PARALLEL, Wien 2019

Salzburg und Oberösterreich, Preisträger/innen

Alexandra Baumgartner, Manfred Grübl, Bianca Regl, Kay Walkowiak

24. – 29. September 2019

Mittwoch - Sonntag 12:00 – 19:00 Uhr

Opening der Messe: Dienstag, 24. 9., 17:00 – 22:00 Uhr

jeden Tag um 17 Uhr: Performance von Manfred Grübl
Die Besucher sind eingeladen, dafür Scheren oder Messer, die geschliffen werden sollen, mitzunehmen.

Lassallestraße 5, 1020 Wien

​Die Salzburger Landesgalerie Kunst im Traklhaus ist auch heuer wieder bei der Kunstmesse PARALLEL in Wien vertreten. Dieses Mal in Zusammenarbeit mit dem Land Oberösterreich.

Salzburg und Oberösterreich bespielen gemeinsam zwei größere Räume, in denen Arbeiten von Künstlern/innen aus diesen Bundesländern vorgestellt werden. Alle vier Positionen wurden in den vergangenen Jahren mit Landespreisen oder Stipendien ausgezeichnet.


Zu den einzelnen Arbeiten:

Alexandra Baumgartner
Ausgangsmaterial von Alexandra Baumgartners Arbeiten sind gefundene Objekte und Fotografien, die durch Eingriffe verändert und in einen neuen Kontext gestellt werden. Sie zeigt eine Serie von Collagen mit Fotografien und ein großes dreidimensionales Werk aus Holz und Fäden:
Für „The Unknown" wurde die Form einer Lampe der 70er Jahre adaptiert und im Maßstab 1:10 raumfüllend vergrößert. Ihrer Funktion entledigt, wird die Form zur leeren Hülle ihrer selbst, zum unbekannten Objekt. Die Vergrößerung der Proportionen erzeugt eine surreale, beengende Raumsituation; der Rückzug ins traute Heim als vermeintlicher Ort der Sicherheit wird zur Falle, Verspannungen und Schatten verschieben Realität und Fiktion.

Manfred Grübl
„Sharpener/Scherenschleifer"
Die Konstruktion ist ein modifiziertes Rennrad aus den 60er Jahren, das nur geringfügig adaptiert wurde. Das Fahrrad ist Fortbewegung, Arbeitsstätte, Maschine und Kraftwerk in Einem. Kommt es zu einem Auftrag sitzt der Künstler verkehrt auf dem Fahrrad und betreibt den Schleifbock. Man dreht sozusagen die für die Wegstrecke verbrauchte Energie zurück, so dass eine Umkehrung des Verbrauchens in ein Gewinnen von Energie entsteht. Durch den Ausgleich von Energie entsteht so eine Art Perpetuum Mobile. Scheren und Messer mitbringen und Manfred Grübl bei der Arbeit zuschauen: Performance täglich um 17 Uhr
Als zweite Arbeit stellt der Künstler seinen für die Biennale in Venedig 2019 entwickelten Steg mit Zeichnungen und Fotografien vor. Manfred Grübl wird außerdem eine Schrift-Arbeit auf und mit dem vorhandenen Teppichboden realisieren.

Bianca Regl
Die seriell angelegten Arbeiten Bianca Regls modulieren die Synthese von Figuration und Abstraktion. In ihrer aktuellen Auseinandersetzung manifestiert sie Bewegung mittels schwungvoller breiter Pinselzüge als ausladende Gestik, die in den Großformaten von der Dekonzentration der figurativen Malerei konterkariert wird und in den Kleinformaten als äquivalentes dynamisches Phänomen agieren.

Kay Walkowiak
Das Video „Final" zeigt einen asiatischen Tischtennis-Spieler, der an einem farbigen Sockel trainiert.
In diesem Ausstellungsraum sind auch Foto-Arbeiten gehängt, die mit den Farbflächen im Video indirekt korrespondieren; je Collage besteht aus zwei pastellfarbigen Quadraten und einer Fotografie mit einem Affen, der mit Rechtecken hantiert.

Alexandra Baumgartner, "the unknown", 2018, Holz, Lack, Schnüre, Maße variabel,
ca 400 cm© Foto: Andrew Phelps

Manfred Grübl, Sharpenter, 2016© Foto Maria Ziegelböck

Bianca Regl, UT (M Gesture 2), 2019, Öl auf Leinwand,
200 x 160 cm

Kay Walkowiak, "Final", 2014, Video, 1.50 Minuten

Kay Walkowiak, "Primary Structures", 2019, Pigmentdruck, 118,9 x 84,1 cm