Plusregion

Was wir gerade machen: Vertiefung des Themas "Kultur und Kino" im Rahmen eines gemeindeübergreifenden Agenda 21-Themennetzwerks

Start gemeindeübergreifendes Agenda 21-Themennetzwerk: April 2018
Agenda 21-Basisprozess: 2015-2016
Politischer Bezirk: Salzburg Umgebung
Einwohner: insgesamt 16.365


Kultur und Kino in der Plusregion

Eine der gemeindeübergreifenden Projektideen aus dem Agenda 21 Prozess war und ist es, das Thema Kultur vermehrt in den drei Plusregion Gemeinden aufzugreifen. Verschiedenste Vorschläge dazu wurden im Zuge des Agenda 21 Prozesses eingebracht. So gibt es den Wunsch, eine regionale Kulturinitiative zu gründen, die sich diesem umfangreichen und vielseitigen Thema widmet um verschiedenste Kulturschwerpunkte in der Region zu initiieren und anzuregen. So soll beispielsweise ein regionaler Kulturverein gegründet werden und es gibt Ideen für die Installierung eines Kulturhauses. Auch die Themen RAUM – im Hinblick auf Übersicht aller freien und möglichen Räumlichkeiten für (kulturelle) Veranstaltungen – vernetzend in allen drei Plusregion Gemeinden – und damit verbunden auch der FREI(RAUM) für die Verwirklichung von kulturellen Projekten sollen künftig vermehrt aufgriffen und bearbeitet werden. Es geht dabei auch darum, bestehende Projekte und Ideen zu verknüpfen, zu vernetzen, neue kulturelle Angebote zu schaffen und das kulturelle Leben in der Region zu intensivieren. Ebenso sollen kulturrelevante Themen vermittelt und die Kommunikation sowie Vernetzung innerhalb der drei Gemeinden gefördert werden.

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Als eine der ersten geplanten Umsetzungsschritte dieses umfangreichen gemeindeübergreifenden und regionalen Kulturprojektes werden zwei Startprojekte forciert. So soll ein regionaler, gemeindeübergreifender Kulturverein gegründet werden, um entsprechende Weichen für
die kulturelle Entwicklung zu legen. Parallel dazu soll es schon bald ein fix installiertes (Programm-)KINO in der Region geben. Ein Kino sowohl für Bewohner als auch Besucher der Region, welches die Region noch attraktiver und lebendiger werden lässt. Als loser Gedanke ein paar Mal im Laufe des Prozesses eingeschleust, nahm diese Idee die letzten Monate über immer mehr an Gestalt an. Die Idee zur „Plusregion FLIMMERkiste“ war geboren.

Nach einem ersten Brainstorming und Kontaktaufnahme mit dem Salzburger Programmkino DAS KINO, wurde gemeinsam überlegt, wie man das Thema Kino in der Region künftig nachhaltig verankern könnte – ohne dabei auf ein fix installiertes Kino zurückgreifen zu können. Der
Grundgedanke der Veranstaltungsreihe „Plusregion FLIMMERkiste“ sieht vor, im Zeitraum Juni bis
Dezember, monatlich zu einem gemütlichen Kinoabend einzuladen. Das Besondere daran ist, dass das Kino zu Gast an unterschiedlichsten Plätzen und Veranstaltungsorten ist – was mitunter auch wieder die regionale Vielfalt der drei Plusregion Gemeinden wiederspiegelt. Doch mit dem Kino allein ist es nicht abgetan. So sollen je nach Veranstaltungsort und –zeit auch begleitend zur Filmvorführung weitere Highlights und Programmpunkte integriert und sichtbar werden.

