Junge Kritik

 Kunst im Traklhaus startet ein neues, interaktives Kunst-Vermittlungsprogramm und lädt dazu Klassen und Gruppen von Schülern, Schülerinnen, Studentinnen und Studenten mit deren Kunsterzieher/innen ein.

mehr über Inhalt und Konzept

​Musisches Gymnasium, 7. Klasse,
Schwerpunktgruppe bildnerische Erziehung

Lehrende: Elisabeth Minimayr-Pritz

hat die Ausstellung "Stand Ort Wechsel - Häuser im Wandel" besucht

Einfangen entlaufener Zeiten

Alles in diesem Bild erinnert an die heutige Zeit. Bunte Plakate, riesenhafte Straßenlaternen, eine unübersehbare Straße, bahnt sich durch eine, von Häusern übersäte Gegend. Der kleine Fluss geht neben ihr beinahe unter. Kaum lässt sich erahnen, was dort wohl früher gewesen sein mag. Die Künstlerin Elisabeth Wörndl hat sich genau damit auseinandergesetzt. Anstatt einer, mit Werbung bedeckten Bushaltestelle, stand noch vor einiger Zeit ein Haus namens „Wörndl-Austraghaus". Ein altes Bauernhaus mit steilem Dach und hölzernem Balkon. Die Vorstellung von diesem märchenhaften Haus an dieser idyllischen Stelle, hat mich bewegt, darüber zu schreiben.

Laila Reichenpfader

Laila Raichenpfader schreibt über die Fotoserie von Elisabeth Wörndl

Kontrast und Lebendigkeit

Die derzeitige Ausstellung „Stand-Ort-Wechsel/Häuser im Wandel" gibt durch Zusammenarbeit mit dem Freilichtmuseum in Großgmain einen Einblick in die historischen Gemäuer des Salzburger Landes und porträtiert deren heutigen Stand-Ort. Veränderung der Vegetation, der Umgebung durch die allgemeine Modernisierung stehen im Fokus.
Ein Früher-Nachher-Vergleich des Künstlers „Reinhart Mlineritsch" aus der Serie „Krallerhof" zeigt in beiden Fällen eine schneebedeckte Landschaft. Während das Eine Assoziationen der Ruhe und die unberührte Schönheit des Winters nahekommen lässt, lässt das Andere das Bild durch eine Nebelsuppe eher düster und unbehaglich erscheinen. Diese Kontraste machen die Ausstellung lebendiger denn je.

Patricia Kloos

Patricia Kloos zu zwei Fotoarbeiten von Reinhart Mlineritsch

Vergangenes ans Licht geholt

In der Galerie des Traklhauses werden in der Ausstellung „Stand Ort Wechsel – Häuser im Wandel" die Arbeiten verschiedener Künstler gezeigt, die sich ein oder mehrere Gebäude aus dem Freilichtmuseum ausgesucht haben, um nach ihren ursprünglichen Standorten und Geschichten zu forschen.So manche historische Häuser verlassen ihren Entstehungsort und finden einen neuen Platz im Freilichtmuseum. Doch wo kommen sie her? Und was haben sie erlebt? Kaum zu glauben wie sich die Orte und Landschaften mit der Zeit verändern können …
Besonders gestaunt habe ich über die Bilder zu dem ehemaligen Standort des Wörndl-Austraghauses. Dort wo nun Straßen, moderne Häuser und eine Bushaltestelle sind, stand früher dieses idyllische Gebäude. Ich werde mich auf dem Heimweg mit dem Bus, während ich die Stadt beobachte, fragen, welche Gebäude hier einmal gewesen sind und wie anders die Umgebung ausgesehen hat.

