Lawinenlagebericht Land Salzburg

für Dienstag 30.01.2018

Bedauerlicherweise ist der IT-Server in einem größeren Umfang beschädigt. An der Behebung wird gearbeitet.
In dieser Zeit stehen die Informationen eingeschränkt zur Verfügung.
Das Intranet für die LWKs steht derzeit nicht zur Verfügung.
Telefonische Beratung weiterhin unter +43 662 8042-2170.

Wetterdaten und Schneeprofile


Gefahrenstufen

Osterhorngruppe        GERING
Nordalpen        GERING
Inneralpine Grasberge    GERING
Hohe Tauern        MÄSSIG
Niedere Tauern        GERING
Nockberge        GERING


Überwiegend geringe Gefahr

Die Absturzgefahr ist größer als die Lawinengefahr. Es gibt aktuell nur ganz wenige Stellen, wo man mit viel Pech trockene Schneebretter auslösen kann (Übergänge von wenig zu viel, eher schneearm, sehr steil, große Zusatzbelastung). Die Aktivität der Gleitschneelawinen sollte man beachten (bis 2300 m). Allgemein viel Harsch, teils Bruchharsch, schattseitig bisschen Pulver.

GEFAHRENBEURTEILUNG
Allgemein GERINGE (1) Lawinengefahr, ober 2300 m ist sie insbesondere in den Hohen Tauern wegen den Windeinfluss der Vortage noch MÄßIG (2).

Die Gefahr abzustürzen ist im extrem steilen Gelände höher als von einer Lawine verschüttet zu werden. Folgende potenzielle Gefahrenmomente gibt es noch: - Im hochalpinen Gelände gibt es dünne Triebschneelinsen der letzten Tage, die man vereinzelt auslösen kann (Mitreiß- und Absturzrisiko). - In schneearmen Übergängen ober 2300 m sind eventuell im Nord- und Ostsektor (NW-O-S) an wenigen Stellen alten Triebschneepakete mit großer Zusatzbelastung auslösbar. - Aus extrem steilen Grasmatten unterhalb ca. 2200 m sind vereinzelte, spontane Gleitschneelawinen möglich; diese können beachtliche Anrisse haben. Risse meiden!

SCHNEEDECKE
Die Schneedecke ist gut gesetzt. Die Oberflächen sind überwiegend hart (von brüchigem Schmelz- und Windharsch bis hin zu kompakten Deckeln). Rein schattseitig und windgeschützt findet man noch abgestandenen Pulver. Sonnseitig wird es heute nur minimal weich werden, meist nur in den tieferen Lagen.

Gestern und vorgestern hat der Wind ober 2300 m geringfügig umgelagert. Ein paar dünne Triebschneelinsen sind da und dort auslösbar. Ältere Triebschneepakete aus der Niederschlagsepisode vom 17.-23.01. sind kaum mehr zu stören. Am Auffälligsten ist noch eine mittlerweile gut eingepackte Reifschicht im Höhenband zwischen 1800 und etwa 2200 m, die man bei den Schneedeckenuntersuchungen noch verbreitet findet. Auf sehr steilen, glatten Hängen gleitet die gesamte Schneedecke weiterhin und reißt tiefe Mäuler auf.


Alpinwetter der ZAMG
Bis etwa Mittag ist die Sicht vor allem in den Nordalpen durch Wolken und Nebel eingeschränkt. Richtung Tauern hin ist die Sicht deutlich besser. Am Nachmittag überall Wetterbesserung. Es wird abseits vom direkten Alpennordrand meist sonnig. Starker Wind mit 50 km/h, der am Nachmittag nachlässt. Kälter als zuletzt. In 2000m um -4 Grad, in 3000m um -6 Grad.
Morgen, Mittwoch, ist die Sicht ganz gut, auch die Sonne scheint immer wieder. Zeitweise ziehen mittelhohe Schichtwolken über die Gipfel hinweg. Es weht schwacher bis mäßig starker Südwind, der sich am Nachmittag in den Hohen Tauern zulegt. In 2000m um -1 Grad, in 3000m um -5 Grad.


TENDENZ
Am Mittwoch unverändert günstig. Ab Donnerstag ändert sich mit dem Neuschnee die Situation.


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