Blaumeise

Blaumeisen sind relativ häufig

Blaumeisen sind kleine, ungefährdete Vögel, die an ihrem blauen Scheitel und ihres gelben Bauches gut erkennbar sind. Sie kommen in ganz Mitteleuropa vor und sind auch in der Nähe des Menschen zu finden

Die Vögel gehören zur Familie der Meisen, sind mit 10-12cm kleiner als Sperlinge und ihre Schwesternart Kohlmeise; sie sind leicht an ihrem lebhaft blauen Oberkopf, Flügeln und Schwanz erkennbar. Die Unterseite ist gelb mit schwarzem Mittelstreif. Der blaue Scheitel ist weiß eingefasst, Stirn und Wangen sind ebenfalls weiß. Blaumeisen besitzen einen durch das Auge verlaufenden schwarzen Augenstrich. Ihr Kinn ist blauschwarz bis schwarz. Der Rücken ist beim erwachsenen Vogel ist grünlich, das Weibchen dagegen etwas matter gefärbt als die Männchen. Das Jugendkleid ist viel heller, die Oberseite im Jugendkleid grün-bräunlich gefärbt, die Wangen gelblich statt weiß. Vom Verhalten sind sie ähnlich den Kohlmeisen, sehr lebhaft und wenig scheu und daher gut zu beobachten. Blaumeisen sind geschickte Turner, die sich gerne - sogar kopfunter - auf dünnen Zweigen bewegen,

Der Ruf der Blaumeise ist ein hohes "zi-zi-zi", bei Erregung dagegen ein "tscherretet" oder "ter'r'r'r'ett'ett". Der Lockruf ist schnell "sisidüdü" mit tieferem Schlusston. Ihr Gesang dagegen sind Strophen von sehr hellen und reinen Tönen, gefolgt von tieferen, trillernden Reihen wie "zii-zii-tütü-…." oder " "zizizizi". Blaumeisen beginnen ab Mitte Februar zu singen.

Gesang der Blaumeise

Die Vögel haben ein großes Verbreitungsgebiet

Blaumeisen kommen in ganz Mitteleuropa vor, ihre nördliche Verbreitungsgrenze ist Mittelskandinavien, ostwärts der Ural, im Süden Nordafrika bis ungefähr zum Atlas. Sie besiedelt auch Kleinasien und den Iran. Bei uns ist sie im Tiefland und im Bergland nur in den tieferen Stufen zu finden. Auch im Land Salzburg gilt sie als häufige Meisenart. Bevorzugte Lebensräume sind Laub- und Mischwälder, Parks, Gärten und Feldgehölze. Sie nehmen Eichen gerne an und besiedeln öfter auch Nistkästen.

Verbreitungsgebiet

Die Nahrung besteht aus Insekten und deren Larven, von Spinnen und anderen Kleintieren, Sämereien und Talg. Im Winter sind Blaumeisen regelmäßige Besucher der Futterstellen, wo sie Meisenknödel und -ringe besonders schätzen. Große Körner wie Sonnenblumenkerne oder Hanfsamen werden von ihnen nicht so sehr geschätzt. Blaumeisen versuchen, ein Samenkorn mit schabenden Bewegungen anzuritzen bzw. aufzuzwicken und mit Bissen die Schale zu öffnen. Im Winter suchen sie auch im Schilf nach Nahrung.

Nach Angaben der Salzburger Biodiversitätsdatenbank kommt sie u.a. im Natura 2000-Gebiet Salzachauen, dem Natura 2000-Gebiet Wenger Moor, dem Natura 2000-Gebiet Weidmoos, dem Europaschutzgebiet Oichtenriede und dem Natura 2000-Gebiet Bluntautal vor.

Blaumeisen haben ein ausgeprägtes Balz- und Brutverhalten

Blaumeisen sind Höhlenbrüter; ihr Nest legen sie in Baumhöhlen, Astlöchern, und Mauerlöchern an. Es besteht aus Moos und anderen weichen Pflanzenteilen und wird mit Federn und Haaren ausgepolstert. Während der Balz sieht man sie oft kurze Strecken in schmetterlingsartigem Segelflug fliegen. Außerhalb der Balz schließen sie sich gerne gemischten Meisentrupps an. Legebeginn ist ab Mitte April die Vögel haben 1, selten 2 Jahresbruten. Sie legen 7-13 weiße, rötlich getupfte Eier, die das Weibchen bebrütet, während das Männchen für Nahrung sorgt Die Brut dauert 12 - 14 Tage. Die Jungen haben nur am Kopf und den Schultern einige grauweiße Dunen; ihr Rachen ist als überoptimales Fütterungssignal für die Eltern orangerot gefärbt, die Schnabelwülste gelb, d.h. dass die Eltern füttern müssen, wenn die Nestlinge den Schnabel aufreißen. Nach dem Schlupf bleiben sie bis 3 Wochen im Nest und werden von beiden Eltern gefüttert, bevor sie ausfliegen und die Familie sich auflöst.

Blaumeisen sind ungefährdet

Blaumeisen gelten nach Angaben von BIRDLIFE und ZULKA et al. (2005) als regelmäßige, ungefährdete Brutvögel in Österreich. ZULKA et al. (2005) sehen die Bestandessituation als sehr häufig an, die Bestandes- und Arealentwicklung stabil; die Habitatverfügbarkeit der Art ist hoch, die Entwicklung der Habitatsituation gleich bleibend. Anthropogene Beeinflussung dieser Art durch den Menschen ist anscheinend nicht gegeben. Blaumeisen sind im gesamten Bundesland durch die Bestimmungen der Salzburger Tier- und Pflanzenartenschutz-VO geschützt.


Literatur




Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Listen

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

Vogelschutz-Richtlinie

Bonner Konvention

Biodiversität in Österreich

Birdlife

Umweltbundesamt