Eindrücke und Erfahrungen

Hier finden Sie Eindrücke von DIALOG-Veranstaltungen und Erfahrungen, die mit DIALOG 2019 gemacht wurden.

Abschlusstage von DIALOG 2019

Um die Fülle des Schwerpunktjahrs zusammenzuführen und um Ergebnisse zu reflektieren, wurde DIALOG 2019 mit den „Abschlusstagen“ im November und Dezember 2019 beendet – eine Reihe von verschiedenen Veranstaltungen, die Integration von künstlerischer, fachlicher und politischer Seite beleuchtete, unterschiedliche Stränge zusammenführte und Bilanz zog.

Zu den Abschlusstagen gehörte die siebenteilige "Erzählcafé-Reihe" (18. - 25. November 2019), wo Prominente "Übers gute Zusammenleben" redeten. Die von Mag.a Dagmar Ziegler kuratierte Reihe lud Cornelius Obonya, Katharina Stemberger, Seppi Sigl, Yasmin Hafedh (YASMO), Robert Kleindienst, Flüchtlingspfarrer Alois Dürlinger und Felix Gottwald zu Gesprächen in Salzburger Caféhäusern.
Eine komplette Übersicht über alle Erzählcafés inkl. einer kurzen Zusammenfassung aller Gesprächsthemen findet sich unter den Sonderberichten zu DIALOG 2019.


Cornelius Obonya beim Erzählcafé im Café Mozart
© Land Salzburg

Seppi Sigl mit Moderator Hans Holzinger beim Erzählcafé in der Trumerei
© Land Salzburg

Yasmin Hafedh (YASMO) beim Erzählcafé in der Academy Bar© Land Salzburg

Die Abschlusstage gingen mit einer Fachtagung in St. Virgil weiter (25. / 26. November), dessen Motto „Integration in Salzburg weiterdenken“ lautete. Hier wurde über Ergebnisse des Dialogjahrs debattiert und gemeinsam darüber nachgedacht, wie es mit dem Salzburger Weg der Integration weitergeht. Am Vorabend zog Landesrätin Mag.a (FH) Andrea Klambauer Bilanz über das gelungene Dialogjahr; zudem gab es eine Podiumsdiskussion zu den Chancen und Hürden in der Integration mit Andrea Klambauer, GR Dr. Tarik Mete und der Journalistin Melisa Erkurt. Am nächsten Tag wurde nach einem einführenden Vortrag von Assoz.Prof. Dr. Wolfgang Aschauer über Daten und Fakten zu Integration in Salzburg in 9 thematischen Workshops diskutiert, wie Integration in Salzburg in den verschiedenen Bereichen weitergehen soll. Dabei wurden Empfehlungen an die Politik ausgearbeitet. Der Abend wurde mit einer Runde der Salzburger ChefredakteurInnen beschlossen: Fünf ChefredakteurInnen wichtiger Salzburger Medien diskutierten Integration in Salzburg. Begleitet wurde der Tag von der Graphikerin Antia Berner mittels der Methode "Graphic Recording". Details zur Fachtagung finden Sie unter Berichte zu ausgewählten Projekten.

Wolfgang Aschauer bei den Abschlusstagen© Land Salzburg

Von links nach rechts: Manfred Perterer (Salzburger Nachrichten), Michaela Gründler (Apropos), Doris Thallinger (Die Salzburgerin), Franz Wieser (Landesmedienzentrum), Julia Hettegger (Bezirksblätter), Gerd Schneider (ORF) bei der Runde der ChefredakteurInnen.
© Land Salzburg

Anita Berner beim Graphic Recording im Rahmen der Abschlusstage in St. Virgil
© Land Salzburg



Weitere Veranstaltungen durch das Jahr:


Regionaler Migrationsdialog Hallein: "Ab wann bin ich von hier?"

