Autor:
Gerhard Scheidler,
Fotos:
Leopold, Hutter
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Energie

Was der Bauer nicht kennt, weiß der Energieberater

Wer ein Haus baut, braucht sie. Wer als Unternehmer Kosten sparen will, braucht sie auch: die Energieberatung des Landes. Was aber macht ein Landwirt, wenn er Energie effizient nutzen und dabei Ressourcen schonen möchte? Genau: Auch er wendet sich an die Energieberatung.
 

Sie leben von und mit dem, was uns die Natur bietet. Da ist es irgendwie selbstverständlich, dass sie auch behutsam mit der Natur umgehen. Und tatsächlich steckt in den zahlreichen Bauernhöfen des Landes viel Potenzial zum Energiesparen und Klimaschutz. Landwirt Rupert Pichler in Faistenau zeigt es vor: Er hat die Tipps der Profis in den vergangenen Jahren umgesetzt – und würde es wieder machen.

Klimaschutz und Geldbörserl schonen passen perfekt zusammen

Produktive Landwirtschaft, effizienter Energieeinsatz und damit Klimaschutz plus Geldbörserl schonen widersprechen sich keineswegs. Im Gegenteil: Sie passen perfekt zusammen. „Vor allem in den landwirtschaftlichen Betrieben gibt es noch viele Möglichkeiten, Ressourcen zu schonen und nachhaltig zu wirtschaften“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

Die Bäuerinnen und Bauern sind ja direkt an der Quelle zur intakten Natur und ihren Erträgen.
Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn
Man muss einfach wissen, was einem die Umwelt und nachhaltiges Wirtschaften wert sind.
Oberhöfern-Bauer Rupert Pichler

Hier ist ein Tüftler am Werk

Seit 2004 bewirtschaftet Rupert Pichler gemeinsam mit seiner Frau Angelika den Bio-Bauernhof „Oberhöfern mit Heumilch-Produktion und eigener Nachzucht im Nebenerwerb. Neun Kühe, fünf Kälber und eine Handvoll Hühner tummeln sich auf dem kleinen Hof. 50.000 Liter Milch erzeugen sie jährlich. Auch hauptberuflich arbeitet Rupert Pichler energieeffizient: als Techniker in der Messebau-Branche. Nicht zuletzt deshalb ist er ein richtiger Tüftler. „Ich schaue immer, was machbar ist, beschreibt er seine Motivation und: „Ob es sich rechnet, ist nicht immer dasselbe, ob es sich auszahlt.

Der fast persönliche Energieberater

Geholfen wird Pichler auch von den Profis der Energieberatung Salzburg. Seit Jahren begleitet ihn sein – fast – persönlicher Energieberater Peter Klaushofer. Die Unterstützung wirkt: Mit seiner Photovoltaikanlage erreicht der Oberhöfern-Bauer zum Beispiel einen sehr hohen Eigennutzungsgrad von 38 Prozent. Außerdem fand Pichler heraus, dass knapp 20 Prozent seiner Kosten Ausgaben für Energie sind. Seit vielen Jahren baut er nun seinen Betrieb Stück für Stück um – immer in Richtung Energiesparen, sparsamer Ressourcenverbrauch und Nachhaltigkeit.

Wir begleiten von der Entscheidung zwischen Sanierung und Neubau über die Auswahl der Heizung und der Optimierung des Stromverbrauchs bis zur Planung der Photovoltaikanlage und Energiebuchhaltung.
Energieberater Peter Klaushofer

Knapp 20 Prozent der Ausgaben für Energie – das war einmal

So fand der Bio-Bauer zum Beispiel heraus, dass knapp 20 Prozent seiner Kosten Ausgaben für Energie waren. Seit vielen Jahren baut er nun seinen Betrieb Stück für Stück um – immer in Richtung Energiesparen, sparsamer Ressourcenverbrauch und Nachhaltigkeit. Neben der Photovoltaikanlage hat Rupert Pichler auf seinem Hof noch einige weitere kleine Maßnahmen umgesetzt: Zum Beispiel gibt es einen Milchautomaten, bei dem man mit der eigenen Glasflasche kommt und mit dem Produkt nach Hause geht. 5000 Milch-Packungen pro Jahr werden so eingespart. Auch die Heutrocknungsanlage ist ein Energiesparer. Durch sie wird die Wärme vom Dach des Wirtschaftsgebäudes abgesaugt und von unten in den Stall geblasen. Schlau! REP_200911_50 (grs/mel)

Energie; Schellhorn; Flachgau; Umwelt; Agrar/Wald
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