Paula Klein

Paula Klein vor den Standort-Fotografien von Elisabeth Wörndl

Die Fotoserie „Krallerhof" wurde von dem österreichischen Künstler Reinhart Mlineritsch für die Ausstellung „Stand Ort Wechsel –Häuser im Wandel" im Salzburger Traklhaus erstellt. Die Ausstellung zeigt Werke/Fotografien von insgesamt 5 Künstlern aus Österreich, die sich ungefähr ein Jahr lang mit verschiedenen alten Häusern aus dem Freilichtmuseum in Großgmain und deren Ursprung/ursprünglicher Herkunft beschäftigt haben. Der Krallerhof ist ein alter Bauernhof, ursprünglich aus dem Pinzgau, Saalfelden, der ungefähr um 1900 entstanden ist. Zurzeit ist er der älteste Hof/das älteste Haus im Freilichtmuseum.
Das erste Foto von Reinhart Mlineritsch zeigt eine ruhige schneebedeckte Hügelkuppe im Vordergrund und einen dunkelblau erscheinenden Berg unter einem hellblauen Himmel, der in der rechten Bildhälfte von leichten weißen Wölkchen bedeckt ist. Der Schnee wirkt, dadurch, dass er ungefähr zwei Drittel des Bildes einnimmt, sehr ruhig mit einigen leichten Wellen, fast wie eine Decke, die sich über den Hügel gelegt hat. Das nette Blau des Himmels und der dunkelblaue Berg bilden einen Kontrast zu dem weißgrauen Schnee.
Das zweite Bild zeigt ebenfalls eine schneebedeckte Landschaft, mit einem Wald und einer Häusersiedlung im Hintergrund. Der Himmel ist durch eine graue Nebeldecke verborgen und nimmt fast die Hälfte des Bildes ein. Im Gegensatz zu dem ersten, leicht wirkenden Bild, wirkt dieses Foto durch die Wolken und den Wald im Hintergrund beinahe etwas bedrückend. Kleine Baumgruppe vorne rechts im Bild wirkt sehr klar, während die Szene nach hinten etwas zu verwischen scheint.

Sophie Schmalzl

Sophie Schmalzl schreibt über die beiden Landschaften von Reinhart Mlineritsch

Beinahe wie Böse und Gut

Die Ausstellung „Stand Ort Wechsel – Häuser im Wandel" besteht aus Fotoserien verschiedener Künstler/innen, welche sich mit dem Ursprung und der Geschichte der Häuser, die sich im Freilichtmuseum in Großgmain befinden, auseinandersetzten. Aus der Serie „Krallerhof" (2018, Mlineritsch Reinhart, Saalfelden/Pinzgau) haben zwei Drucke meinen Blick besonders gefangen. Die beiden, nebeneinander hängenden, Werke zeigen jeweils eine beeindruckende Schneelandschaft, wobei sie trotz des überlappenden Motivs komplett andere Gefühle hervorrufen. Während der, vom Betrachter aus, rechts hängende Druck den schneebedeckten Hügel nach oben hin abbildet, so dass ein Stück blauer Himmel, Bäume und ein Berg klar zu sehen sind, zeigt der links hängende Druck einen Ausschnitt des Tals, vom Hügel hinab fotografiert. Der Kontrast wird dadurch verstärkt, dass das Tal von grauem Nebel verhangen ist und der Berg im anderen Bild von der Sonne beschienen glänzt. Dieses Glänzen spiegelt auch der gleichmäßige Schnee.
Wie Unruhe und Ruhe, Dunkelheit und Licht, beinahe wie Böse und Gut hängen die zwei Drucke nebeneinander und ziehen den Betrachter/die Betrachterin in seinen/ihren Bann.

Oliver Reichenau

Oliver Reichenau befasste sich ebenfallst mit den beiden Schneelandschaften von Reinhart Mlineritsch
Altes Kellergemäuer mit Kücheneinrichtung

Subjektiver Kommentar zu einem Foto aus der Serie „Krallerhof" 2017/18.

Auf den ersten Blick sieht das alte Gemäuer kalt und abweisend aus. Und das rohe Steingewölbe unterstützt diesen ersten Eindruck. Wenn man jedoch genauer hinsieht, erkennt man viel Einrichtung, welche sehr unterschiedlich ist. Holz liegt aufgeschichtet in der Ecke und durch die drei kleinen Fenster fällt wenig Licht in den Raum. Überall an den Wänden hängen schön geordnet Kochtöpfe und Pfannen aller Größen. Nach längerem Hinsehen fühlt es sich schon nicht mehr so groß und geräumig an, sondern warm und heimelig.
Durch die alte Kücheneinrichtung und ein Steinherd mit offener Feuerstelle stelle ich mir schon hektische Szenen vor, in denen schmutzige Kinder sich in den Badezubern gegenseitig abschrubben, während Mama das frische Brot aus dem Ofen holt. Und wie aus dem Nichts wurde das Kellerbild zum Alltag der damaligen Bauern.