Podium Migrationsdialog Hallein© Land Salzburg
Am 18. Oktober 2019 fand in Hallein ein Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion zum spannenden Thema "Ab wann bin ich von hier?" statt. Die Chefredakteurin von Das Biber - ein Magazin, das von MigrantInnen für MigrantInnen und ÖsterreicherInnen erstellt wird - Delna Antia-Tatic, MA, präsentierte im Berufsschülerheim Hallein die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit zu diesem Thema: Viele junge MigrantInnen erleben das Spannungsfeld, in Österreich verwurzelt zu sein und doch von der Mehrheitsgesellschaft nicht als ÖsterreicherInnen wahrgenommen zu werden - während gleichzeitig Integration verlangt werde. Im anschließenden Podiumsgespräch (Moderation: Simone Seymer) mit Delna Antia-Tatic, dem Halleiner Bürgermeister Alexander Stangassinger, Neda Kuric vom Büro für interkulturelles Zusammenleben in Hallein und Derya Topucar, eine türkisstämmige Angestellte wurde die Herausforderung Integration im Lichte einer nicht immer offenen Mehrheitsgesellschaft diskutiert - und betont, dass das zentrale Element, um zu Österreich zu gehören, sich als ÖsterreicherIn zu fühlen sei; unabhängig von den Wurzeln.



Fotoausstellung: "Von wo ich mich sehe ... Extended!"

Vernissage Von wo ich mich sehe© derPasquali
ank einer gelungenen Kooperation mit dem ORF konnte am 10. Oktober 2019 die Fotoaus-stellung „Von wo ich mich sehe … Extended!“ im ORF Landesstudio Salzburg feierlich eröffnet werden. Durch den Abend führte Conny Deutsch (im Bild), Beiträge kamen vom Kurator der Ausstellung, Mag. Wolfgang Tonninger, und Autor Omar Khir Alanam (im Bild). Die Fotoausstellung zeigt Portraits von Flüchtlingen und Einheimischen mit kurzen Texten und wurde eigens für DIALOG 2019 von acht auf sechzehn Porträts erweitert. Seit Jänner 2020 ist die Ausstellung auf Reisen durch Salzburger Bildungs- und Kultureinrichtungen und kann von InteressentInnen gerne gebucht werden.



Dialog-Format: "Sport und Integration

Bernhard Seonbuchner, Trainer U-18 Red Bull Salzburg© Land Salzburg
Am 4. Oktober 2019 fand in der Red Bull Fußball-Akademie ein von Mag.a Dagmar Ziegler moderierter Workshop zum Thema Sport und Integration statt. Eingeladen waren TrainerInnen und FunktionärInnen aus Salzburgs Sportvereinen, denen ein Austausch über die aktuellen Her-ausforderungen im Umgang mit MigrantInnen und Flüchtlingen in Sportvereinen ermöglicht wurde. Nach zwei Vorträgen (Assoz. Prof. Dr. Minas Dimitriou, Universität Salzburg sowie Bernhard Seonbuchner, Sportlicher Leiter Nachwuchs bei Red Bull Salzburg / FC Liefering) wurde intensiv debattiert, welche Rolle Sportvereine bei der Integration spielen können, und mit welchen strukturellen Schwierigkeiten vor allem ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer kämpfen.






Buchpräsentation: "Integration und Migration: Mythen und Fakten"


In der Reihe „Zukunftsbuch“ veranstaltete die Robert-Jungk-Bibliothek im Rahmen von DIALOG 2019 eine Buchpräsentation, bei der AutorInnen des Sammelbandes den großen Mythen zu Integration und Migration einen Faktencheck unterzogen.

Der Herausgeber des Buches, Max Haller (Akademie der Wissenschaften), stellte dem Publikum Strategien der politischen und medialen Kommunikation vor, die Fakten zum Thema Migration stark verzerren: Etwa,wenn eine selektive Auswahl und die Hervorhebung einzelner Fakten die Realität verzerren. Beispiel: Einseitige Berichterstattung über "Ausländerkriminalität", während statistisch kein Zusammenhang zwischen Migration und Kriminalitätsrate nachgewiesenwerden kann.

