Grundsätze, Ziele, Schwerpunkte

von feministischer Mädchenarbeit

Sich auf die Realität von Mädchen einlassen, sie in der Entwicklung selbstbestimmter weiblicher Identität unterstützen – das ist nur einer der Grundsätze der Arbeit von make it.

Mädchenarbeit - warum?

make it Mädchen mit selbstgebauter kleiner Steinbrücker
Bereits ab dem 10. Lebensjahr beginnen einschränkende Rollenbilder stärker zu greifen. Je älter Mädchen werden, desto stärker werden sie gedrängt sich anzupassen. Sie ziehen sich aus der Öffentlichkeit zurück, werden passiver, und kontrollierter.Mädchen entgehen dadurch wertvolle Erfahrungen, die Buben ganz selbstverständlich machen.


make it...

  • will Rahmenbedingungen schaffen damit Mädchen die Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit und Unabhängigkeit erlangen können.

  • wendet sich an Frauen und Männer, die an der feminstischen Mädchenarbeit interessiert sind.


Ziele der Arbeit von make it...

  • Ziel ist die Sicherstellung einer kontinuierlichen feministischen Mädchenarbeit im Bundesland Salzburg
  • Erhöhen der Akzeptanz feministischer Mädchenarbeit
  • Schaffen und Verbessern der Rahmenbedingungen und Strukturen feministischer Mädchenarbeit


Schwerpunkte der Arbeit von make it...

  • Koordination der Salzburger Mädchenarbeit
  • Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying
  • Zusammenarbeit mit EntscheidungsträgerInnen, Fachstellen, MultiplikatorInnen,...
  • Informationsdrehscheibe
  • Planung und Organisation von Veranstaltungen, Fortbildungen und Aktionen
  • Initiieren und Begleiten von Pilotprojekten
  • Umsetzung von Gender Mainstreaming in der Jugendarbeit


Wenden Sie sich an make it, wenn Sie ...

  • ein Projekt planen und Unterstützung suchen
  • wissen wollen, wie Sie feministische Mädchenarbeit in Ihrem Umfeld umsetzen können
  • an Fortbildungsmöglichkeiten und Erfahrungsaustausch interessiert sind
  • Informationen zu einem Thema und über mädchenspezifische Veranstaltungen für Mädchen in Stadt und Land Salzburg brauchen.


make it orientiert sich an den Grundsätzen feministischer Mädchenarbeit.

Parteilichkeit:

  • Sich einlassen auf die Realität der Mädchen
  • Mädchen in der Entwicklung selbstbestimmter weiblicher Identität unterstützen
  • Gemeinsame Ebene zwischen Pädagogin und Mädchen sehen in der gemeinsamen Situation im Rahmen der Geschlechterhierarchie
  • Umwertung von Verhaltensweisen der Mädchen (z.B. Aggression als berechtigten Widerstand, Symptome als Verarbeitung unzumutbarer Anforderungen...)
  • Solidarität unter den Mädchen fördern, der Spaltung entgegenarbeiten
  • Den Mädchen bei Berichten über Gewalt glauben und sich für ihren Schutz einsetzen

an den Stärken ansetzen:

  • Defizite bzw. gesellschaftliche Benachteiligungen erkennen und benennen
  • Die Mädchenarbeit selbst an den Fähigkeiten der Mädchen ansetzen
  • Widerstandspotenziale der Mädchen stärken

Identifikation:

  • Pädagogin als Identifikationsfigur für eine um Selbstbestimmung bemühte weibliche Lebensweise und weibliche Identität
  • Mit den Identifikationsprozessen offen umgehen, sie transparent, durchschaubar, diskutierbar für die Mädchen machen

Autonomie:

  • Entwicklung eigenständiger Interessen und Eigenschaften/Fähigkeiten, Bestätigung nicht aus Anerkennung durch Jungen beziehen
  • Arbeit in eigenständigen Mädchengruppen/-projekten/-räumen, Entwicklungsfreiräume schaffen
  • Selbstbestimmtheit gegen Fremdbestimmung ("Wie ein Mädchen zu sein hat...")
  • Fähigkeiten als Stärken erleben und entfalten