Julius Gertig

Erloschene Zeit in die Gegenwart gesetzt

Moderne und vergangene Zeiten treffen aufeinander in der Kunstausstellung „Standortwechsel, Häuser im Wandel". Die Bilder von alten Häusern und Wohnräumen wirken heute auf uns meist befremdlich, doch bergen sie etwas Vertrautes in sich. Das Landleben von damals unterschied sich in vielem mehr, als an der Farblosigkeit der Bilder. Man wird hineinversetzt in eine Zeit, deren Realität nur noch in manchen Erinnerungen weiterlebt. Eine alte Hütte auf einem verblichenen Foto. Daneben das Bild einer Straße mit Bushaltestelle. Wie schnell sich die Welt verändern kann, wird einem hier bewusst und doch hat diese Ausstellung es geschafft, die Vergangenheit wieder aufleben zu lassen.

Hannah Hintenberger

Hannah Hinterberger vor der Fotografie-Collage von Gertrud Fischbacher

Erzählende Landschaften

Diese Fotoserie von Gertrud Fischbacher ist ausgestellt in der „Stand Ort Wechsel" – Ausstellung im Traklhaus. Sie zeigt collage-artig das Innen- und Außenleben eines alten Bauernhauses aus Kuchl, Tennengau. Aus verschiedenen Blickwinkeln sieht man den Standort an dem das Haus einmal gestanden ist und alte Zeitdokumente und Fotos lassen einen erahnen, welche Menschen einmal darin lebten. Tapetenartig hängen im Hintergrund zwei große Fotografien von der Holzstruktur der Wände, die die eingerahmten Fotos davor halb überdecken. Parallelen aus dem hier und jetzt treffen auf die fast schon geisterhaften Relikte aus vergangenen Zeiten.

David Krebs

Standortwechsel – Häuser im Wandel
Ein Besuch im Traklhaus

Man sieht Fotografien, Fotografien von Häusern, Räumen, Natur, ab und zu auch von Menschen und Tieren. In jeder und jedem werden Erinnerungen wach.
Alle Häuser, die „gerettet" wurden, restauriert oder auch nicht, und im Freilichtmuseum in Großgmain ausgestellt wurden, wurden von Fotografen und Fotografinnen gejagt. Wo standen sie früher? Was ist da jetzt? Wer ist da jetzt? Die Fotos sind schlicht, manche nostalgisch. Andere erinnern an einen Urlaub auf dem Land. Man beginnt zu überlegen: Wer oder was war in meinem Haus früher? Steht es schon lange da, wo es jetzt steht? Die Fantasie wird angeregt. Man sieht sich die einzelnen Fotos an, immer wieder. Die Ausstellung ist eine Reflexion der Geschichte, eine Reflexion der Landschaft, eine Reflexion der Gesellschaft, aber auch eine Reflexion seiner selbst.

Luise Wallner

Luise Wallner hier vor der Foto-Serie von Gertrud Fischbacher

„Gespräch mit dem Taxbauernhaus"

Die Ausstellung „Stand Ort Wechsel – Häuser im Wandel" zeigt alte Bauernhäuser, ihre Räume und Besitzer. Ein besonders spannendes Bild ist von Andrew Phelps und zeigt das Taxbauernhaus bzw. ein Bild von diesem. Über der Fotografie schwebt eine Hand, welche beschreibt bzw. erzählend auf Details deutet. Fast führt das Bild ein Gespräch mit dem Beobachter, berichtet von vergangenen Geschehnissen. In Verbindung mit den restlichen Bildern im Raum entsteht eine ruhige Stimmung. Für jene, die die Stille und Einsamkeit schätzen können, eine beruhigend ruhige Stimmung, für jene die ab und zu Tumult und Lärm brauchen, eine bedrückende Ruhe. Ohne Eindrücke verlässt man den Raum auf jeden Fall nicht.