JBZ Veranstaltung Faktencheck Migration© Birgit Bahtic-Kunrath
Sylvia Hahn (Universität Salzburg) widmete sich dem Mythos, dass es noch nie so viel Migration wie heute gegeben hätte – tatsächlich ist Migration jedoch ein Phänomen, welches die Menschen seit Anbeginn ihrer Geschichte begleitet. Gleichzeitig wurden MigrantInnen vom sesshaften Teil der Bevölkerung immer mit Skepsis betrachtet – Sesshaftigkeit galt als respektabel, Wanderung als zweifelhaft, so Hahn.

Der Frage, ob ein hoher Ausländeranteil in Schulen die Qualität der Bildung senke, widmete sich Johann Bacher (Johannes Kepler Universität Linz). Tatsächlich weist Johann Bacher nach, dass ab einem Überschreiten des MigrantInnenanteils von ca. einem Drittel in einer Schule die Lesekompetenz sinkt. Fazit: Schulen sollen gut durchmischt sein, etwa durch flexible Schuleinschreibung, zudem brauche es eine adäquate Finanzierung von „Brennpunktschulen“ (Bacher sprach von „sozialindizierter Ressourcenzuteilung“) sowie klare Zielvorgaben für die Schulen.

Der letzte Vortrag des Abends widmete sich dem Thema Islam. Wolfgang Aschauer (Universität Salzburg) plädierte für eine differenzierte Sichtweise: So gebe es einzelne Communities, die sehr religiös seien (TschetschenInnen, SomalierInnen, AfghanInnen), andere, in denen ein pragmatischer Zugang zur Religion vorherrsche. Bei MuslimInnen mit österreichischer Staatsbürgerschaft sei die Religiosität gering ausgeprägt.

Im Anschluss an die Vorträge gab es zahlreiche Fragen und Beiträge aus dem zahlreich erschienen Publikum - 75 Personen lauschten den Ausführungen - etwa zur Verbesserung der Situation an Schulen. Es war ein spannender und bereichernder Abend, der viele verzerrte Bilder gerade rückte. Danke an alle ReferentInnen und Partner!

Die Nachlese im Detail finden Sie hier.

Das lesenswerte Buch ist um 18,90 €uro in Buchhandlungen erhältlich.



akzente Salzburg Jugenddialoge 2019

Wie kann „Integration“ funktionieren und was braucht es für ein besseres „Miteinander“?
Im Rahmen von „DIALOG 2019 – Der Salzburger Weg der Integration“ diskutierten insgesamt 557 Jugendliche in Mittersill (06.05.2019), St. Johann im Pongau (07.05.2019), Tamsweg (08.05.2019), Neumarkt (20.05.2019), Salzburg Stadt (21.05.2019) und Hallein (22.05.2019).


akzente Jugenddialoge Mittersil© J.Schindlegger
Das Format „Salzburger JugendDialog“ ermöglicht jungen Menschen sich mit einem bestimmten Thema intensiv zu beschäftigten. 2019 stand das Thema „Integration“ im Mittelpunkt. Als Experten waren Omar Khir Alanam  und Jad Turjman bei allen Veranstaltungen mit dabei.  Omar Khir Alanam kam Ende 2014 als Flüchtling nach Graz. Er ist Autor des Buchs „Danke: Wie Österreich meine Heimat wurde“, in dem er von seinem Leben in Syrien, von Flucht, Ankunft und seinem Leben in Österreich erzählt.

Jad Turjman ist 2015 nach Österreich gekommen und lebt in Mattsee. In seinem im Februar 2019 erschienenen Buch „Wenn der Jasmin auswandert“ erzählt er, wie er Flucht, Migration und Ankommen bzw. Integration aus persönlicher Sicht erlebt hat.

akzente Jugenddialoge Neumarkt© akzente Salzburg
Nach den Experteninputs zu Beginn der einzelnen Veranstaltung setzten sich die teilnehmenden Jugendlichen in fünf Workshops mit unterschiedlichen Themenbereichen auseinander (z.B. Interkulturelles Zusammenleben, Ehrkulturen, Solidarität, EU-Politik etc.). Das Interesse der Jugendlichen zeigte sich vor allem auch in den abschließenden Podiumsdiskussionen. Die SchülerInnen nutzten zahlreich die Möglichkeit, Fragen direkt oder anonym via Smartphone-App an die anwesenden Experten zu stellen.