Motivation für den Start von Agenda 21

Der Verein  Plusregion Köstendorf Neumarkt Strasswalchen wurde 2007 gegründet, mit dem Ziel eine regionale Identität zu schaffen, die Region zu beleben und Kooperationen zu fördern. In den letzten 10 Jahren wurde zusammen mit den drei Plusregion Gemeinden intensiv gearbeitet. So agieren und kooperieren im Netzwerk der Plusregion sowohl die Gemeinden, Tourismusverbände als auch Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen in Abstimmung mit den Bedürfnissen der Bevölkerung. Das Plusregion Modell hat sich in den letzten Jahren bewährt und zum Vorzeigemodell entwickelt.
Die Initiierung eines Agenda 21-Prozesses mit starker Bürgerbeteiligung, welcher auf der Positionierung aller drei Gemeinden aufbaut, erschien für alle drei Bürgermeister und der Plusregion hierfür der ideale Prozess zu sein.
Die Ziele dieses Prozesses wurden von den drei Gemeinden klar definiert. So soll sich daraus eine klare Positionierung und nachhaltige Entwicklung der drei Gemeinden im Einklang mit den Bedürfnissen der Bevölkerung finden. Die Sicherung und Verbesserung der lokalen als auch regionalen Lebensqualität für diese und künftige Generationen haben dabei oberste Priorität.
Aktiv mitgestalten, Eigenverantwortung stärken und das Thema Nachhaltigkeit stehen dabei im Mittelpunkt.
Dazu meint Bürgermeister Wolfgang Wagner aus Köstendorf: "Die Weiterentwicklung der Umweltpolitik, um für unsere Kinder und Enkel die Zukunft zu sichern und lebenswert zu erhalten, sind für mich die wichtigsten Grundsätze, wenn es um Nachhaltigkeit und Zusammenleben in unserer Gesellschaft geht".


Regionales Zukunftsprofil der Plusregion

Das Besondere am Agenda 21-Prozess der Plusregion ist, dass die drei Gemeinden sowohl auf lokaler, als auch auf regionaler Ebene ein Zukunftsprofil und Projekte ausgearbeitet haben. Das regionale Zukunftsprofil wurde am 19.10.2016 vom Vorstand der Plusregion beschlossen. Die drei lokalen Zukunftsprofile wurden von den jeweiligen Gemeindevertretungen 2016 einstimmig beschlossen.

Link zum Zukunftsprofil der Plusregion Gemeiden
- Regionales Zukunftsprofil Plusregion

Aktuelle Projekte und Projektideen

In allen 3 Gemeinden wurden gesamt 364 konkrete Projektvorschläge eingebracht. Diese wurden in Ideenkatalogen auf Gemeindeebene festgehalten und dienen den Gemeinden und der Bevölkerung als Arbeitspapier und –auftrag. Auf regionaler Ebene wurden vom Kernteam folgende Themen zur weiteren Bearbeitung ausgewählt:
  • EPU-Haus: als regionales Projekt konnte mit Unterstützung der Plusregion am Standort Straßwalchen ein EPU-Haus eröffnen. Die Anzahl von EPUs, sogenannten Ein-Personen-Unternehmen, machen inzwischen mehr als die Hälfte aller heimischen Firmen aus. In der Plusregion trägt man dieser Entwicklung Rechnung und freut sich über die Eröffnung des ersten EPU-Hauses . Unter dem Motto „GEMEINSAM statt EINSAM“ fand am 8. März 2017 die feierliche Eröffnung statt. Als gemeinsames Projekt der drei Gemeinden Köstendorf, Neumarkt und Straßwalchen wurde die Gründung des EPU-Hauses im Rahmen des regionalen Agenda 21-Prozesses durch den Wirtschaftsverein Plusregion stark unterstützt. Die Vorteile für EPUs ihren Arbeitsplatz dort einzurichten beschreibt Gabriele Unter, Koordinatorin des EPU-Hauses wie folgt: „Es geht um die gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten, um gemeinsames Marketing und die zentrale Präsenz der EPUs in der Plusregion. Das spart jedem einzelnen EPU Zeit und Geld. Man ist in ein Netzwerk eingebunden und kann Synergien nutzen.“ Im städtischen Umfeld gibt es immer mehr „Coworking-Spaces“, im stadtnahen und ländlichen Gebieten ist diese Form der Kooperation von Einzelunternehmen noch selten, aber stark im Kommen. Nähere Infos und Kurzvideo EPU Haus (RTS) --> Das EPU-Haus Straßwalchen muss 2018 leider eingestellt werden.
  • Regionaler Kulturverein und gemeinsame Raumnutzung: Angedacht ist die Gründung eines Plusregion Kulturvereins; im Zuge dessen soll auch eine gemeinsame Verwaltung der Raumangebote in der Region erfolgen. Wird derzeit im Rahmen eines gemeindeübergreifenden Agenda 21-Themennetzwerks umgesetzt.
  • Regionales Kino Plusregion FLIMMERkiste: Wird derzeit im Rahmen eines gemeindeübergreifenden Agenda 21-Themennetzwerks umgesetzt.
  • Die Gründung eines OTELOS (Offenes Technologie-Labor) in der Plusregion wird begrüßt und unterstützt
  • Arbeitsplatz / Standortinitiative  durch den Wirtschaftsverein Plusregion