Jakob Witke

„Das schöne Grün neben den Straßen Salzburgs"

Jeder kennt Landschaften wie die abgebildeten. Sie sind vertraut. Wenn man einmal mit dem Auto auf einer Landstraße fährt und die Landschaft links und rechts neben der Straße beachtet, so sind häufig kleine Holzhütten, Schotterstraßen, Wälder und Wiesen zu sehen. Genau diese Sachen sind auf den 8 Bildern, welche in einer Waagrechten im Traklhaus auf einer weißen Wand ausgestellt sind, zu betrachten. Die Serie vermittelt einen vertrauten, bekannten und heimatlichen Eindruck. Auf den fotografierten Bildern sind keine Menschen zu sehen. Einzig und allein die schönen Landschaften und kleinen Wälder. Die Bilder vermitteln einen friedlichen und ruhigen Eindruck. Jedem/er Salzburger/in werden diese Bilder vertraut vorkommen, da jede/r schon einmal solche Landschaften gesehen hat.

Ellen Brodl

Ellen Brodl schreibt über die Foto-Serie von Rudolf Strobl

​BORG Nonntal, Pluskurs Malerei

geleitet von Bernhard Lochmann
hat die Ausstellung 5 Salzburger in Wien besucht:

​Im Traklhaus findet im Moment die Ausstellung „5 Salzburger in Wien" statt. Gleich am Eingang ist das erste Kunstwerk von Felix Furtschegger zu sehen. Es handelt sich um eine mit Tusche bemalte Glastür. Mit den vielen Details fühlt es sich fast so an als würde sich hinter dieser Tür eine andere Welt – eine Welt voller Kunst - befinden. Fast schon so magisch wie „Alice im Wunderland". Furtschegger liefert einen starken ersten Eindruck für die Ausstellung. Doch das war bei weitem nicht alles, den die 5 Salzburger haben noch viel mehr zu bieten. Maria Morschitzky fasziniert mit ihrem Bild „Electric  Mind". Ein Gemälde, das auf den ersten Blick nach wildem Gekritzel aussieht, fesselte mich in seinen Bann. Nüchtern gesehen handelt es sich hier nur um unzählige Kohlestriche auf Papier, aber der Interpretationsspielraum ist groß. Handelt es sich hier um abstrakte Gedankengänge der Künstlerin? Wer weiß. Kunst wie diese macht das Leben interessant. Es gibt kein Wahr oder Falsch, keine zu weit herausgeholte Fantasie. Denn das alles liegt im Auge des Betrachters.

Hua Lin, 19 Jahre

Hua Lin schreibt über eine Zeichnung von Maria Morschitzky

Tube statt Dose
Auf den 1. Blick aufgefallen sind mir die 3 großen Bilder von Stefan Kreiger, die sich mit ihren knalligen Farben von der Wand abheben. Die 3 Bilder sehen für mich ein bisschen wie sehr komplizierte Street Art aus und ich war auch der Meinung, dass der Künstler mit Spraydosen gearbeitet hat. Groß war also meine Verblüffung, das mit Ölfarben gearbeitet wurde, da die Bilder wirklich aussehen, als seien sie mit Spraydosen gemacht worden. In jedem Bild gibt es unsagbar viele kleine Dinge, die zusammen wirken wie eine Collage. In jedem der 3 Bilder ist ein Mensch zu sehen: Einmal ein großer, dürrer Mensch der mich an den „dünner Mann", eine Horrorgestalt, erinnert. Dann das Gesicht eines alten Mannes, der mich ein bisschen an griechische Philosophen erinnert. Aber mein absoluter Liebling ist ein kniender weiblicher Körper der 3 Köpfe besitzt, von dem einer ein bellender Hund ist. Mir gefällt auch die Verwendung der Farbe Lila in jedem Bild, weil sie meine Lieblingsfarbe ist und die Bilder nochmals miteinander verbindet.

​„Ja was fließt denn?"
Am Anfang haben wir uns in einen Kreis gesetzt und uns wurden ein paar Dinge zur Ausstellung erklärt. Dabei fiel mein Blick immer wieder auf die zwei Bilder von Jutta Brunsteiner die den Titel „… und er fließt doch 1 u. 2" tragen. Ich habe sofort Strommasten mit allerlei Kabeln erkannt, allerdings hat mich das „fließt" im Titel verwirrt, da ich dachte es handle sich um einen Fluss. Beim 2. Mal hinschauen habe ich dann verstanden dass sich das Fließen auf den Strom bezieht. Ich mag dieses Wirrwarr an Linien, die ja die Kabel darstellen, weil sie ziemlich chaotisch aussehen und man trotzdem die Kabel erkennt.

