Tipps, Fakten, Statistiken

„Salzburg, owa vom Gas!“

Das Land Salzburg setzt regelmäßig neue Maßnahmen, um Salzburgs Straßen noch sicherer zu machen. Besonders wichtig dabei ist es, alle einzubeziehen: Kinder und Erwachsene, Radfahrerinnen und Radfahrer, Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker und auch alle, die zu Fuß unterwegs sind.

Fakten zu überhöhter Geschwindigkeit im Straßenverkehr

  • Zu schnelles Fahren ist eine der häufigsten Ursachen für Unfälle. Drei von zehn tödlichen Unfällen passieren aufgrund von Rasen.
  • Ein Großteil der Verkehrstoten und der Unfallverursacher sind junge männliche Lenker.
  • Die meisten tödlichen Unfälle passieren auf Landstraßen (zirka 60 Prozent), gefolgt von Ortsgebieten (zirka 30 Prozent) und Autobahnen (zirka zehn Prozent).
  • Je höher die Geschwindigkeit, umso schwerer sind auch die Unfälle.
  • Wenn das Durchschnittstempo nur etwas verringert wird, gehen Unfälle glimpflicher aus. Das bedeutet weniger Tote und weniger Schwerverletzte.


Maßnahmen gegen Rasen und verschärfte Strafen

Die Strafen für extremes Rasen werden 2021 auf Bundesebene verschärft. Das Bundesland Salzburg setzt noch weitere Schritte im Kampf gegen Rasen. So werden nicht nur die Strafen erhöht, sondern auch vermehrt Kontrollen durchgeführt und die Koordination der gesamten Maßnahmen verbessert.

Die wichtigsten Punkte aus dem Maßnahmenpaket:
  • Erhöhung des Strafrahmens auf bis zu 5.000 Euro
  • Verdopplung der Entzugsdauer des Führerscheins
  • Erhöhung des Beobachtungszeitraumes bei wiederholten Übertretungen
  • Illegale Straßenrennen werden mit bis zu sechs Monaten Führerscheinentzug bestraft
  • Beschlagnahme des Fahrzeuges bei besonders rücksichtslosen Wiederholungstätern
  • Wer 30 Stundenkilometer zu schnell fährt, muss künftig mindestens 150 statt 70 Euro zahlen. Die Strafe steigt dann mit überhöhtem Tempo immer weiter an, von bisher 2180 Euro auf bis zu 5000 Euro (bei sehr schweren Fällen und bei Wiederholungstätern).
  • Auch ausländische Raser in Österreich werden bestraft, Bußgelder können europaweit vollstreckt werden.


