Betriebs- und Haushaltshilfe

  Was wird gefördert?
Die Förderung des Einsatzes von Betriebs-und/oder Haushaltshelferinnen/-helfern sowie Zivildienern in landwirtschaftlichen Betrieben ist als vorübergehende Hilfe für Betriebe möglich, in denen der Betriebsführer/Betriebsführerin bzw. dessen Gattin/deren Gatte, Lebenspartner
oder hauptberuflich mitarbeitende Kinder durch
  • schwere Erkrankung
  • Unfall
  • Anstaltspflege
  • Genesungs-, Erholungs-, Kuraufenthalt
  • Rehabilitationsmaßnahmen in dem vom gesetzlichen Sozialversicherungsträger vorgesehenen erforderlichen Umfang.
  • Todesfall
  • ernsthafte, den Fortbestand des landwirtschaftlichen Betriebes gefährdende persönliche Probleme im zwischenmenschlichen, familiären Bereich, die ohne Hilfe von außen nicht bewältigt werden können
an der Ausübung der bisherigen Tätigkeit verhindert bzw. wesentlich beeinträchtigt ist.

  Warum wird gefördert?
Die Förderung unterstützt die Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Betriebe im Falle eines vorübergehenden Ausfalls des Betriebsführers/der Betriebsführerin bzw. dessen Gattin/deren Gatte, Lebenspartner oder hauptberuflich mitarbeitenden Kinder.

  Wer wird gefördert?
Begünstigte der Beihilfen sind in der landwirtschaftlichen Primärerzeugung tätige KMU im Sinne der Definition in Anhang I Artikel 2 der Verordnung (EU) Nr. 702/2014 mit Sitz im Bundesland Salzburg, deren Gesamteinkommen das 1,2-fache Referenzeinkommen nach den Richtlinien für die Ländliche Entwicklung nicht übersteigt.
Die Beihilfen umfassen keine Direktzahlungen an die Begünstigten, sondern werden an den Erbringer des Vertretungsdienstes gezahlt.

Wie wird gefördert?
Die Förderung wird aus Mitteln des Landes Salzburg finanziert.
Die Förderung der Einsätze ist mit maximal 720 Einsatzstunden pro Jahr und Begünstigten, das entspricht acht Einsatzstunden pro Tag, beschränkt. In bestimmten Fällen, wie Vertretungen bei Mutterschafts- und Elternkarenz sind maximal 1.440 Einsatzstunden pro Jahr und Begünstigten möglich.
Die Beihilfen im Rahmen der Betriebs- und Haushaltshilfe betragen grundsätzlich 80 % der tatsächlich angefallenen Kosten. Die von der SVB gewährten Leistungen sind auf das Beihilfenausmaß anzurechnen. In besonders berücksichtigungswürdigen Fällen kann der Landesausschuss für Betriebs- und Haushaltshilfe eine höhere Beihilfenintensität bis zu maximal 100 % der Kosten bewilligen.
Die angefallenen Kosten sind durch Rechnungen des Vertretungsdienstes sowie durch entsprechende Banküberweisungen nachzuweisen.

Wo wird gefördert?
Die Antragstellung hat durch den Vertretungsdienst über den örtlich zuständigen Maschinen- und Betriebshilfering bei der Förderungsabwicklungsstelle mit den vorgesehenen Formularen und Unterlagen zu erfolgen.
Der Antrag hat dem Artikel 6 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 702/2014 zu entsprechen.

Wann wird gefördert?
Der Antrag ist unmittelbar (spätestens innerhalb von 14 Tagen) nach Entstehen des Einsatzgrunds, zu stellen. Bei Antragstellung nach Einsatzende kann keine Förderung gewährt werden. Eine Antragstellung ist ganzjährig möglich.

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