Vanessa Wolff, 18 Jahre

Vanessa Wolff schreibt über das Triptychon von Stefan Kreiger
​Was ist zu sehen?

Rechtes Bild aus der Serie „Fleischfresser", Stefan Kreiger

Eine Stadt, welche Stadt? Das spielt keine Rolle.
Häuser, dicht aneinander gestellt, die Dächer bilden fast eine Ebene, in der Ferne, links, ein Berg. Oder eine Bergkette. Sagen wir einfach, eine Erhebung in der Landschaft.
Inmitten der Häuser drei Frauen, weiße Frauen, wo es nicht um die ethnische Herkunft geht. Sie sind komplett weiß. Wie eine Nebelsäule umschlingen sie sich gegenseitig. Riesig inmitten der Häuser, welche bis zu den Knien reichen. Posierend für … vielleicht niemand.
Und wieder in der Ferne, fast der Bruder der Erhebung in der Landschaft, ein … Hund. Auch wie viel zu groß, was ist denn los heute? Wenn ich genauer hinsehe, ist es ein Berg mit Hundekopf oder nur ein Hundekopf und mein naives Gehirn ordnet jenen dem Berg hinter ihm zu.
Eigentlich sollte ich nicht genauer hinsehen, den verdammt, das Bild hat viele Details. Doch das strahlt eine Ruhe aus, die Geduld die der Künstler sicherlich aufbringen musste. An diesem Papier wurden so einige Graphitstifte verbraucht. Vor allem, da sich wenige Stellen ausgenommen der weißen Frauen, über den Farbtönen schwarz bis dunkelgrau einordnen lassen.
Stell Dir vor, du fährst mit dem Auto eine Straße in der Stadt entlang, spät nachts und siehst plötzlich weiße Füße. Riesige weiße Füße auf der Fahrbahn und fährst durch sie hindurch und denkst „Hm, wahrscheinlich Nebel" und du wirfst damit eine wunderbare Möglichkeit weg, diese oft wirklich öde Welt in Frage zu stellen. Warum? Das wirkt ein bisschen pessimistisch, ich weiß, aber daran ist das Bild schuld. Es löst in mir eine Sehnsucht aus. Diese Stadt, die am Tag eine Reduktion von Platz und eine Einengung durch Beton ist und nicht interessant (für mich, auf den ersten Blick) aussieht, wird durch drei weiße Gestalten und einen Hundekopf … wunderschön.
Ich fühle mich, als würde ich auf einem Dach liegen, unter Drogen, die vermutlich nicht einmal absichtlich in meinem Körper ihre Runden ziehen, in Form von Abgasen oder vielleicht sogar Adrenalin meine Wahrnehmung verändern.
Auf eine gewisse Weise erinnert es mich an Werke von Dalí. Diese Kombination aus Bildelementen, die sich so zusammenfügen, dass sie perfekt zusammenpassen, aber dadurch etwas Neues entstehen kann. Ein seltsam realistischer Surrealismus.
Auch die zwei anderen Bilder aus der Serie, die hier ausgestellt sind, haben eine ähnliche Wirkung auf mich.
Nur der Titel irritiert mich. „Fleischfresser". Vielleicht erklären andere Werke aus der Reihe den Titel besser? Habe ich etwas übersehen? Bin ich Kunstbanause? Ist der Titel bewusst so gewählt?
Was auch immer es ist, ich tauche wieder in das Bild ein. Mein relativ sinnloser Gedankenfluss findet hier ein Ende, weil … der Boden so kalt ist.
Nehmt den Hocker mit, falls ihr ein Werk länger betrachten wollt.

Leoni Ruhland, 18 Jahre

Stefan Kreiger, aus der Serie "Fleischfresser", Graphit auf Papier, je 100 x 150 cm
​zu Maria Morschitzky, ohne Titel, 2017, Fineliner auf Paier (Foto)

Es ist als wär man gefangen und kommt den Löchern nicht aus, man fällt, rutscht aus, rutscht aus, fließt weiter von Kreis zu Linie, zu Loch und entkommt dem irren Wirr nicht, man geht weiter, aber man kann nur rennen, das Aufhalten der Löcher ist zu groß. Es ist wie ein Irren-Labyrinth, wie die Innenseite jedes Kopfes. Zu viel doch zu wenig.

zu weiteren einzelnen Zeichnungen von Maria Morschitzky:

wachsen wir?
leichte Striche, spitze Punkte versetzten unserem Wachsen jeden Stich aller Erwartungen, was dabei rauskommt wenn wir groß sind.

