KulturLand Salzburg

• Weltweit geschätztes Zentrum der Musik und Kultur mit zahlreichen Festivals
• Hunderte Kultureinrichtungen bieten breites Programm von Klassik bis Moderne
• Vielfältige Initiativen zur Förderung zeitgenössischer Kunst
• Heimat großer Künstler wie Mozart und Karajan
• Reiche volkskulturelle Tradition und zahllose Brauchtums-Vereine
• Salzburger Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe
• Kulturelles Erbe auf dem Land wird bewahrt

Weltweit geschätztes Zentrum der Musik und Kultur mit zahlreichen Festivals

Das ganze Jahr über ist Salzburg mit seinen zahlreichen hochkarätigen Festivals unterschiedlichster Ausrichtung Anziehungspunkt für Musikliebhaber aus aller Welt.

Mozartwoche
Jeweils in der Zeit um Mozarts Geburtstag am 27. Januar setzt die Internationale Stiftung Mozarteum bereits seit 1954 einen künstlerischen Akzent im europäischen Konzertleben, der während des gesamten Kalenderjahres kaum zu überbieten ist. 2007 wurde eine neue Programmlinie initiiert: Während Werke von Mozart den Mittelpunkt des Festivals darstellen, werden ihm Werke anderer Komponisten und Epochen bis hin zur Gegenwart gegenübergestellt.

Aspekte Salzburg
Die Aspekte Salzburg wurden 1977 gegründet und führen das jährlich im Frühjahr stattfindende Festival für zeitgenössische Musik in Salzburg durch. Neben zahlreichen Werken österreichischer Komponisten konnten viele international anerkannte Werke bedeutender Komponisten des 20. Jahrhunderts in Salzburg aufgeführt werden.

Osterfestspiele Salzburg
1967 wurden die Osterfestspiele von Herbert von Karajan gegründet. Sie etablierten sich von Beginn an zu einem der exklusivsten, künstlerisch brillantesten und international renommiertesten Festivals im globalen Festspielreigen. Im Zentrum stehen seit jeher eine aufwändige Opern-Neuproduktion im Großen Festspielhaus und das große Orchester-Repertoire.

Pfingstfestspiele Salzburg
Auch die Pfingstfestspiele in Salzburg sind eine Gründung von Herbert von Karajan. Sie begannen 1973 als exquisiter, kleiner Konzertreigen und steigerten sich im Laufe der Jahre bis hin zu einem Spektakel mit einem Schwerpunkt auf Barockmusik.

Salzburger Festspiele
Die Geburtsstunde der Salzburger Festspiele schlug am 22. August 1920, als auf dem Domplatz Hugo von Hofmannsthals Moralität Jedermann in der Regie von Max Reinhardt erstmals aufgeführt wurde. Seither etablierten sich die Salzburger Festspiele als das bedeutendste Festival für Oper, Schauspiel und Konzert. In den letzten Julitagen und im ganzen August finden alljährlich zirka 200 Veranstaltungen mit mehr als 200.000 Besuchern statt.

Internationales Jazzfestival Saalfelden
Das Jazz-Festival Saalfelden ist seit 1978 kulturelles Aushängeschild der Pinzgauer Stadt. Durch das Festival wird Saalfelden alljährlich im Herbst zum Mekka der internationalen Jazzszene.

Jazz and The City in Salzburg
Seit 1996 hat die Stadt Salzburg alljährlich Ende Oktober/Anfang November ein weiteres Festival in ihrem Kulturprogramm: Jazz and The City. Bei den Konzerten sind die Größen der internationalen Jazzszene ebenso vertreten wie österreichische Ausnahmemusiker.

Salzburger Adventsingen
Das Salzburger Adventsingen wurde 1946 als kleine, private Feier von Tobi Reiser d. Ä. aus der Taufe gehoben und avancierte im Großen Festspielhaus mit jährlich rund 40.000 Zuschauern zu einer der wichtigsten kulturellen Veranstaltungen des Landes. Das Adventsingen gilt in seiner Form als weltweit einzigartig.


