Anti-Teuerung

Maßnahmen, Unterstützungen, Tipps

Die steigenden Preise treffen alle Salzburgerinnen und Salzburger. Das Land Salzburg setzt laufend Maßnahmen zur Bekämpfung der Teuerung,
hilft mit vielen finanziellen Unterstützungen dort, wo es am notwendigsten ist und vermittelt bei Hilfeleistungen anderer Einrichtungen.

Stand 24. November 2022

  
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Leistungen der Sozialunterstützung werden gewährt, wenn der Bedarf aus eigenen Mitteln (Einkommen und Vermögen) oder den Ansprüchen gegenüber Dritten nicht gedeckt werden kann. Zudem gibt es eine Verpflichtung, die eigene Arbeitskraft einzusetzen und sich um eine entsprechende Erwerbstätigkeit zu bemühen. Auch die Teilnahme an geeigneten Hilfsmaßnahmen zur Wiederherstellung und Steigerung der Arbeitsfähigkeit ist verpflichtend.

Voraussetzungen: Die Höhe der Sozialunterstützung wird individuell auf Grund der jeweiligen Lebensverhältnisse der hilfesuchenden Person berechnet.

Antragstellung: in der Stadt Salzburg bei dem Sozialamt des Magistrats, in den Bezirken jeweils bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft.

Zielgruppe: Personen in Notlagen, die ihren Lebensunterhalt mit eigenen Mitteln nicht decken können.

www.salzburg.gv.at/sozialunterstuetzung

  

Das Programm des Sozialministeriums schützt vor Wohnungsverlust. Es unterstützt Mieterinnen und Mieter, die aufgrund der Covid-19-Pandemie ihre Miete nicht mehr bezahlen können und dadurch von Wohnungsverlust bedroht sind.

Voraussetzungen: Hauptwohnsitz in Österreich, Mietrückstand seit dem 1. März 2020, der nicht aus eigenen Mitteln gedeckt werden kann. Ob eine Unterstützungsmöglichkeit besteht, wird in einem Beratungsgespräch in einer anerkannten Bildungseinrichtung ermittelt.

Antragstellung: Beratungsstelle Salzburg, Soziale Arbeit gGmbH – Fachstelle für Wohnungssicherung, Breitenfelderstraße 49/1, 5020 Salzburg, Telefon: +43 662 874690.

Zielgruppe: Personen die von Delogierung bedroht sind.

www.wohnschirm.at

  

Sozialunterstützung gewährt werden und dient zur Abwendung außergewöhnlicher Notsituationen. Als Hilfe in besonderen Lebenslagen kommen insbesondere in Betracht:

  • Hilfen zur Beschaffung und Ausstattung von Wohnraum
  • Hilfen zur langfristigen Sicherung der wirtschaftlichen Lebensgrundlagen

Voraussetzungen: Die Hilfe in besonderen Lebenslagen wird individuell auf Grund der jeweiligen Lebensverhältnisse der hilfesuchenden Person berechnet.

Antragstellung: Ein schriftlicher Antrag ist bei den Bezirksverwaltungsbehörden einzubringen. Für die Bearbeitung ist, je nach Hauptwohnsitz des Hilfsbedürftigen, die Bezirkshauptmannschaft oder das Sozialamt des Magistrats der Stadt Salzburg zuständig.

Zielgruppe: Personen in besonderen Notlagen.

www.salzburg.gv.at/besondere-lebenslagen

  

Unterstützung für Salzburgerinnen und Salzburger, die auf Grund geringen Einkommens von den Teuerungen am stärksten betroffen sind. Leistungen bzw. Gründe zur Unterstützung sind insbesondere Miet-, Strom- und Betriebskostenrückstände, Kautionen, medizinische Kosten, Zusatzkosten auf Grund besonderer Bedarfe in Folge einer Behinderung sowie Notüberbrückungen zur Deckung des Lebensunterhaltes.

Voraussetzungen: individuelle Prüfung der Einkommenssituation und Lebenslage

Antragstellung: über Caritas Salzburg, Sozialberatungsstelle oder Bezirkshauptmannschaften

Zielgruppe: Menschen, die sich in einer einmaligen und nicht dauerhaften Notsituation befinden oder denen eine solche Notsituation unmittelbar droht.
www.salzburg.gv.at/landeshilfe_sbg

  

Um die finanziellen Mehrbelastungen für das Heizen in der kalten Jahreszeit auszugleichen, werden Salzburgerinnen und Salzburger mit einem einmaligen Zuschuss von 300 Euro unterstützt.

Voraussetzungen: Personen mit Hauptwohnsitz im Bundesland Salzburg.

Antragstellung: ab 1. Jänner 2023 nur online, Hilfestellung bei der Beantragung leisten die Gemeinden und der Bürgerservice der Stadt Salzburg.

Zielgruppe: volljährige Personen mit eigenem Haushalt, die im Land Salzburg ihren Hauptwohnsitz haben, deren Heizkosten mindestens 180 Euro im Jahr betragen und deren Nettoeinkommen je Haushalt gewisse Einkommensgrenzen nicht überschreitet.

www.salzburg.gv.at/heizscheck

  

Unterstützungsleistung für Salzburger Mindestpensionistinnen und -pensionisten in der Vorweihnachtszeit.

Voraussetzungen: Pensionistinnen und Pensionisten, die in Privathaushalten leben und eine Ausgleichzulagenzahlung erhalten.