Tanzen wir oder sind wir,
Viel macht uns aus, vieles machen wir aus. Bewegung, Klang, es sind Bewegungen über Bewegungen, gute wie schlechte dort trifft man auf beides oder beides auf alles.

Bienenwachs
Ein Schwarm voller aller, jeder Fliegender schwirrt hinterher, dem Duft der Blüten, dem Duft des Sommers, ihrem ihr hinterher. Hinter dem, dem sie sind, ihre Aufgabe jedes Jahres erfinden, den frisch, leicht süßlich schmeckenden Nektar zu erarbeiten. Dabei sind sie nicht mehr als wir. Nur kleine Arbeiter, ihrem Schwarm hinterher, zurück ins System.

Maria Kaumanns, 15 Jahre


Maria Kaumanns schreibt über die Zeichnungen von Maria Morschitzky

​Musisches Gymnasium, 3. Klasse (3EU)

hat die Ausstellung Schwerpunkt Design besucht:

​Mich fasziniert dieser Teppich. Er ist blau mit verschiedenen braun-Tönen, mit grün und schwarz gemusterten Formen, die mich an Flecken erinnern. Wenn ich ihn genauer betrachte, wirkt er auf mich wie eine Landkarte. Wie Kontinente ziehen sich die braun-schwarzen Gebilde über die blaue Fläche, die im Kontrast zu den Gebilden, dem Betrachter immer mehr als das Wasser eines blauen Meeres erscheint.

Leona Pirker, 14 Jahre

Leona Pirker schreibt über den Teppich von Pujan Khodai

​Heute als ich mit meiner Bg-Gruppe den ersten Raum des Trakl Haus betrat war ich sehr überrascht wie viele schöne Dinge es hier gab. Erst nach einiger Zeit fiel mir ein dunkelroter Lampenschirm ins Auge. Der Lampenfuß war leicht geriffelt und etwas größer als ich selbst. Am oberen Ende des Fußes wurden fünf Glühbirnen befestigt. Darüber spannte sich ein dunkelroter Lampenschirm. Das spannende an der Stehlampe war, dass unter den Glühbirnen Kristalle hangen, die im Licht funkelten. Ich finde die Lampe sehr interessant und spektakulär, aber dennoch würde ich sie mir nicht in mein Zimmer stellen.

Marlene Pichler, 13 Jahre

Marlene Pichler schreibt über die Stehlampe von Ito Megumi

​Als ich das erste Mal in den Raum kam, fielen mir sofort die schweinchen-rosaroten Kartonstühle ins Auge. Diese Serie ist bestehend aus drei Stühlen und einem kleinen Tisch. Die Stühle und der Tisch haben das Design von Kartons die auseinander geklappt wurden. Als ich mich auf den Stuhl setzte war ich erst überrascht, wie kalt er war. Denn er besteht aus Metall. Für mich ist diese verspielte Garnitur die schönste und spannendste aus der Ausstellung.

Julia Becker, 13 Jahre

Julia Becker schreibt über die Sitzgarnitur von Sébastien de Ganay
​Tisch mit Loch

Hallo? Ich sehe einen Tisch mit einem Loch. LOL (Laughing out loud). Ich mag Tische.

Christoph Schrofner, 13 Jahre

Mich fasziniert der Kontrast zwischen dem starken Rot und dem düsteren Nebelgrau, als ob eine kalte Blutspur sich tief in das nasse Grau zieht und auf jemanden wartet, der dieser Spur folgt. Diese Lampe ist auf den ersten Blick sehr unscheinbar, jedoch als ich genauer hinsah, weckte sie mein Interesse.

Helena Schmiedl, 12 Jahre

Helena Schmiedl schreibt über die Filzlampe von lebensDESIGN
​Ich stehe vor einem Tisch, der ein metallenes Gerüst, umhüllt von einem breitem „Gummiring" trägt. Es gefällt mir. Für mich strahlt er etwas Kaltes und Modernes aus. Für mich würde er mitten in einem weißen, großen Raum stehen. Große Fenster, durch die kein direktes Licht scheint, dahinter. Ich sehe Intelligenz in dem Tisch.