Hunderte Kultureinrichtungen bieten breites Programm von Klassik bis Moderne

Insgesamt sind rund 140 größere und kleinere Museen und Sammlungen mit verschiedensten Sammlungsschwerpunkten, Führungen und museumspädagogischen Programmen in der Landeshauptstadt und in den Landbezirken zu finden. Das Ausstellungsangebot reicht von Kostbarkeiten aus Alltagsleben und Gesellschaft über Kleinodien aus Handwerk und Technik bis hin zu Raritäten aus Kunst und Kultur. Dazu kommen noch mehr als 50 Galerien, die die neuesten Strömungen der zeitgenössischen Bildenden Kunst repräsentieren, sowie rund 50 Kulturzentren und -initiativen in Stadt und Land. Die Kulturveranstalter sorgen mit ihren Programmen für ein äußerst lebendiges Kulturangebot. Die Palette reicht dabei vom Orchester- bis zum Rockkonzert, von der Oper bis zum experimentellen Tanztheater, von Kirchenmusik bis zum Kinder- und Jugendtheater, vom Schauspiel bis zur Lesung, vom Volkstanz bis zum Mittelalterfest. Allein in der Landeshauptstadt Salzburg gab es im Jahr 2017 mehr als 4.800 Kulturveranstaltungen, bei denen rund 750.000 Besucher gezählt wurden. Salzburg hat sich in den vergangenen Jahren wieder als bedeutender Filmstandort etabliert. Der schon vor mehr als 50 Jahren hier gedrehte Film "The Sound of Music" - die erfolgreichste Musical-Verfilmung und der dritterfolgreichste Film aller Zeiten - machte das Land und die Geschichte der Familie von Trapp in aller Welt bekannt.


Vielfältige Initiativen zur Förderung zeitgenössischer Kunst

Die Förderung Neuer Medien sowie zeitgenössischer Literatur und Kunst bildet einen Schwerpunkt in der Kulturpolitik des Landes. Zahlreiche Preise, die in regelmäßigen Abständen ausgeschrieben werden, liefern Impulse für eine lebendige Auseinandersetzung mit modernen Kunstformen. Mit dem Musikpreis Salzburg, dem internationalen Kompositionspreis des Landes Salzburg, wird eine der europaweit höchst dotierten Auszeichnungen in der zeitgenössischen Musik vergeben. Bei Festivals und Veranstaltungsreihen wie Aspekte, Dialoge Festival, Sommerszene, Schmiede in Hallein und anderen stehen neue kulturelle Ausdrucksformen im Zentrum. Ein auf zehn Jahre angelegter Kulturstättenplan mit einem Gesamtvolumen von rund 70 Millionen Euro ermöglichte in den vergangenen Jahren den Um-, Aus- und Neubau von rund einem Dutzend Spielstätten, Museen und Veranstaltungsorten. Profitiert haben davon gleichermaßen die "Hochkultur" (Haus für Mozart, Renovierung des Landestheaters), die Bildende Kunst (Museum der Moderne auf dem Mönchsberg, Keltenmuseum in Hallein, Salzburg Museum in der Neuen Residenz) als auch zeitgenössische Initiativen wie beispielsweise Rockhouse, Jazzit, Stadtkino in der Landeshauptstadt oder Nexus in Saalfelden. Mit der ARGEKultur in Salzburg-Nonntal wurde das zweitgrößte Kulturzentrum Österreichs verwirklicht. Das Salzburg Museum wurde 2009 mit dem "European Museum of the Year Award", dem Europäischen Museumspreis, als bestes Museum Europas ausgezeichnet.


Heimat großer Künstler wie Mozart und Karajan

Salzburg ist ein Land mit einem reichen Kulturerbe. In Wolfgang Amadeus Mozart, dem bekanntesten Sohn des Landes, der am 27. Jänner 1756 das Licht der Welt erblickte († 1791), findet die musikalische Tradition ihren Höhepunkt. Diese Tradition wird heute noch gepflegt, einerseits in der Kunstuniversität Mozarteum sowie der Internationalen Stiftung Mozarteum und andererseits in den weltbekannten Salzburger Festspielen. Mozarts Geburtshaus in der Getreidegasse und sein Wohnhaus am Makartplatz sind heute Museen. Der weltbekannte Dirigent, Musikmanager und Regisseur Herbert von Karajan wurde am 5. April 1908 in Salzburg geboren († 1998). Er war Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, Direktor der Wiener Staatsoper und prägte rund vier Jahrzehnte lang das Bild der Salzburger Festspiele. Weitere Salzburger Söhne sind der Schriftsteller Stefan Zweig (1881 bis 1942), der viele seiner Werke während seiner Zeit in Salzburg schuf, und der Lyriker Georg Trakl (1887 bis 1914), der in Salzburg geboren wurde. Auch der Schriftsteller Thomas Bernhard verbrachte einen Großteil seiner Kindheit in Salzburg.


