Gemeinde St. Martin bei Lofer

Was wir gerade machen: Agenda 21-Folgeprozess zur Erarbeitung von Baukultur-Leitlinien

Folgeprozess: seit April 2018
Abschluss Basisprozess: 2016

Politischer Bezirk: Zell am See
Einwohner: 1.155 (Stand Jänner 2018)

Motivation für den Start des Agenda 21 Prozesses   

Foto Bürgermeister Josef Leitinger von St. Martin bei Lofer
Bürgermeister Josef Leitinger© Gemeinde St. Martin
"St. Martin bei Lofer hat zuletzt in den Jahren 1995 – 2001 über die Salzburger Gemeindeentwicklung Zukunftsthemen bearbeitet und umgesetzt. In dieser Zeit wurden auch das Räumliche Entwicklungskonzept (REK) und der Flächenwidmungsplan überarbeitet und beschlossen, diese sind in naher Zukunft wieder zu behandeln. Da es in der heutigen Zeit unumgänglich ist, eine möglichst breite Bürgerbeteiligung, ein breites Meinungsspektrum anzustreben, ist mir die durch das Land Salzburg aufgelegte Möglichkeit, ein Zukunftsleitbild über einen Agenda-21-Prozess zu erstellen, gerade recht gekommen. Für uns St. Martiner ist eine klare Zukunftsvision in vielen Bereichen sehr wichtig. Die Ausrichtung als Tourismusgemeinde in Verbindung mit einem steigenden Wirtschaftsstandort braucht eine sehr sensible Behandlung. So gesehen hat mein Antrag an die Gemeindevertretung um Unterstützung dieses Agenda-21-Prozesses gefruchtet und wir erwarten spannende und hoffentlich erfolgreiche Dialoge um die Entwicklung von St. Martin."
Bürgermeister Josef Leitinger


Zukunftsprofil St. Martin bei Lofer

Das Zukunftsprofil wurde in der Gemeindevertretung einstimmig beschlossen.


Gemeindezeitung "Aus unserem Zukunftsprofil"
Bericht in der Salzburger Woche, 09.11.2017


Agenda 21-Projekte

Die 10 Agenda 21-Startprojekte (Übersicht) aus dem Basisprozess von St. Martin bei Lofer
  1. Begegnungsmöglichkeit Grubhof-Siedlung
    Sie soll unter Einbeziehung der Bewohner/-innen ein Beispiel gebendes Modell für eine ökologische Freiraumgestaltung werden.
  2. Frauenstammtisch
    Als regelmäßiger, kreativer Treffpunkt mit Themenschwerpunkten (handwerklich, literarisch, … ) verabreden und vernetzen sich Frauen in St. Martin b. Lofer.
  3. Sozial-Plattform
    Aus der Erkenntnis in der gemeinsamen Arbeit, dass die Jugend keinen Ansprechpartner in der Gemeindevertretung hat, wurde die Gründung eines Sozial- und Jugendkreises initiiert. Diese Idee wurde bei der Agenda 21-Gipfelkonferenz vorgeschlagen. Die Sozial-Plattform soll sich mit den Bedürfnissen aller Altersgruppen befassen (Kinder - Jugendliche - Erwachsene - Senioren).
  4. Eigenvermarktung bäuerlicher Produkte
    Es wird an einem Konzept zur besseren Vernetzung und Vermarktung von bäuerlichen Produkten gearbeitet; Die bereits erfolgte Exkursion im Jahr 2016 und andere Vorarbeiten sind Grundlagen dafür, die Schwerpunkte zur Weiterarbeit in zu verfolgen. Wenn dieser "Aktionsplan" vorliegt, können Kosten und Finanzierung abgeschätzt werden.
  5. Zukunftsweisende Energieprojekte forcieren
    Es wird am Bau einer E-Ladestation, einer stärkeren Verbreitung von E-Mobilität gearbeitet; weitere Themen: Mobilität, Energiespeicherung, regionaler Gedanke;
    Bisher befasste sich der Projektleiter erfolgreich mit der Errichtung einer Ladestation für Elektroautos, wobei der verwendete Strom großteils aus Gemeinde eigener Solarenergie stammt. Das Besondere daran: vorerst ist die Nutzung dieser Tankstelle kostenlos. Im kommenden Jahr möchte der Projektleiter seine Informationsarbeit auf andere innovative Energieträger ausweiten, z. B. Energiespeicher für den Hausgebrauch. Dies deckt sich mit den Leitbildzielen, dass St. Martin bei Lofer wieder zu einer Vorbild-Gemeinde für erneuerbare Energie werden soll.
  6. Vorderkaser-Klamm
    Die touristische Nutzung der Vorderkaserklamm unter Berücksichtigung des Naturjuwels wird intensiv diskutiert und bearbeitet; Wegen der beträchtlichen Hochwasserschäden im Simmer 2016 musste die Umsetzung dieses Vorhabens gestoppt werden. LEADER-Gelder stehen für eine (Teil-)realisierung zur Verfügung. Seitens der Gemeinde ist beabsichtigt, ab Frühjahr 2017 kräftig durchzustarten.
  7. Spurensuche "Hl. Martin in Österreich"
  8. Gemeinsame Website der Vereine
    In Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen und Gruppen schaffen wir eine aktuell gehaltene Website, auf der alle Aktivitäten und Veranstaltungen angekündigt werden. Dies soll auch dazu beitragen, dass die Angebote zur Erwachsenenbildung wieder besser besucht werden.
  9. Hochwasserschutz
    Dies ist eine Aufgabe der Gemeinde, soll jedoch in die kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit der Agenda 21 einbezogen werden.
  10. "Regenbogen-Programm" für Einheimische und Gäste in der touristischen Sommersaison
    Die Ausrichtung des Sommertourismus auf den Schwerpunkt "Natur" bringt es mit sich, dass bei länger andauerndem Regenwetter für Familien mit Kindern das Angebot unzureichend ist.


Ablauf Agenda 21-Basisprozess in St. Martin

​März 2016​Erstes Treffen Kernteam
​April 2016​Zukunftsdialog
​15. Oktober 2016​Exkursion zu Modellen der Nahversorgung und bäuerlichen Direktvermarktung
​19. November 2016​Gipfelkonferenz
​19. Jänner 2017​Neujahrsempfang (EinladungPressemeldung 1Pressemeldung 2)


Prozessbegleitung

Karlo Hujber (Ideenkreis) und Sabine Pinterits (Umweltbüro)


Begleitung durch das SIR

Kristina Sommerauer (SIR)


Ansprechperson in der Gemeinde für Agenda 21

Bgm. Josef Leitinger
buergermeister@stmartin.at
Tel.: 06588 / 8510-71

Michael Lackner (Gemeinderat)