Fachliche und methodische Standards

Handlungsanleitende heilpädagogische Konzepte und Theorien sind zB:

  • Differenzierter Entwicklungsstand und entwicklungsfreundliche Beziehung nach Senckel
    • den Menschen dort abholen, wo er steht – ihn einfühlsam begleiten
    • Bedingungen schaffen, in denen Menschen ihr Potential entfalten können

  • Basale Stimulation und Kommunikation nach Fröhlich, basale Selbstbestimmung nach Weingärtner
    • die einfachsten und elementarsten Möglichkeiten aufgreifen, um einen anderen Menschen zu erreichen, um mit ihm in Kontakt treten zu können und ihm Selbstbestimmung zu ermöglichen

  • Fördermaterial nach Montessori

  • Snoezelen

  • Unterstützte Kommunikation

  • Positive Verhaltensunterstützung nach Theunissen
    • Analysieren von herausfordernden Verhaltensweisen
    • Entwickeln und Reflektieren von Hypothesen und Handlungsansätzen
    • aus einer Stärken-Perspektive Situationen schaffen, in denen sich der Betroffene positiv einbringen und damit Wertschätzung und soziale Bestätigung erfahren kann

  • Krisenmanagement in Zusammenarbeit mit externem Fachdienst

  • Personenzentrierter Ansatz nach Pörtner
    • Wie empfindet die Person diese Situation? (Empathie)
    • Die Individualität der Person wird respektiert und wertgeschätzt mit ihren augenblicklichen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Grenzen (Wertschätzung).
    • Die Äußerungen und das Verhalten der Betreuungsperson stimmen mit seinem Erleben und seinen Empfindungen überein (Echtheit).

  • Inklusion
    Alle Menschen sollen am Gemeinwesen teilhaben können. Ausgrenzung aufgrund von Unterschiedlichkeit wie zB Behinderung, ethnischer Hintergrund, Geschlecht, Alter oder Leistungsfähigkeit soll verhindert werden.

  • Sozialraumorientierung
    • Teilhabemöglichkeiten schaffen, Kooperationen eingehen, Netzwerken
    • "In der Sozialraumorientierung geht es ... nicht darum, mit pädagogischer Absicht Menschen zu verändern, sondern darum, Lebenswelten zu gestalten und Arrangements zu kreieren, die dazu beitragen, dass Menschen auch in prekären Lebenssituationen zurechtkommen." (Hinte)


  • TEACCH-Ansatz nach Häußler
    Ausgangspunkt der Förderung ist ein Verständnis von Autismus und dessen Auswirkung auf das Verhalten. Ziel ist die Erreichung von Lebensqualität durch größtmögliche Selbständigkeit (zB mit Hilfe von strukturierter Arbeitsumgebung).


Handlungsanleitende Konzepte für die Pflege sind zB:

  • Pflegemodell nach Krohwinkel
  • Pflege-Standards werden nach Bedarf selbst entwickelt, wie zB:  Dekubitusprophylaxe, Kontrakturenprophylaxe, Lagerung, Umgang mit epileptischem Anfallsgeschehen, Verabreichung von Sondennahrung, Ganzkörperwaschung, Duschen und Baden, Ablauf für Augen- und Ohrenpflege