jeweils für drei bis vier Monate können Salzburger/innen dorthin fahren. Dieser Raum steht dem Land Salzburg das ganze Jahr für bildende Künstler/innen zur Verfügung.

Im Laufe der Jahre sind viele andere Länder und Städte dazu gekommen. Einige sind wieder ausgelaufen; den Austausch mit der Arizona State University haben wir von 1995 bis 2002 realisiert, es fand auch jeweils nach drei Jahren eine Ausstellung in Phoenix und in Salzburg statt. Sardinien wurde nach 12 Jahren unterbrochen und seit 2013 wieder fortgesetzt. Kapstadt konnten wir dreimal anbieten. Von 1999 bis 2005 haben wir mit verschiedenen Künstlern direkt einen Atelier-Austausch in New York organisiert. Mit einer Ausstellungsorganisatorin in Atlanta und dem Emirat Sharjah wurde nur einmal zusammen gearbeitet.
Im Rahmen einer anderen Länderpartnerschaft mit Litauen konnte seit den 90er Jahren ein Aufenthalt in Vilnius angeboten werden.

Seit 1989 gibt es für Salzburger die Möglichkeit, in einem Wohnatelier der Budapest-Galeria im Zentrum der ungarischen Hauptstadt zu arbeiten.
Chicago steht seit 2004 in der Liste.

Viele interessante Projekte sind auf Anregung und in Zusammenarbeit mit dem Kunstministerium oder mit österreichischen Botschaften und Kulturforen entstanden. Mexiko-City war eines der bleibendsten Ergebnisse in diesem Rahmen, bis das Mexikanische Ministerium die Kooperation 2015 gekündigt hat. Nun wird mit Saul Villa, dem ersten Künstler, die in Salzburg war, ein Austausch mit der Kunstschule in Merida, die er leitet, fortgesetzt.
Seit 2012 können wir Ziele im Iran und Indien anbieten. 2015 kam die Ukraine dazu und 2018 Tiflis in Georgien.

Der Arbeitsraum und die Partner in der jeweiligen Stadt werden im Folgenden kurz beschrieben. Anschließend findet sich die Liste der Salzburger/innen, die dort gearbeitet haben.

Die Kulturabteilung des Landes Salzburg stellt für alle diese Arbeitsaufenthalte auch Stipendien als Zuschuß zu den Reise- und Aufenthaltskosten zur Verfügung. Sie sind je nach Entfernung von Salzburg und Lebenskosten vor Ort, zwischen 800 und 1.500 Euro pro Monat dotiert.

Vor allem die interessanten und positiven Arbeitsberichte, die die Künstler/innen nach ihrem Auslandsaufenthalt verfassen, bestätigen die Notwendigkeit und Effektivität dieses für das kleine Land Salzburg großen Angebotes. Es soll weiterhin möglichst vielen Künstlerinnen und Künstlern aus diesem Bundesland die Möglichkeit geboten werden, in anderen Städten und Ländern Erfahrungen zu sammeln, andere Künstler kennen zu lernen und Eindrücke und Impulse für ihre Arbeit zu sammeln.

Derzeit haben mehr als 20 Salzburger Künstlerinnen und Künstler pro Jahr die Möglichkeit, einen Atelieraufenthalt in einem der verschiedenen Destinationen zu verbringen:




Ausschreibung Auslandsateliers 2017/2018


Juryergebnis 2017


Diesmal lagen 49 Bewerbungen vor und die Jury bestand aus Silvie Aigner, Chefredakteurin der Kunstzeitschrift Parnass, Mag. Christiane Kada, im Land Steiermark für Ateliers zuständig, Elisabeth Wörndl, Künstlerin mit Auslandserfahrung.

Es konnten 21 Künstler/innen für Aufenthalte im Ausland vorgeschlagen werden.


Athopol/Bulgarien: Sigrid Langrehr
Berlin: Esther Moises
Budapest: Paul Eckschlager
Chicago: Sira-Z Schmid
Liviv/Ukraine: Christina Breitfuß
Mexiko: Anja Ronacher
Paliano: Lucas Horvath, Peter Schreiner
Paris: David Eisl, Ophelia Reuter, Stefan Wirnsperger
Peking: Johanna Binder
Sardinien: Elisabeth Grübl,  Maria Morschitzky
Tainan/Taiwan: Wang Jixin
Teheran: Nadine Weixler
Tirana/Albanien: Franz Bergmüller
Varanasi/Indien: Christian Schröder
Yogyakarta/Indonesien: Lavinia Lanner, Wilhelm E. Scherübl
Warschau: David Fisslthaler