Salzburger Abfallwirtschaftsplan 2006

Abfallwirtschaftlich relevante Tätigkeiten durchziehen sämtliche Bereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Dies reicht von der Produktgestaltung über die Verwendung und Wiederverwendung von Produkten, bis zur Entsorgung, Verwertung und Beseitigung von Resten. Unmittelbare und mittelbare Auswirkungen auf die Umwelt durch die Erzeugung, Verwendung und Entsorgung einschließlich der Verlagerung von Schadstoffen in Produkte, Sekundärprodukte und Reste stehen dabei genauso im Mittelpunkt des Interesses wie betriebs- und gesamtwirtschaftliche Fragen aller beteiligten Akteure.


Die abfallwirtschaftliche Planungstätigkeit als Aufgabe der öffentlichen Hand ist durch Vorgaben auf Ebene der Europäischen Union sowie auf nationaler und auf Landes-Ebene rechtlich verankert. Mit abfallwirtschaftlicher Planung ist eine koordinierende und leitliniengebende Rolle verbunden, in deren Mittelpunkt das Setzen von Zielen und Rahmenbedingungen sowie das Entwickeln von Strategien zur Erreichung einer ausgewogenen ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung steht. Das Kernziel liegt somit in der Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung aus dem Blickwinkel und unter den Aspekten abfallwirtschaftlicher Tätigkeiten. Dabei liegt die Hauptaufgabe der abfallwirtschaftlichen Planung in einer interessensausgleichenden Funktion mit dem Ziel der Sicherstellung einer nachhaltigen Entwicklung.

Der nun vorliegende Salzburger Abfallwirtschaftsplan 2006 (pdf, 5.5 MB) untergliedert sich in folgende Teile:

Teil A: Bestandsaufnahme – Abfallwirtschaftsbericht

Teil B: Bewertung der gegenwärtigen Situation

Teil C: Ziel und Maßnahmen

Teil D: Zusammenfassende Erklärung, Replik und Stellungnahmen


Teil C formuliert Ziele, die bezogen auf das jeweilige abfallwirtschaftliche Thema die  prioritären Zielsetzungen wiedergeben und durch die formulierten Maßnahmen den Weg zur Zielerreichung skizzieren.

Da der Abfallwirtschaftsplan inhaltliche Schwerpunkte des abfallwirtschaftlichen Handelns der Landesregierung festschreibt, wurden für die Formulierung von Zielsetzungen und Maßnahmen jene Themenbereiche ausgewählt, deren Bearbeitung als vordringlich angesehen wird.


Der Erarbeitung des Salzburger Abfallwirtschaftsplanes 2006 gingen eine gründliche Vorbereitung und die Durchführung einer Strategischen Umweltprüfung (SUP) voraus. Im Rahmen der SUP wurden für verschiedene Planungsvarianten die Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft betrachtet und bewertet. In die SUP waren auch Vertreter des Gemeindeverbandes, des Städtebundes, der Abfall(wirtschafts)verbände, der Wirtschaftskammer, der Industriellenvereinigung, der Arbeiterkammer, der Landesumweltanwaltschaft, des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft sowie externe Experten eingebunden. Der Prozess der SUP wurde mit der Vorlage des sog. Umweltberichtes (pdf, 1 MB) abgeschlossen.


Aus den Ergebnissen der SUP, den abfallwirtschaftlichen Zielen und Grundsätzen, wie sie sowohl im Bundesabfallwirtschaftsgesetz als auch im Salzburger Abfallwirtschaftsgesetz festgelegt sind, und den Erfahrungen aus der Bewältigung abfallwirtschaftlicher Herausforderungen wurde schließlich ein Entwurf des Salzburger Abfallwirtschaftsplanes erstellt und dem Verfahren der Öffentlichkeitsbeteiligung unterzogen. Nach Abschluss dieses Verfahrens liegt nun der Salzburger Abfallwirtschaftsplan 2006 vor, dessen Umsetzung auch von den an der SUP beteiligten Institutionen begleitet wird.