SEMIKAT

Salzburger Emissionskataster

Durch viele seiner Tätigkeiten verändert der Mensch die Zusammensetzung der Atmosphäre, indem er den Anteil einzelner Stoffe über das natürliche Ausmaß anhebt oder ganz neue Substanzen einbringt.
Viele dieser Stoffe können – bei entsprechend hoher Konzentration – die Gesundheit des Menschen und das Wachstum der Pflanzen beeinträchtigen oder weltweite Klimaveränderungen bewirken.
Für die Planung von Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität und zur Verringerung des Treibhauseffektes ist es notwendig zu wissen, woher diese Schadstoffe und Treibhausgase eigentlich stammen.
Im Laufe des 20-jährigen Bestehens des SEMIKAT wurden die Eingangsdaten und Berechnungsmethoden immer wieder an geänderte Fragestellungen angepasst. Schwefeldioxid (als Hauptverursacher des "Sauren Regens") ist beispielsweise kaum mehr von Interesse, dafür wurde Feinstaub in die Liste der Schadstoffe aufgenommen.

Basis für Immissionskataster

In den letzten Jahren sind Ausbreitungsmodelle und Computer so leistungsfähig geworden, dass detaillierte Immissionskataster (Luftgütekarten) für größere Gebiete und mit relativ hoher Auflösung berechnet werden können. Entsprechend ist eine möglichst genaue Verortung der Emissionen erforderlich. Mit 2010 als Stichjahr wird derzeit ein hochaufgelösten Emissionskataster für Stickstoffoxide (NOx) ausgearbeitet. Die Ergebnisse der darauf aufbauenden Ausbreitungsrechnung liegen für den Zentralraum jetzt vor.

Bilanzen des Umweltbundesamts

Für die Bilanzierung von Treibhausgasen, die noch ein Schwerpunkt der Berechnungen 2006 waren, ist es nicht relevant, wo im Land Salzburg die Emissionen auftreten. Wichtiger sind hier die Vergleichbarkeit mit anderen Bundesländern und der gesamtösterreichischen Bilanz sowie eine jährliche Aktualisierung zur Beobachtung der Entwicklung. Als "offizielle" Gesamtemissionen für Salzburg sind daher die Daten der Bundesländer-Luftschadstoff-Inventur des Umweltbundesamtes (BLI) die Emissionen des Verkehrs auch ohne "Kraftstoffexport im Tank" (allgemein als "Tanktourismus" bezeichnet) ausgewiesen werden.