Konzept Ökologischer Fußabdruck

Der Ökologische Fußabdruck ist ein Messinstrument, das zeigt, wie viel Ressourcen (Rohstoffe und Energie) wir im Alltag benötigen und wie viel Fläche notwendig ist, um all diese Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Es kann als Buchhaltungsinstrument für die natürlichen Ressourcen gesehen werden, das deutlich macht, wie viel wir haben (biolog. produktive Fläche) und wie viel wir verbrauchen.
ein Fuss aus dem Städte wachsen als Symbol für den Ökologischen Fussabdruck
Abb. Naturverbrauch© Ein Projekt von Matthias Schnauss in Zusammenarbeit mit GRÜNE LIGA Berlin e.V. und KATE
e.V.
Kurz gesagt, der Ökologische Fußabdruck misst, wie viel Fläche der Erde wir zum Leben brauchen. Da unsere Erde nicht unbegrenzt vorhanden ist, stehen jedem Menschen bei gerechter Verteilung 1,6 gha zur Verfügung.

Mindestens 20% der Flächen sollten für alle übrigen Wesen der Schöpfung dauerhaft zur Verfügung stehen. Also verbliebe für jeden Menschen heute sogar nur ein fairer Anteil von etwa 1,4 gHa.
Der Fußabdruck-Rechner sagt, ob wir mit den vorhandenen Ressourcen auskommen oder mit dem persönlichen Ökologischen Fußabdrucks anderen Menschen bereits auf den Füßen stehen.

Der WWF veröffentlicht alle zwei Jahre, zuletzt im Jahr 2020, einen Bericht, der den Ökologischen Fußabdruck für einzelne Länder berechnet. Der Living Planet Report 2020 hat für Österreich einen Ökologischen Fußabdruck von der Größe von 5,31 globalen Hektar berechnet. Wenn also alle Menschen so leben würden wie wir, bräuchten wir 3 Erden. Damit liegen wir deutlich über dem gerechten Ökologischen Fußabdruck. Dieser beträgt nur 1,6 globalen Hektar.

Im Jahr 2008 startete das Umweltressort des Bundeslandes Salzburg die Initiative „Leben auf (zu) großem Fuß" mit dem Ziel, ein verstärktes Umweltbewusstsein in der Salzburger Bevölkerung zu erreichen. 
Um das Thema Nachhaltigkeit altersgerecht zu vermitteln, gibt es verschiedene Workshop-Angebote, welche den Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen die komplexen globalen Zusammenhänge verstehen, um aktiv und eigenverantwortlich ihr Lebensumfeld und ihre Zukunft mitgestalten zu können, orientiert an den Werten einer nachhaltigen Entwicklung.

Entwickelt wurde das Konzept Mitte der 1990er Jahre von William Rees und Mathis Wackernagel.