Autor:
Melanie Hutter,
Fotos:
Land Salzburg/Melanie Hutter
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Sicherheit

Hinauf, das ist nur der halbe Weg

In den Bergen unterwegs sein, ist wohl eines der schönsten Dinge, die wir unternehmen können. Einheimische wie Gäste - die meisten von ihnen kommen nach Salzburg, um die Natur genießen zu können - schätzen dieses Erlebnis. Je besser man vorbereitet ist, umso besser. daher hier die wichtigsten Tipps für Bergtouren, denn: Hinauf, das ist nur der halbe Weg. Sicher wieder nach Hause kommen, das ist der ganze. Deshalb haben wir die wichtigsten Tipps für eine sichere Zeit in den Bergen zusammen gefasst.
 

Natur, Sommersport und Entschleunigung - genau das sucht der Sommergast in Salzburg. 79 Prozent möchten bei ihrem Aufenthalt in Salzburg wandern gehen, da sind die Einheimischen noch gar nicht miteingerechnet. Die Berge bieten diesen sozusagen Dreifach-Jackpot, wandern ist Sommer wie Winter wieder „in“ - auf Schnee meist auf Tourenski, im Sommer in den Bergschuhen. Was egal welche Jahreszeit immer gleich ist: Das sicher nach Hause kommen, ist das wichtigste, allerdings steigt die Zahl der Bergunfälle. Die Bergrettung Salzburg zog über das Jahr 2019 folgende Bilanz: Die ehrenamtlichen Helfer rückten zu 793 Einsätzen aus, das ist eine Steigerung im Vergleich zu 2018 um fast sechs Prozent. Die Zahl der Einsatzstunden: Mehr als 15.000, die die zirka 1.400 Bergretter leisteten. Die Zahl der tödlichen Unfälle in den Bergen stieg von 28 auf 43. „Die Hauptursache für die vermehrten Einsätze dürfte am anhaltenden Wanderboom liegen“, sagt Balthasar Laireiter, der Landesleiter der Bergrettung Salzburg.

37 Prozent der 793 Gesamteinsätze betrafen Wander- und Bergunfälle.Die häufigsten Unfallursachen sind Stürze.
Balthasar Laireiter, Landesleiter Bergrettung Salzburg

Die wichtigsten Tipps auf einen Blick

  • Genaue Tourenplanung. Das Vorbereiten auf die Gegebenheiten vor Ort ist wichtig. Familie, Freunde oder Quartiergeber sollten Bescheid wissen, wo man unterwegs ist.
  • Auf den markierten Wegen bleiben, keine Abkürzungen!
  • Wenn möglich, nicht alleine auf Tour gehen.
  • Faktoren wie Hitze und Kälte miteinberechnen.
  • Wetter im Auge behalten, Wetterbericht einholen. Im Winter ist auch der Lawinenlagebericht für die Vorbereitung Pflicht.
  • Mit Hausverstand und Selbsteinschätzung unterwegs sein.
  • Bitte nicht in Hinblick auf Kondition und bergsteigerischem Können überschätzen.
  • Gute Einteilung. Zeitaufwand, Gelände, Kondition und so weiter einberechnen.
  • Zur richtigen Zeit umkehren. Wettersturz, Einbruch der Nacht, eine zu beschwerliche Route, das sind alles gute Gründe, um umzukehren - und das rechtzeit.
  • Geeignete und angepasste Bekleidung inlusive Ausrüstungskontrolle vor derm Aufbruch.
  • Hüttenwirte sind meist sehr wissend und haben die besten Informationen. Umgekehrt bitte Bescheid sagen, wenn nicht übernachtet wird, um sinnlose Suchaktionen zu vermeiden.
  • Mobiltelefon aufladen und mitnehmen.
  • Bei Notfällen: Bergrettungsnotruf 140
REP_200601_70 (mel)
Gesellschaft; Natur; Sicherheit; Tourismus