Lesung: Wenn der Jasmin auswandert. Die Geschichte meiner Flucht.

Der syrische Autor Jad Turjman liest im ganzen Bundesland aus seinem Buch

Jad Turjman ist der Autor der Stunde. In Kooperation mit DIALOG 2019 hält der syrische Autor zahlreiche Lesungen in Salzburgs Gemeinden ab:


Am 19. Mai stellte Turjman sein Buch den BerufsschülerInnen des BLS Hallein vor.

Lesung Turjman LBS Hallein© akzente Salzburg

Vor einem höchst konzentrierten Publikum wurden von den SchülerInnen Fragen nach den eindrücklichsten Erlebnissen der Flucht, Kontakte nach Syrien und was der Autor am meisten vermisse gestellt. Fragen konnten auch via SMS und WhatsApp gestellt werden.






Lesung Turjman Saalfelden© Bildungszentrum Saalfeld


Am 5. Mai 2019 fanden 78 Besucher*innen den Weg ins Bildungszentrum Saalfelden, um der berührenden Geschichte von Jad Turjman zuzuhören. Nach Fragen aus dem Publikum, die sich viel darum drehten, wie Herr Turjman in seinem neuen Leben in Österreich angekommen sei und ob er daran denke, wieder nach Syrien zurückzugehen sowie einer kurzen Erzählung eines anderen syrischen Flüchtlings zur Traumatisierung seines Sohnes ging der Abend mit lang anhaltendem Applaus für den Autor zu Ende.



Gar 130 Personen besuchten die Lesung im Mattsee, die dieses Mal musikalisch mit arabischen Klängen untermalt war.
Lesung Turjman Mattsee© KBW Mattsee
















Auch im Pongau beeindruckte Jad Turjman mit seiner Geschichte: Am 23. März besuchten über 50 Interessierte die Lesung in Radstadt und zeigten sich tief beeindruckt und berührt.
Lesung Jad Turjman Radstadt© Copyright
Zur Einleitung wurde eine Bilddokumentation über die viereinhalb-jährigen Betreuungsaktivitäten der INITIATIVE-FLÜCHTLINGSHILFE-RADSTADT gezeigt. Die Lesung wurde von Josef Schneider moderiert. Im Anschluss wurde bei einem reichhaltigen Buffet noch lange diskutiert.






Kuppelgespräche im Pongau: Die EU im Dorfgespräch

Gespräche über die Zukunft der Gemeinden, Regionen und Europa: Angeregt durch ein Gespräch über den Brunnen am Dorfplatz als Begegnungsort in früherer Zeit kam die zündende Idee des mobilen Angebots der Holzkuppel. Diese wurde im Zuge der EU-Wahlen gebaut und Anfang Mai 2019 in Pongauer Gemeinden aufgebaut. Unter der Holzkuppel sollen Menschen zusammenkommen, die für die Gemeinde, die Stadt, die Region und für Europa etwas bewirken wollen.

Kuppelgespraech© European Public Sphere; Queerbeet

Ausschlaggebendes Thema war Europa und die Kulturvielfalt in der Gemeinde. Zwei Themenbereiche dominierten die Gespräche: Migration und Klimawandel – Phänomene, die vor Ort zu spüren sind, aber in einem größeren Kontext bearbeitet werden müssen. Bessere dörfliche Infrastruktur, Arbeits- und Ausbilungsplätze waren weitere Themen.
Ob positiv oder negativ – die Meinungen dürfen und sollen in einem Gespräch auseinandergehen. Das ist auch der Sinn eines Dialoges. Der gemeinsame Konsens bestand darin, dass Europa ein Friedensprojekt ist und auch weiterhin für friedliches Miteinander sorgen kann und soll.


