Aus dem Leben gerast

„Salzburg, owa vom Gas!“

Der Kampf zurück ins Leben, nachdem man alles verloren hat.

Hier erzählen wir wahre Geschichten von Betroffenen, die das Leben schrieb. Menschen schildern, was sie alles durch einen Raser-Unfall verloren haben und wie sie sich zurück ins Leben kämpfen.

Im April 2020 verlor die Flachgauerin Sabine Peterbauer ihre damals 27-jährige Tochter Katrin bei einem Raser-Unfall auf der B1 Wiener Bundesstraße zwischen Henndorf und Eugendorf. Kati saß auf dem Beifahrersitz im Auto ihres Lebensgefährten. Der Unfalllenker setzte zu einem riskanten Überholmanöver an - trotz Überholverbot und Sperrlinie. Mit überhöhter Geschwindigkeit krachte er in das entgegenkommende Auto. Kati und auch der Unfalllenker starben noch an der Unfallstelle. Seither engagiert sich ihre Mutter Sabine Peterbauer für mehr Achtsamkeit im Verkehr und gegen das Rasen auf Salzburgs Straßen. „Ich setze mich mit dem größtmöglichen Engagement und meiner ganzen Kraft für Maßnahmen gegen Raser ein. Mein Ziel ist, dass so wenige Familien wie möglich wegen sinnloser Raserei dasselbe durchmachen müssen wie ich. Katis Tod darf nicht völlig umsonst gewesen sein, er soll helfen, andere Leben zu retten.“ Sabine Peterbauer sagt allen Rasern: „Bitte, owa vom Gas! Rasen zerstört nicht nur Dein Leben.“

Thomas Geierspichler ist der erfolgreichste Rennrollstuhlfahrer Österreichs. Er ist Doppel-Paralympics-Sieger, fünffacher Weltmeister, Weltrekordhalter im Marathon und über 10.000 Meter, elffacher Europameister und vierfacher Sportler des Jahres. Seine Karriere als Sportler begann 1998. Vier Jahre zuvor wurde er bei einem Autounfall schwer verletzt. Durch hartes Training und seinen starken Glauben hat er sich in kurzer Zeit an die Spitze des Rennrollstuhlsports gekämpft. „Oida, owa vom Gas. Wennst a Bestzeit auf den Asphalt legen willst, probier‘ an Marathon“, ist Thomas' Botschaft an alle, die gerne schnell unterwegs sind. „Ich verstehe es ja, wenn man gerne schnell fährt. Immerhin mache ich das beruflich. Aber man sollte dafür einen Weg finden, bei dem man niemanden in Gefahr bringt. Also lieber im Sport schnell unterwegs sein, als auf der Straße. Das macht auch mehr Spaß.“

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