Zur Adoption freigeben

Will eine Mutter (ein Ehepaar) ihr Kind zur Adoption freigeben, dann kann sie vor oder sofort nach der Geburt erklären, dass sie eine Adoption will.

Ablauf einer Adoption

    1. Die Eltern/Mutter ersucht und ermächtigt (schriftlich) das Jugendamt, vor oder nach der Entbindung die Adoptionsvermittlung durchzuführen.
    2. Das Kind bleibt, wie andere Kinder auch, fünf bis sechs Tage im Krankenhaus und kommt dann zu den Adoptiveltern.
    3. Den leiblichen Eltern (Mutter) und den zukünftigen Adoptiveltern wird ein Vermittlungsvorschlag gemacht.
    4.  Ist der Adoptionsvertrag (erstellt bei einem Notar, Rechtsanwalt oder im Jugendamt) unterfertigt, wird dieser dem Gericht zur Bewilligung vorgelegt.

Das Adoptionsverfahren ist (erst) abgeschlossen, wenn das Gericht dem Vertrag zustimmt.



Anonyme Geburt


Frauen haben in Österreich die Möglichkeit, ihr Kind anonym „auf die Welt zu bringen" und danach zur Adoption freizugeben. Das heißt: Eine Frau kann in einem Krankenhaus entbinden, ohne ihren Namen und ihre Adresse anzugeben. In diesem Fall gehen die Obsorgerechte für das Kind unmittelbar nach der Geburt auf das Jugendamt über. Das heißt, die Mitarbeiter sorgen für die künftige Betreuung des Kindes.

Entschließt sich die Mutter nach der Geburt, ihre Identität bekannt zu geben, ist die Geburt wie eine normale Geburt anzusehen. Gibt die Mutter ihre Anonymität auf, kann sie ihr Kind wie üblich zur Adoption freigeben. Das hat den Vorteil, dass sich die Mutter jedenfalls im Wege des Jugendamtes über das Befinden des Kindes erkundigen kann.
Eine Mutter hat die Wahl, jedes öffentliche Krankenhaus in ganz Österreich zur Entbindung aufzusuchen. Die Mutter kann das Krankenhaus sofort nach der Geburt verlassen oder auch für die Zeit des Wochenbettes im Krankenhaus bleiben. Sie kann sich auch ambulant nachbetreuen lassen.

 

Babynest


Eltern/Mütter haben auch in Salzburg die Möglichkeit ihr Baby unbeobachtet in das Babynest, auch Babyklappe genannt, zu legen, ohne dabei ihre Sorgepflichten zu verletzen. In diesem Wärmebett befindet sich ein Stempelkissen, mit dem die Mutter einen Hand- oder Fußabdruck vom Baby mitnehmen kann. Die Mutter findet dort auch ein Info-Blatt mit einem Codewort. Mit dem Codewort kann sich die Mutter anonym nach dem Befinden ihres Kindes erkundigen.

Im Land Salzburg gibt es zwei Babynester, eines  im Landeskrankenhaus Salzburg und eines im Krankenhaus Hallein.