Berechnungsgrundlagen


Je nach Verursachergruppe und Schadstoff werden unterschiedliche Datenquellen und Berechnungsmethoden herangezogen:

  • Bei Industriebetrieben und Heiz(kraft)werken (Punktquellen) werden regelmäßig die tatsächlichen Energieverbräuche und – soweit möglich – auch die gemessenen Emissionen erhoben.
  • Für andere stationäre Quellen (Haushalte, Gewerbebetriebe) und den Off-Road-Bereich (Traktoren, Baumaschinen etc.) werden u.a. Erhebungen der Statistik Austria über den Energieverbrauch herangezogen.
  • Aus dem Energieverbrauch werden die Emissionen anhand der aktuellsten verfügbaren Emissionsfaktoren berechnet.
  • Basis für die Berechnung der Emissionen des Verkehrs (Linienquellen) sind Daten des Landes (Landesstraßen B und L), der Stadt Salzburg (gesamtes Straßennetz der Stadt) und der Asfinag (Autobahnen), die an den Schnittstellen aufeinander abgestimmt und gegebenenfalls ergänzt werden.
  • Die Verkehrsstärke (JDTV), der LKW-Anteil, die Längsneigung und das Fahrmuster werden für jeden der ca. 36.000 Straßenabschnitte individuell zugewiesen.
  • Die Emissionsfaktoren für den Verkehr stammen aus der internationalen Datenbank "HBEFA 3.1", die den Stand der Technik darstellt und ein Gemeinschaftsprojekt der Länder Deutschland, Schweiz und Österreich ist.
  • Für alle Gemeinden ausgenommen die Stadt Salzburg wird noch ein zusätzlicher "Flächenverkehr" angenommen (abseits der Landesstraßen und Autobahnen). Zusätzliche Emissionen durch die Fahrt mit kaltem Motor ("Kaltstartemissionen") werden ebenfalls statistisch ermittelt.
  • Weitere Emissionsquellen werden der Bundesländerschadstoffinventur entnommen.


Als Bezugsjahr für die Emissionsberechnung zur Erstellung von Ausbreitungskarten wurde das Jahr 2010 gewählt, weil insbesondere die Verkehrszahlen für dieses Jahr ermittelt wurden.


Räumlich und zeitliche Verteilung der Emissionen

Die räumliche Zuordnung ist für Punkt- und Linienquellen auf wenige Meter genau (Austrittsöffnung des Kamins bzw. Verlauf der Straße). Statistisch ermittelte Emissionen werden so gut wie möglich flächig aufgeteilt (z.B. nach Bevölkerungsdichte,  landwirtschaftlich genutzter Fläche oder installierter Heizleistung).

Die Austrittshöhe über Grund ist bei Punktquellen in der Regel bekannt. Straßen liegen "flach" auf dem Gelände auf (d.h., dass die Lage auf Brücken oder Dämmen nicht berücksichtigt wird).

Für jede Quellgruppe wird ein typischer zeitlicher Verlauf der Emissionen für die jahreszeitliche Verteilung und den Tagesgang angenommen. Beim Verkehr werden dadurch beispielsweise die Morgen- und Abendspitzen berücksichtigt, Heizungen laufen – im Gegensatz zu Industrieanlagen - überwiegend in der kalten Jahreszeit.