Antragstellung: online oder postalisch, bei der Beantragung helfen Gemeinden und Pensionistenverbände.

Zielgruppe: Pensionistinnen und Pensionisten mit Hauptwohnsitz in Salzburg mit geringem Einkommen.

www.salzburg.gv.at/landeshilfe

  

Über die Unterstützungsstelle des Landes können Zuschüsse für behinderungsbedingt notwendige bauliche Adaptierungen im Wohnbereich (zum Beispiel Umbauten, Einbau von Rampen, Treppenlifte) und beim Pkw (zum Beispiel Schwenksitze, Rampen) gewährt werden. Auch für notwendige Pflegehilfsmittel (Patientenlifter, Pflegebetten) gibt es Zuschussmöglichkeiten.

Voraussetzungen: Antragstellung noch vor Realisierung von Vorhaben und Umbauten, Hauptwohnsitz muss im Bundesland Salzburg sein.

Antragstellung und Information: Abteilung Soziales, Referat Behinderung und Inklusion, postalisch oder per E-Mail: unterstuetzungsstelle@salzburg.gv.at

Zielgruppe:

  • Personen, die eine erhebliche dauernde Beeinträchtigung haben
  • Personen, die behinderungs- oder altersbedingt mobilitätseingeschränkt sind
  • Personen, die als Kriegsopfer nach dem Kriegsopferversorgungsgesetz gelten

www.salzburg.gv.at/unterstuetzungsstelle

  

dm-Geschenkkarte für Babyartikel im Wert von 80 Euro.

Voraussetzungen: Inanspruchnahme der Beratungsangebote der Elternberatung.

Antragstellung und Information: Abteilung Soziales, Referat Kinder- und Jugendhilfe, Elternberatung, Telefon: +43 662 8042-3587, E-Mail: elternberatung@salzburg.gv.at.

Zielgruppe: Familien mit Kleinkindern in besonderen Notlagen.

  
Vergünstigugnen mit dem Familienpass
Der Salzburger Familienpass bietet Angebote und Vergünstigungen aus Gastronomie & Hotellerie, Gewerbe & Handel, Freizeit- und Ausflugsziele sowie Kultur. Praktisch auch als kostenlose App für Apple und Android.

Zuschuss zu Elternbeiträgen bei der Kinderbetreuung
Rückwirkend mit 1. September 2022 wurden die Zuschüsse zu den Elternbeiträgen für Kinderbetreuung um 60 Prozent erhöht. Dadurch verringern sich die Kosten für die Familien unabhängig vom Einkommen. Die höheren Zuschüsse werden an die Träger ausgezahlt, die diesen Zuschuss dann direkt an die Familien weitergeben, indem die Beiträge für den Betreuungsplatz sinken. 

Kinderbetreuungsfonds
Eine weitere Entlastung gibt es beim Kinderbetreuungsfonds. „Damit werden Eltern mit geringem Einkommen unterstützt. „Wir haben dafür die Höchstgrenzen rückwirkend mit Anfang September hinaufgesetzt“, informiert Landesrätin Andrea Klambauer. Alleinerziehende mit einem Gehalt unter 2.275 Euro erhalten so zum Beispiel bis zu 700 Euro Zuschuss zu den Ganztags-Kinderbetreuungskosten pro Jahr. 
  

Schülerbeihilfengesetz
Das Schülerbeihilfengesetz wurde novelliert. Dabei wurden sowohl die Grenzwerte für die Anspruchsberechtigung, als auch die Beihilfenhöhe angepasst.
www.salzburg.gv.at/finanzielle-unterstuetzungen


Landwirtschaftlicher Schulverein
Der landwirtschaftliche Schulverein kann in sozialen Notlagen unterstützen.
www.salzburg.gv.at/finanzielle-unterstuetzungen


Heimgebühren
Die in der Vergangenheit gesetzten Maßnahmen im Bereich der Landwirtschaftlichen Fachschulen (zum Beispiel Holzbau mit hoher Energieeffizenz, Photovoltaikanlagen mit großer Leistung, gezielter Lebensmitteleinkauf mit Preisangeboten bei den Systemlieferanten) führen dazu, dass Kostensteigerungen nicht in voller Höhe durchschlagen. Damit konnte die Steigerung der Heimgebühren in erträglichem Maße gehalten werden.

  

Die Tarife im öffentlichen Verkehr bleiben im Jahr 2023 trotz höherer Energiekosten gleich und werden nicht erhöht. Dies gilt sowohl für die Jahreskarten als auch für die Einzeltickets des Salzburger Verkehrsverbundes.

  

Neben der Strompreisbremse, bei der für Private bis zu einem jährlichen Verbrauch von 2.900 kWh die Energiekosten, die 10 Cent/kWh netto übersteigen bis zur Grenze von maximal 40 Cent/kWh netto vom Staat übernommen werden, gibt es für Betriebe von der Salzburg AG eine einmalige Unterstützungsaktion von bis zu 100 FreistromTagen. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 10.000 kWh reduzieren sich die Mehrkosten für einen Gewerbebetrieb mit diesen FreistromTagen von 136,75 Euro netto auf 79,27 Euro netto pro Monat.

  

Die Abschaffung der kalten Progression durch den Bund kommt auch den Salzburgerinnen und Salzburgern zu Gute. Das Land Salzburg verzichtet durch Minderertragsanteile kumuliert über fünf Jahre auf 260 bis 270 Millionen Euro.