| An der Stelle, an der 711 n. Chr. Bajuwaren die frühchristliche Verehrungsstätte des Hl. Maximilian bei einer römischen Siedlung entdeckten, erfolgte die erste Klostergründung (cella) des Hl. Bischofs Rupert auf Salzburger Boden. Im Laufe der Jahrhunderte war das Kloster (heute Kastenhof) Augustiner Chorherrenstift, Sitz der Chiemseer Bischöfe im Hoch- und Spätmittelalter und bedeutende Kultstätte der Verehrung des Hl. Maximilian bis zur Säkularisierung der Erzdiözese. Das "Museum am Kastenturm", eröffnet im November 1998, liegt mitten im historischen Ortszentrum. Der Kastenhof, mittelalterlicher Wohnturm aus dem 12. Jh., viergeschossig, mit quadratischem Grundriss und baulich mit der Pfarrkirche verbunden, war Pfleggerichtsort und diente einst als Getreidespeicher für die Bischöfe von Chiemsee und war somit zentrale Sammelstelle für den Zehent.
Der Museumsverein hat sich zur Aufgabe gestellt, die 5.000-jährige Siedlungsgeschichte des Raumes Bischofshofen, dokumentiert durch zahlreiche Grabungsergebnisse und durch die sakrale Kunst des ehemaligen kirchlichen Subzentrums darzustellen. Herausragende Schaustücke sind dabei das berühmte Rupertuskreuz und die Georgstafel, ein gotisches Halbrelief sowie zahlreiche archäologische Funde. Die archäologische Ausstellung wurde 2002 durch MitarbeiterInnen des Museums Carolino Augusteum neu gestaltet und wird durch diese auch betreut . Neben Schauen, Lesen und Staunen kann der Besucher auch selbst im Museum tätig werden: ein steinzeitlicher Bohrer und Reibeschüsseln warten darauf, ausprobiert zu werden.
Das Museum ist Träger des Österreichischen Museumsgütesiegels.
Aktuelle Sonderausstellungen und Termine |