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Was tut sich bei Agenda 21 Salzburg und in den Gemeinden?

Kinder und Jugendliche beteiligen: Agenda 21-Gemeinden als Vorbilder

In Agenda 21-Prozessen bekommen auch die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft die Möglichkeit ihre Stimmen, Meinungen und Ideen einzubringen. Die Einbindung dieser Zielgruppen stellt aber auch besondere Herausforderungen.

Einige Salzburger Agenda 21-Gemeinden nehmen diese an und legen bewusst einen Fokus auf Kinder und Jugendliche, wie zum Beispiel Obertrum in seinem Agenda 21-Prozess von Mai 2021 bis Oktober 2022. Die SchülerInnen der Neue Mittelschule nahmen bei einem Agenda 21-Workshop teil und bearbeiteten in Gruppenarbeiten selbstständig das Thema „Zukunft Obertrum“ zu den Fragen: Was gefällt uns als Jugendliche an unserem Ort? Wo halte ich mich gerne auf? Was fehlt mir? Welche Möglichkeiten haben Jugendliche im Ort mitzugestalten? Die Meinungen daraus, präsentierten die SchülerInnen bei einem weiteren Workshop und bei der Abschlussveranstaltung im Oktober 2022.

Außerdem schufen die Kinder der Volksschule kreative Zeichnungen und zeichneten sich an ihren jeweiligen Lieblingsplätzen in Obertrum. Die Werke „Ich an meinem Lieblingsplatz“ konnten beim Zukunftstag von allen TeilnehmerInnen bewundert werden und fließen in die Gesamtauswertung des Prozesses ein.

Wunschgeschichten-SchreiberInnen aus Schleedorf© Raumsinn
Auch in Schleedorf wurden die Volksschulkinder in Schleedorf im laufenden Agenda 21-Prozess kreativ beteiligt. Als kleine SchriftstellerInnen schrieben sie „Wunschgeschichten für Schleedorf“ und entwickelten dabei Ideen, die sicher alle Kinder toll finden, z.B. mehr Veranstaltungen für Kinder. Aber auch die Umwelt ist den jungen SchleedorferInnen ein Anliegen, und sie plädieren für weniger Müll in der Natur und für längere Öffnungszeiten im Recyclinghof. Vier Kinder der Volksschule nutzten die Bühne beim BürgerInnencafé und lasen stolz ihre Geschichten vor.


Jugendrat Obertrum© Raumsinn

Ein Jugendrat, mit per Zufall aus dem Melderegister eingeladenen Jugendlichen, ist eine weitere Möglichkeit diese Gruppe ganz gezielt zu einzubinden. In Obertrum fand ein Jugendrat mit 4 Mädchen und 5 Burschen, im Alter von 16 – 19 Jahren statt. Die Fragen, wie und wo Jugendliche in Zukunft ihre Freizeit verbringen können, was zu einem klimafreundlichen Lebensstil beigetragen kann und was Jugendliche brauchen, um in Obertrum zu bleiben, beschäftigten die TeilnehmerInnen. Die Ergebnisse flossen, nachdem sie den Projektgruppen und dem Kernteam präsentiert wurden, in die Projektgruppenarbeit ein. Es zeigte sich, dass Vieles, was für die Jugendlichen wichtig ist, sich auch in den Themen der Projektgruppen wiederfinden, z.B. regionale Lebensmittel und deren Vermarktung.

Gemeinden können nach dem Agenda 21-Basisprozess einen speziell auf die Jugend fokussierten Folgeprozess anschließen. Im Jugendfolgeprozess von Thalgau standen die Bedürfnisse der Jugendlichen im Mittelpunkt. In drei gezielten Workshops (zwei mit SchülerInnen der Neuen Mittelschule und einer mit der Landjugend) beschäftigten sich die Jugendlichen mit den folgenden Fragen: Was gefällt mir besonders an Thalgau? Wie und wo verbringen wir unsere Freizeit in Thalgau? Was könnte verbessert werden? Die Ergebnisse wurden der breiten Öffentlichkeit und den politischen VertreterInnen präsentiert.



Abschlusspräsentationen der Projektschmiedenlehrgänge 2021/2022 und 2022
Im Mai 2022 präsentierten die TeilnehmerInnen des sechsten Projektschmieden-Lehrganges bei einer PECHA KUCHA NIGHT spezial in der ARGEkultur Salzburg ihre Projekte und LHStv.Hr.Dr. Heinrich Schellhorn überreichte die Zertifikate. Etwas später, im Juli 2022 gestalteten dieTeilnehmerInnen des kompakten Projektschmieden-Lehrganges 2022 ihren Abschlussabend in Seeham, unter dem Motto "Begegnung".

Projektschmiede 2022: Abschlussabend© Agenda 21

Lebendige Begegnungsräume – Agenda 21 - Exkursion am Samstag 19. März 2022
Räume oder ein Haus der Begegnung sind immer wieder Thema bei Agenda 21-Prozessen.
Um den Gemeinden Gemeinde Impulse zu geben, organisierte das Agenda 21-Team ein Exkursion,
zu Orten, wo durch Kreativität, durch „Kümmerer“, durch Offenheit und durch unterschiedliche Zielgruppen und Nutzungen ein lebendiger „Raum für Begegnung“ entstanden ist:
die Giesserei in Ried im Innkreis, Genussvolle Trainings - Consenso in Eferding, das Offene Kunst und Kultur Haus in Vöcklabruck, der Dorfsalon in Lenzing
Die ausgewählten Orte zeichnen sich auch dadurch aus, dass wenig Geld notwendig war, um die Räume zu adaptieren.
Gruppenfoto_Exkursion_Begegnungsräume
© Agenda 21

Klimaschutz - wie kannst du deinen persönlichen Beitrag leisten?
Die Art und Weise, wie wir leben, was wir essen, was und wie viel wir kaufen, beeinflusst nicht nur unsere unmittelbare Umwelt, sondern hat globale Auswirkungen. 
Was wir tun können und warum unser Handeln jetzt so wichtig für unsere Zukunft ist, erfährst du in der brandneuen Broschüre "Klimaschutz leben - Wie schütze ich mein Klima?"
Das Klimabündnis Salzburg hat in Zusammenarbeit mit SALZBURG 2050 und uns vom Agenda 21-Team spannende Fakten und konkrete Tipps ausgearbeitet: praxisnahe Beispiele bringen in den Lebensbereichen Mobilität, Ernährung, Konsum und Energie auf den Punkt, was Klimaschutz unserer Umwelt und uns ganz persönlich bringt.
Broschüre Klimaschutz leben© Klimabündnis Salzburg