Wachstumsprogramm für Kleinbetriebe

Seit 15.5.2020 gibt es wegen der Corona-Krise eine erhöhte Investitions-Anschubförderung. Anträge können bis 31.12.2020 bzw. bis zur Ausschöpfung des Budgets eingereicht werden - nicht jedoch nach Projektbeginn bzw. Beauftragung/Bestellung.
Die Umsetzung ist bis längstens 31.12.2021 möglich und durch die Vorlage eines Verwendungsnachweises innerhalb von 3 Monaten, spätestens jedoch bis 31.3.2022, zu belegen.
Eine Antragstellung ist auch möglich, wenn 2019 bereits ein Antrag gestellt wurde.
Die Förderungsrichtlinie wird gerade überarbeitet - die Grundsätze der alten Richtlinie sind nach wie vor gültig. Die hauptsächlichen Änderungen betreffen Punkt 2. Adressat und Punkt 4. Art und Ausmaß. Hier gelten die unten angeführten Verbesserungen.

Was wird gefördert?   

Gefördert werden kann die Durchführung von eigen- oder kreditfinanzierten materiellen Investitionen, die dazu dienen:
  • bauliche oder maschinelle Verbesserungen und/oder Erweiterungen zu erwirken
  • neue oder verbesserte Produkte oder Dienstleistungen anzubieten bzw. Produktionsverfahren anzuwenden
  • in Tourismus- oder Freizeitbetrieben eine Saisonverlängerung, die Gewinnung neuer Zielgruppen, Qualitätsverbesserungen im Betrieb oder die Schaffung bzw. Verbesserung von Unterkunftsmöglichkeiten bzw. Aufenthaltsräumen von MitarbeiterInnen zu erzielen

Immaterielle Investitionen können nur gefördert werden, wenn sie für die Nutzung von materiellen Wirtschaftsgütern notwendig sind.

Nicht förderbar ist der Ankauf von für den reinen Straßentransport vorgesehenen Fahrzeugen (LKW, Lieferwagen, PKW).
Förderbar sind fahrbare, für den laufenden Betrieb erforderliche Infrastruktur-Einsatzgeräte sowie entsprechende Zu- und Aufbauten.

Förderanträge können ausschließlich online eingebracht werden. Die Antragstellung via Fax, Post oder E-Mail ist nicht möglich.
Warum wird gefördert? Die kleinen Unternehmen sind das Rückgrat der Salzburger Wirtschaft und tragen zur besonderen Stabilität des regionalen Arbeitsmarktes bei. Ziel der Förderungsaktion ist es, Kleinunternehmen dazu zu motivieren, Investitionen vorzunehmen, die zur nachhaltigen Sicherung bzw. Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft beitragen.
Wer wird gefördert?

Kleine Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die Mitglieder der Wirtschaftskammer Salzburg sind, mit im Jahresschnitt höchstens 50 Arbeitnehmern ohne Lehrlinge (umgerechnet auf Jahresvollzeit-Äquivalente).

Wie wird gefördert? Durch die Gewährung einer Prämie (Direktzuschuss) in Höhe von 20 % der förderbaren Investitionskosten. Die Förderbemessungsgrundlage (Summe der förderbaren Kosten) ist mit 100.000 Euro begrenzt.
Wann wird gefördert?

Projekte können ab einem Volumen von 10.000 Euro netto gefördert werden.

Investitionen, mit deren Durchführung vor Einreichung des Förderungsantrages begonnen wurde (d.h. auch Bestellung/Auftrag), können nicht gefördert werden, um reine Mitnahmeeffekte zu vermeiden.

Die in dieser Richtlinie festgelegten Förderungskonditionen gelten befristet bis zum 31.12.2020 und somit für alle Förderungsanträge, die bis zu diesem Tag bei der Förderungsstelle eingelangt sind.

Weiteres

Soferne gleichwertige Zuschuss-Förderungsaktionen des Bundes zur Verfügung stehen, sollen zunächst diese Förderungsangebote in Anspruch genommen werden. Im Fall einer gänzlichen Ablehnung der Zuschuss-Förderung seitens des Bundes ist eine Förderung aus dem Wachstumsprogramm möglich, soferne die Förderungskriterien erfüllt sind.

Alternative Förderungsinstrumente:
Landesförderungen:

Umweltinvestitionen für Kleinbetriebe
Lebensmittel-Nahversorgungsförderungsaktion
Betriebsneugründungs-/Übernahmeförderungsaktion

Bundesförderungen:

Tourismusförderungen der Österreichischen Hotel und Tourismusbank GmbH (ÖHT)

Austria Wirtschaftsservice AWS

KPC - Kommunalkredit Public Consulting (Umweltförderungen)

Ergänzende Förderung der Stadt Salzburg:
Kleingewerbeförderung der Stadt Salzburg