Neophyten

Unerwünschte Pflanzen aus Übersee

Unter Neophyten und Neozoen versteht man nicht heimische Pflanzen und Tiere, die nach der Entdeckung Amerikas eingewandert sind. Oft verbreiten sie sich sehr schnell und verdrängen heimische Pflanzen. Globalisierung und Klimawandel verstärken dieses Phänomen.

Die Entfernung des Riesenbärenklau (​Heracleum mantegazzianum) sollte nur mit Schutzanzügen durchgeführt werden.
Breiten sich nicht-heimische Pflanzenarten in unserem Lebensraum aus, kann dies problematisch sein. Denn während sich Tiere im Laufe der Evolution perfekt an Umweltbedingungen, Standort und Nahrungsangebot angepasst haben, sind viele regionale Pflanzen auf bestimmte Insektenarten angewiesen. Dieses eingespielte Teamwork zwischen Tier und Pflanze kann durch die pflanzlichen Eindringlinge empfindlich gestört werden. Im schlimmsten Fall führt es dazu, dass heimische Arten komplett verdrängt werden. Neophyten können aber auch gesundheitliche oder ökonomische Beeinträchtigungen hervorrufen. Ragweed (Ambrosia artemisiifolia) löst beispielsweise bei vielen Menschen allergische Reaktionen aus.

Jeder Einzelne von uns kann in seinem Garten oder auf seiner Grünfläche einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Eindringlinge nicht unkontrolliert verbreiten und vermehren. Ein erster Schritt: Säen und pflanzen Sie in Ihrem Garten oder Grünraum vor allem regional typische Pflanzen. Neophyten breiten sich aber auch häufig an Gewässern oder in der Nähe von Verkehrswegen aus. Und auch das „wilde“ Abladen von Gartenabfällen zum Beispiel im Wald – das übrigens nach dem Salzburger Naturschutzgesetz verboten ist – begünstigt ebenfalls die Verbreitung von Neophyten.

Haben Sie gewusst, dass sich in Sommerblumenmischungen häufig nicht heimische Pflanzen finden? Achten Sie deshalb beim Kauf von Saatgut auf die Zusammensetzung und darauf, dass Sie in Ihrem Garten heimisches Saatgut verwenden.

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