Maria Lienbacher, 13 Jahre

​Integriertes T

Neben mir an der linken Wand hängt ein liegendes T, das in der Mitte des senkrechten und des waagrechten Metall einen Knick hat. Jeweils bei jedem Knick ist ein Gold farbener Hirschschädel mit dunkel braunem Geweih. Das Kunstwerk sieht für mich sehr lebendig und herausstechend aus. Mir gefällt es sehr gut, weil es sehr speziell ist. Ich würde dieses Werk in einen ganz einfachen Raum mit weißen Wänden, schwarz, weißen Möbeln und zwei großen Fenstern hängen.

Selina Pichler, 12 Jahre

Selina Pichler schreibt über den Garderobenständer von rehrl metallart

​Als ich den Raum mit den verschiedensten Stühlen betrat, fiel mir die pinke Kartonsitzgarnitur als erstes ins Auge. Diese Sitzmöglichkeit ist bestehend aus drei sehr interessanten Stühlen und einem Tisch. Das spannende an diesem Kunstwerk ist die starke Ähnlichkeit mit einem anfallenden Karton. Optisch gefallen sie mir sehr gut, zum sitzen sind sie jedoch nicht sehr komfortabel, da sie auch aus Metall bestehen. Trotzdem finde ich dieses Kunstwerk sehr interessant und zählt auch meiner Meinung nach zu den beeindruckendsten in der ganzen Ausstellung.

Emilie Moik-Hotter, 12 Jahre

Emilie Moik-Hotter schreibt über die Sitzgarnitur von Sébastien de Ganay
​Das gewisse Etwas

Ich sehe ein Holzstück. Darauf befestigt sind einige Seifen-, und Handtuch Spender. Das kommt einem auf den ersten Moment unbekannt und komisch vor. Doch es gibt das gewisse Etwas, was mir daran gefällt. Das gewisse Etwas, das entsteht, wenn man einen Gegenstand aus seinem Umfeld reißt und woanders hin packt.

Samuel Goiginger, 13 Jahre

​Das erste, was mir auffiel, als ich den Ausstellungsraum betrat, war ein silberglänzendes Metallsofa. Es hatte etwas Außerirdisches an sich und erinnerte mich ein bisschen an ein Raumschiff. Erst als ich näherkam bemerkte ich, dass es aus vielen, zusammengeschweißten Einzelteilen bestand. Zu meiner Verwunderung war es aufgrund seiner vielen Kerben und Eindellungen sehr gemütlich, obwohl es weder gepolstert, noch warm war. Schon bald erklärte ich das Alien-Sofa zu meinem Lieblings-Ausstellungstück.

Stella Promintzer, 13 Jahre

Stella Promintzer schreibt über das Sofa "the cloud" von Friedrich Schilcher

​Studentinnen und Studenten des Mozarteums Salzburg, Lehrgang Gestaltung: Technik. Textil

waren in der Ausstellung Schwerpunkt Design

​Lust auf Yoga

Die „ästhetisch gefertigte Sitzfläche“ des Studios EOOS aus Wien klebt wie der Querschnitt einer futuristischen Säule an blanken Wänden. Ein stilles Objekt. Eine Sitzfläche für ein Metallgestell, damit die Fläche zur Form, zum Sitzobjekt wird. Doch ohne Unterbau scheint die Fläche noch anschmiegsamer. ...
Wenn das Sitzen nervt, weil zu lang und den ganzen Tag, ruhe ich mich auf der ästhetischen Liegematte aus, eine Runde Yoga. Wenn Yoga nervt, kommt die Fläche wieder an die Wand. Schauen und Denken. An Liegestühle von EOOS.

Veronika Atzwanger

Atzmanger Veronika schreibt über die Lederbespannung eines Stuhles von EOOS

Betreten

Macht die Tatsache, dass unter der Oberfläche doch die wahren Schätze begraben liegen. Dies zeigt eindrucksvoll Pujan Khodai. Teppiche werden von ihm be- und verarbeitet, detailverliebt und kraftvoll zugleich ohne den Charme zu verlieren.
Wandelbar erscheint das Alte in einem neuen Kleid – modern und gediegen zugleich.
Betreten erwünscht.

Margit Köhnlein

Köhnlein Margit schreibt über einen Teppich von Pujan Khodai