Rasen auf Salzburgs Straßen - Beispiele aus 2020

  • 26. September: Ein 19-jähriger Probeführerscheinbesitzer war auf der A1 Westautobahn in Fahrtrichtung Wien mit 132 km/h unterwegs (erlaubte 80 km/h). Im Baustellenbereich der Autobahnanschlussstelle Salzburg-Mitte, Abfahrt Messezentrum auf der A1 in Richtung München wurde ein 28-jähriger Lenker mit 125 km/h gemessen (erlaubte 60 km/h).
  • 21. September: Lenker mit 103 km/h auf der Münchner Bundesstraße (erlaubte 50 km/h)
  • 31. Juli: Zwischen Adnet und Gaißau wurde ein Motorradfahrer mit 94 km/h bei einer 30-km/h-Beschränkung geblitzt.
  • 21. Juli: Ein Pkw-Lenker fährt mit 115 km/h durch das Gemeindegebiet von Neukirchen am Großvenediger.
  • 4. Juli: Auf der A1 fuhr eine 20-jährige Probeführerscheinbesitzerin aus Hallein mit 188 km/h (erlaubte 130 km/h).
  • 29. Juni: In der Stadt Salzburg wurde auf der Innsbrucker Bundesstraße ein Pkw-Lenker mit 131 km/h (erlaubte 50 km/h) gemessen.
  • 26. Juni: Illegales Autorennen in Flughafen-Unterführung: 135 km/h (erlaubte 50 km/h). Der 24-jährige Lenker aus Wals wird angezeigt.
  • 10. Juni: Zwei Lenker im Lieferinger Tunnel auf der Westautobahn mit 169 km/h unterwegs (erlaubte 80 km/h). Bei den Lenkern handelt es sich um eine 24-jährige Salzburgerin und einen 20-jährigen Oberösterreicher, der seinen Führerschein nur zur Probe hat.
  • 8. Juni: Tauernautobahn: Ein 39-jähriger Einheimischer war vor dem Ofenauer Tunnel mit 131 km/h (erlaubte 60 km/h) unterwegs.Im Baustellenbereich bei Werfen wurde ein 26-jähriger Österreicher mit 171 km/h angehalten (erlaubte 100 km/h).
  • 1. Juni: Eine 17-jährige Probeführerscheinbesitzerin überholte auf der A10 Tauernautobahn viel zu schnell ein Blaulichtfahrzeug der Polizei. Im Hiefler Tunnel wurden 173 km/h festgestellt (erlaubte 100 km/h)
  • 3. Mai: Illegales Autorennen: Zwei Fahrzeuge fuhren mit 166 bzw. 162 km/h statt der erlaubten 100 km/h. Bei den beiden Pongauern handelte es sich um Probeführerscheinbesitzer im Alter von 18 und 20 Jahren. Dem 20-Jährigen war die Probezeit bereits einige Monate zuvor wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 97 km/h in einem 100 km/h Bereich verlängert worden. Ein 51-jähriger Mann aus Wals wurde auf der A1 Westautobahn mit 174 km/h (erlaubte 80 km/h) erwischt.
  • 2. Mai: Auf der Tauernautobahn fuhr ein 23-Jähriger im Bereich des Autobahnzubringers Bischofshofen mit seinem 380 PS starken Pkw mit 163 km/h (erlaubte 80 km/h). In der Innsbrucker Bundesstraße war ein 20-jähriger Probeführerscheinbesitzer mit 115 km/h unterwegs, ein anderer Lenker fuhr in der Alpenstraße mit 121 km/h (erlaubten 70 km/h).
  • 24. April: Lenker mit 133 km/h durch die Innsbrucker Bundesstraße in der Stadt Salzburg, mit 138 km/h durch die Alpenstraße.
  • 19. April: Ein 27-jähriger Salzburger wurde auf der Münchner Bundesstraße in der Stadt Salzburg mit 104 anstatt 50 km/h gemessen. Ein 22-jähriger Pongauer wurde auf der Tauernautobahn bei Puch mit 166 km/h (erlaubte 80 km/h) geblitzt.
  • 8. April: Auf der Tauernautobahn, im Gemeindegebiet von Grödig, ist ein 21-Jähriger aus Grödig bei erlaubten 100 km/h um 61 km/h zu schnell gefahren.
  • 6. April: Auf der Westautobahn wurde ein 19-jähriger Pkw-Lenker mit 224 km/h gemessen (erlaubte 130 km/h). Auf der A10 Tauernautobahn im Bereich Golling wurde ein Pkw-Lenker aus dem Pongau mit 179 km/h gemessen (erlaubte 100 km/h). Auf der B156 Lamprechtshausener Straße wurde ein Pkw-Lenker aus dem Flachgau mit 161 km/h gemessen (erlaubte 80 km/h). In der Stadt Salzburg wurde auf der Innsbrucker Bundesstraße ein Pkw-Lenker aus dem Flachgau mit 111 km/h gemessen (erlaubte 50 km/h).
  • 4. April: Ein 31-jähriger Flachgauer war auf der Westautobahn mit 225 km/h unterwegs.
  • 3. April: In der Stadt Salzburg fuhr ein 23-jähriger Deutscher mit 156 km/h durch die Schwarzstraße.
  • 1. April: Auf der Tauernautobahn in Kuchl war eine 21-jährige Pongauerin mit 153 km/h (erlaubte 100 km/h) unterwegs. Sie besaß keinen gültigen Führerschein.

Jährlich passieren österreichweit mehr als 30.000 Unfälle mit Personenschaden. Allein in Salzburg wurden in den vergangenen fünf Jahren 161 Personen bei Unfällen getötet.