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Hannah Breitfuß, Fiona Crestani, Frank Furtschegger, Manfred Grübl, Amina Handke, Thomas Hörl, Bernhard Resch, Christian Konrad Schröder, Kay Walkowiak

Zum Artist in Residence-Programm des Landes Salzburg:

Seit 1987 – also heuer schon im 30. Jahr - organisiert die Kulturabteilung des Landes Salzburg ein erfolgreiches Auslandsatelier-Programm, das immer wieder um andere, neue Destinationen erweitert werden konnte. Seit 30 Jahren haben mehr als 230 Salzburger Künstler/innen die Möglichkeiten genutzt, in anderen Städten und Ländern zu leben und zu arbeiten.

Der erste Anlass für diesen Künstler-Austausch war die autonome Provinz Trient, mit der es eine Länder-Partnerschaft gibt. Die Salzburger/innen konnten im Künstlerhaus in Tenno, oberhalb des Gardasees leben und arbeiten. Die italienischen Künstler/innen wurden in das Gastatelier des Landes im Künstlerhaus, das der Kulturabteilung bereits seit 45 Jahren zur Verfügung steht, eingeladen.

Eine Kontinuität ist das Salzburg-Atelier in Paris: Seit 1992 hat Salzburg in der Cité Internationale des Arts in Paris ein Wohnatelier durch eine Miet-Vorauszahlung langfristig angemietet. Jeweils für drei bis vier Monate können Salzburger/innen dorthin fahren. Dieser Raum steht dem Land das ganze Jahr für bildende Künstler/innen zur Verfügung.

In den 30 Jahren konnten 27 verschiedene Destinationen angeboten werden. Manche Ziele davon nur einmalig, viele bestanden zehn Jahre lang oder sind immer noch aufrecht.

Jedes Jahr werden die Auslandsateliers ausgeschrieben. Eine Fachjury wählt aus den 50 bis über 70 Bewerbungen die Kandidaten und Kandidatinnen für die verschiedenen Reiseziele aus. Jedes Jahr kommen bis zu 25 Künstler/innen auf diese Weise ins Ausland. Sie erhalten ein Stipendium, das ein Zuschuss zu den Reise- und Aufenthaltskosten ist und, je nach Entfernung von Salzburg und Lebenskosten dort, mit 800 bis 1.500 Euro pro Monat dotiert ist.

Die Künstler/innen, die in dieser Ausstellung vertreten sind, waren in folgenden Städten:

Hannah Breitfuß (Peking, Yogyakarta), Fiona Crestani (Ahtopol), Frank Furtschegger (Paris, Mérida im Süden von Mexiko), Manfred Grübl (Mexiko City, Paris), Amina Handke (Bosa und Alghero in Sardinien), Thomas Hörl (Tirana in Albanien), Bernhard Resch (Paliano bei Rom, Lemberg in der Ukraine), Christian Konrad Schröder (Paliano, Tainan in Taiwan), Kay Walkowiak (Varanasi in Indien, Tainan)

Im Traklhaus werden - wie in den beiden anderen Ausstellungen „mitgebracht", die in den vergangenen Jahren hier zu sehen waren - Fotografien, Video-Arbeiten, Zeichnungen und Installationen vorgestellt, die im Ausland geschaffen wurden oder die - angeregt durch den Aufenthalt in der Ferne - anschließend im Atelier entstanden sind. Jeder Künstler und jede Künstlerin entdeckt etwas anderes, setzt sich oft mit Alltagssituationen am jeweiligen Ort auseinander und schafft meistens Kunstwerke, die vor dem Aufenthalt nicht so geplant waren. Manchmal werden auch Serien, die zu Hause begonnen wurden, vervollständigt und erweitert.

Mehr über die Kunstwerke, die die neun Künstler/innen in diesem Sommer zeigen werden, kommunizieren wir in unserer nächsten Information über diese Ausstellung.

​eine Auswahl der gezeigten Arbeiten
alle Fotos © die Künstler/innen

Bernhard Resch, "conglomerat", 2017, Acryl auf Leinwand,
90 x70 cm

Frank Furtschegger, 2016, Monotypie auf Hahnemühle-Papier, 60 x 80 cm

Amina Handke, "In Fermata", 2016, Filmstill

Thomas Hörl, "To inflame myself, I recall Byron's dress", 2016, Collage, 30 x 28 cm