Links zu den Plusregion Gemeinden


Ablauf der Agenda 21 in der Plusregion

Der Agenda 21-Prozess der Plusregion im Überblick:
orange: regionale Ebene (Plusregion); grün: lokale Ebene (Gemeinden)

Zukunftswerkstätten

Um Ideen der Bürgerinnen und Bürgern zusammen zu tragen wurden in allen drei Gemeinden Zukunftswerkstätten veranstaltet. In jeder Gemeinde nahmen sich rund 50 Bürgerinnen und Bürger Zeit und diskutierten einen halben Tag zu Themenbereichen wie Bildung, regionale Kreisläufe, Belebung von Wirtschaft und Ortskern, Verkehr und Kultur. Sie tauschten Erfahrungen aus, fanden „best practice“ Beispiele und schärften den gemeinsamen Blick auf die Zukunft.
Aus jeder Zukunftswerkstatt entstand ein Kernteam, welches sich weiter mit den Themen auseinandersetzt und konkrete Maßnahmen formuliert.

Bürgerrat

Auf die Zukunftswerkstätten folgte ein regionaler Bürgerrat. Die zufällig ausgewählten Bürgerrätinnen und Bürgerräte beschäftigten sich 1,5 Tage mit der Zukunft ihrer Region. Dabei standen gemeindeübergreifendes Denken und Ideen sammeln im Vordergrund. Die wichtigsten Themen waren: Wie können wir Gemeinschaft leben, Freiräume und Begegnungsräume schaffen und die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten (Boden, Energie, Natur)?

Ideen Clubbing der Jugendlichen
Im März 2016 fand mit 10 Jugendlichen aus der Plusregion ein Workshop statt, bei dem die Jugendlichen ihre wichtigsten Anliegen für eine nachhaltige Entwicklung der Region positionieren konnten. Die Ergebnisse wurden beim Bürgercafé präsentiert.

Bürgercafé

Um den Bewohnerinnen und Bewohnern der Plusregion einen Rückblick, Zwischenstand und Ausblick zum aktuell stattfindenden "Agenda 21-Prozess" zu geben, fand am 07. April 2016 ein Bürgercafé statt. Ein kleiner Sketch der Jugendlichen, ein Regionsquiz und verschiedene Präsentationen gaben Einblick darüber, was in der Region passiert und warum der Prozess so wichtig für alle drei Gemeinden ist.

Regionale Marken- und Positionierungskonferenz
April 2016

Projektwerkstätten
In jeder Gemeinde fand 2016 eine Projektwerkstatt statt, bei der ausgewählte "Startprojekte" genauer bearbeitet wurden. Alle Bewohnerinnen und Bewohner waren eingeladen.
  • Projektwerkstatt Köstendorf (10.10.2016) - Ergebnis
  • Projektwerkstatt Neumarkt (13.10.2016) - Ergebnis
  • Projektwerkstatt Straßwalchen (Juni 2016) - Ergebnis


Prozessbegleitung


Begleitung durch Agenda 21 Förderstelle

Anja Brucker (SIR) - derzeit in Babypause
anja.brucker@salzburg.gv.at
0662-8042-4549 oder 0676-5419931
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Anita Schmidinger (SIR)
0662-8042-4549 oder 0676-5419931


Ansprechpartnerin in der Plusregion

Birgit Ausserweger (Geschäftsführung Plusregion)
ausserweger@plusregion.at
Tel.: +43 6215 20417-12
Fax: +43 6215 20417-4


Nähere Infos
 zur Agenda 21 in der Plusregion