Reiche volkskulturelle Tradition und zahllose Brauchtums-Vereine

Mehr als 45.000 Salzburgerinnen und Salzburger, das sind fast zehn Prozent der Bevölkerung, sind in volkskulturellen Vereinen tätig. Rund 150 Musikkapellen, 400 Chöre und Singgemeinschaften und mehr als 100 Schützenkompanien belegen, dass hierzulande Tradition und Brauchtum eine wichtige Rolle spielen und aktiv gelebt werden. Darüber hinaus gehören dem Landesverband der Salzburger Heimatvereinigungen insgesamt knapp 330 Brauchtumsgruppen an, darunter Volksmusik- und Volkstanzgruppen, Perchten, Schnalzer, Schwerttänzer, Plattenwerfer, Ranggler, Trachtenvereine, Hochzeitslader, Mundartdichter und vieles mehr.


Salzburger Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe

Die Schönheit des Barockjuwels Salzburg beziehungsweise des "Rom des Nordens", wie die Landeshauptstadt auch genannt wird, ist weltweit ein Begriff und lockt jährlich mehr als sechs Millionen Touristen an. Der Altstadt der Stadt Salzburg wurde am 7. Dezember 1996 von der UNESCO die Auszeichnung Weltkulturerbe verliehen. Diese Auszeichnung erfolgte unter anderem mit der folgenden Begründung: "Als geistliches Zentrum Mitteleuropas reicht die Bedeutung der ehemaligen fürsterzbischöflichen Residenzstadt Salzburg bis in die Frühzeit der abendländischen Kultur zurück. Der Bischofssitz, das älteste kontinuierlich bestehende Erzbistum nördlich der Alpen, der Dom und die ebenfalls in die karolingische Zeit zurückgehenden, bis heute in lebendige Tradition erhaltenen Klöster von St. Peter und Nonnberg bilden den Kern, von dem die bauliche Entwicklung der in ihrer historischen Konzeption und Substanz wohlerhaltenen Stadt ausging. Die Erzbischöfe beschäftigten durch alle Jahrhunderte bedeutende Künstler ihrer Zeit. Ein lebendiges Ineinander vielfältiger mittelalterlicher und barocker Baudenkmale fügt sich in der Altstadt zu einem einzigartigen, von der Festung Hohensalzburg dominierten städtebaulichen Ensemble zusammen. Unter der eindrucksvollen Silhouette der Türme und Kuppeln der vielen Kirchen reihen sich die geschlossenen Fassadenprospekte der Bürgerhäuser an den Plätzen und verwinkelten Gassen links und rechts der Salzach. Die mit dem Genius Loci Wolfgang Amadeus Mozart verbundene Musik- und Festspieltradition gehört mit zum besonderen Flair dieses unikalen Stadtdenkmales."


Kulturelles Erbe auf dem Land wird bewahrt

Denkmalschutz und Denkmalpflege gehen in Salzburg weit über die Erhaltung monumentaler Baudenkmäler in der Landeshauptstadt hinaus. Das kulturelle Erbe des Landes wird insbesondere auch in den vielen Klein- und Flurdenkmälern, in Bauernhöfen und Nebengebäuden, in den Schätzen der Dorfkirchen, aber auch in den zahlreichen Schlössern, Ruinen und Burgen des Landes deutlich. Unter der Prämisse "Erhalten und Nutzen" fördert das Land pro Jahr etwa 120 Projekte zur Erhaltung des kulturellen Erbes, das heißt, durchschnittlich wird an jedem dritten Tag ein Projekt verwirklicht.