PVBZ

​Psychosoziales Versorgungs- und Beratungszentrum für Kinder und Jugendliche

Das PVBZ für Kinder und Jugendliche ist in das bestehende Sozial-Pädagogische Zentrum, einer betriebsähnlichen Einrichtung des Landes Salzburg, eingegliedert.

  
Content
  
  • Schwer psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche
  • Verhaltensauffällige und/oder psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche, die einen komplexen Betreuungsbedarf haben oder für die das spezielle Angebot des PVBZ (wie Gruppentherapie, nachgehende Arbeit) das am besten passende Leistungsangebot darstellt

Kinder und Jugendliche mit Abhängigkeitserkrankungen von illegalen Substanzen sind nicht Zielgruppe des PVBZ.

Eine Zuweisung ins PVBZ ist nicht erforderlich.

  
  • Die Versorgung im PVBZ erfolgt unter fachärztlicher Leitung im Rahmen eines multiprofessionellen Teams. Das Team setzt sich aus Fachärztinnen und Fachärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Klinische Psychologinnen und Psychologen, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und Sozialarbeiterinnen ​und Sozialarbeitern sowie notwendigem Verwaltungspersonal zusammen. Der ärztliche Leiter oder die ärztliche Leiterin hat eine enge und abgestimmte Zusammenarbeit aller Teammitglieder durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen (zum Beispiel durch Team- und Fallbesprechungen).
  • Kinder und Jugendliche, die nicht zur Zielgruppe des PVBZ gehören oder nicht weiter im PVBZ betreut werden, erhalten bei Bedarf eine Empfehlung über die weitere Krankenbehandlung oder psychosoziale Betreuung und werden in den niedergelassenen Bereich oder in Krankenanstalten sowie zu psychosozialen Einrichtungen oder staatlichen Institutionen weitervermittelt. Das Team des PVBZ gibt dabei wichtige Informationen (zum Beispiel Finanzierungsmöglichkeiten, Kontaktdaten) weiter und unterstützt bei Bedarf die Kinder und Jugendlichen oder deren Erziehungsberechtigte (zum Beispiel Kontaktherstellung, Übergabe an niedergelassene Kolleginnen und Kollegen).
  
  • Fachärztliche Diagnostik, Beratung und Behandlung
  • Klinisch-psychologische Diagnostik und Beratung (zum Beispiel klinisch psychologische Gruppenbehandlung, soziales Kompetenztraining etc.)
  • Psychotherapeutische Leistungen
  • Psychologische/psychotherapeutische/ärztliche Beratung der Eltern oder Erziehungsberechtigten und des sonstigen Umfelds (Schule, Arbeit, Einrichtung der Jugendwohlfahrt etc.), wenn dies auf Grund der Diagnose und der Familien- oder Lebenssituation der Patientinnen und Patienten sinnvoll erscheint
  • Aufsuchende Beratungs- und Betreuungsarbeit  in der Versorgungsregion 51, wenn eine Behandlung im PVBZ nicht zielführend ist
  • Soziale Betreuung und Case Management der behandelten Patientinnen und Patienten, deren Familien und sonstigen Bezugspersonen durch diplomierte Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter
  • Das PVBZ für Kinder und Jugendliche bietet für das Land Salzburg eine niederschwellige und vernetzte Behandlung und Beratung für eine definierte Zielgruppe von Kindern und Jugendlichen durch ein multiprofessionelles Team unter fachärztlicher Leitung, in der Versorgungsregion 51 auch durch nachgehende Behandlung und Betreuung (Hausbesuche).
  • Das PVBZ ist eine Anlaufstelle und arbeitet eng vernetzt mit psychosozialen Einrichtungen, staatlichen Institutionen, Krankenanstalten, niedergelassenen Gesundheitsdiensteanbietern u.a. zusammen.
  • Das PVBZ ist damit ein ergänzendes Angebot zu allen bereits bestehenden psychosozialen Einrichtungen sowie zu Gesundheitsdiensteanbietern im niedergelassenen und stationären Bereich und steht in keinem Konkurrenzverhältnis zu diesen.
  • Als Anspruchsberechtigte der Österreichischen Gesundheitskasse - Salzburg (ÖGK) gelten auch Kinder, die die ÖGK aufgrund gesetzlicher Bestimmungen oder zwischenstaatlicher Abkommen zu betreuen hat.
  • Anspruchsberechtigte der ÖGK, die ihren Hauptwohnsitz nicht im Bundesland Salzburg haben, sind verpflichtet, für die Inanspruchnahme der vom Land Salzburg finanzierten Leistungen einen Selbstbehalt an das Land Salzburg zu leisten. Dieser wird mit 70 Euro pro Tag festgelegt. Veränderungen oder Valorisierungen des Selbstbehalts wird das Land im Einvernehmen mit der ÖGK vornehmen.