Errichtung von Wohnheimen

Wohnbauförderung

Was wird gefördert?

Gefördert werden die Neuerrichtung sowie der Um-, Auf- und Zubau von Wohnheimen.


Wer wird gefördert?

  • Gemeinden, Gemeindeverbände sowie juristische Personen im Alleineigentum von Gemeinden
    Gemeinnützige und gewerbliche Bauträger
  • Juristische Personen, an deren Stamm-, Grund- oder Eigenkapital mindestens zwei Unternehmen beteiligt sind und die nach Satzung und tatsächlicher Geschäftsführung der Wohnversorgung vorrangig der Dienstnehmer der beteiligten Unternehmen dienen
  • Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen, die nach Satzung, Stiftung oder sonstiger Verfassung und tatsächlicher Geschäftsführung ausschließlich und unmittelbar der Förderung kirchlicher, gmeinnütziger oder mildtätiger Zwecke dienen


Wie wird gefördert?

Es wird ein einmaliger Zuschuss gewährt. Der Grundfördersatz je Heimplatz beträgt:


a) bei Neuerrichtung für

  • Seniorenheime in Form von Hausgemeinschaften 30.000 Euro
  • Sonstige Seniorenwohnheime 25.000 Euro
  • Wohnheime für Menschen mit besonderem Betreuungsaufwand sowie Schüler- und Studentenwohnheime 40.000 Euro
  • Sonstige Wohnheime (z.B. Dienstnehmerwohnheim) 5.000 Euro


b) bei Um-, Auf- oder Zubau für

  • Seniorenwohnheime 12.500 Euro
  • Wohnheime für Menschen mit besonderem Betreuungsaufwand sowie Schüler und Studentenwohnheime 15.000 Euro
  • Sonstige Wohnheime (z.B. Dienstnehmerwohnheim) 2.500 Euro


Der Grundfördersatz erhöht sich anhand des Zuschlagspunktesystems für energie-ökologische Maßnahmen, Standortqualität sowie Wettbewerbe ohne Kostengarantie, Denkmalschutz, Holzbauweise, Einzelgewerksausschreibung nach Anlage B der Wohnbauförderungsverordnung je Punkt und Heimplatz um 100 Euro. Maximal beträgt der Zuschuss das 1,5-Fache des Grundfördersatzes.


Wann wird der Zuschuss ausbezahlt?

Der Zuschuss wird frühestens nach Fertigstellung des Objekts und Aufnahme der Bewirtschaftungsphase sowie Vorliegen weiterer Voraussetzungen ausbezahlt.


Wann wird das Förderungsansuchen gestellt?

Das Förderungsansuchen muss rechtzeitig vor Baubeginn gestellt werden. Grundsätzlich darf mit dem Bau vor Abschluss des Fördervertrages nicht begonnen werden. Ein vorzeitiger Baubeginn kann beantragt werden.


Wie stellt man ein Förderungsansuchen?

Das Förderungsansuchen wird über den Online-Assistenten gestellt. Der Energieausweis-Berechner lädt den benötigten Planungsenergieausweis hoch. Mit dem Antrag sind auch die erforderlichen Unterlagen hochzuladen. Nähere Angaben finden Sie im Leitfaden zur Antragstellung. Vor Einreichung ist eine Abklärung mit dem Förderreferat erforderlich.


Was führt zur Rückzahlung des Zuschusses?

Die geförderten Wohnungen müssen 25 Jahre lang förderungskonform genützt werden, andernfalls ist der Zuschuss eventuell mit einer Pönale anteilig zurückzubezahlen. Dies wird im Grundbuch mit einem Pfandrecht im ersten Rang besichert. Eine Bank oder Bausparkasse kann bei Einhaltung bestimmter Bedingungen mit einem bestimmten Betrag in den Vorrang.


Welche weiteren Voraussetzungen gibt es?

Nach Umbauten müssen Wohnheime einen zeitgemäßen, bei Wohnheimen für Menschen mit Behinderung oder Seniorenwohnheimen insbesondere einen pflegegerechten Standard aufweisen.