Gruppenfoto Kuppelgespraeche© European Public Sphere; Queerbeet

Dorfgastein, Bischofshofen und Radstadt waren die drei Kuppelorte mit insgesamt ca. 60 GesprächspartnerInnen. Vom Schneeregen bis zum Sonnenschein – diskutiert wurde trotzdem und damit hat die Kuppel sein Ziel erreicht: Öffentlich miteinander reden, denn meistens ist es eine Mitte die uns eint.
Die Kuppelgespräche wurden vom Projekt Querbeet und von European Public Sphere in den Pongau gebracht, in Kooperation mit DIALOG 2019.

Hier können Sie ein Kurzvideo zu den Kuppelgesprächen ansehen.

Hier geht es zum Blogeintrag von European Public Sphere, die gemeinsam mit Querbeet die Kuppelgespräche intitiiert und durchgeführt hat.



Das Projekt „open heart“ der KIJA Salzburg gewinnt den MigAward der Integrationswochen


Zum siebenten Mal wurde Mittwoch, 10. April 2019, in Wien der MigAward vergeben. In der Kategorie "Bundesländer" gewann das kija-Projekt "open.heart" den ersten Preis.
"open.heart" ist ein professionell begleitetes Patenschaftsprojekt zwischen unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten und ehrenamtlichen Patinnen und Paten.

Gewinner MigAward 2019© AMH by Albin Melez
Der MigAward ist der einzige Preis, der ausschließlich von Migrantinnen und Migranten vergeben wird.

DIALOG 2019 gratuliert herzlich!

DIALOG 2019 ist Partnerin der Integrationswochen. Die Integrationswochen in Salzburg fanden bis 10. Mai 2019 statt.






Migrationsdialoge mit der afghanischen Botschafterin, H.E. Khojesta Fana Ebrahimkhel

Migrationsdialog mit der afghanischen Botschafterin und LR Andrea Klambauer in St. Virgilim Bild: Landesrätin Andrea Klambauer und H. E. Khojesta Fana Ebrahimkhel, Botschafterin Afghanistan 1.4.2019© virgil/maria schwarzmann

Am 1. April stand im Rahmen der Migrations-Dialoge in St. Virgil die Menschenrechtssituation in Afghanistan im Zentrum.

Über diese wurde unter anderem auch vom ORF/Salzburg heute  berichtet.







Auftakt

Am 7. März 2019 fanden sich ca. 90 Interessierte in der Stadt Salzburg (Stadtwerke-Areal Lehen) ein, um der feierlichen Eröffnung von DIALOG 2019 beizuwohnen.

Von links nach rechts: Mag. Wolfgang Schick, Leiter Referat Jugend, Generationen, Integraiton; LR Mag.a (FH) Andrea Klambauer, Landesschulsprecher Melih Öner, LRin a.D. Dr.in Tina Widmann, Projektleiter Frnaz Neumayer, Autor Jad Turjman, Mag. Stefan Wally (JBZ)
© Land Salzburg

Der von Mag. Stefan Wally (Robert-Jungk-Bibliothek) moderierte Abend bespielte eine Reihe von Dialog-Formaten und erlaubte somit eine Vorschau auf unser Schwerpunktjahr:
Ein Podiumsgespräch zwischen Landesrätin Mag.a (FH) Andrea Klambauer, dem Landesschulsprecher der AHS Melih Öner, dem syrischen Autor Jad Turjman und der Leiterin des Integrationsprojekts Die Chance, Landesrätin a.D. Dr.in Tina Widmann, zeigte verschiedene Zugänge zum Thema Integration auf. So betonte Tina Widmann die Wichtigkeit von Integration für den Erfolg am Arbeitsmarkt – dazu gehöre es auch, sich mit kulturellen Gebräuchen und österreichischen Werten vertraut zu machen. Jad Turjman betonte wiederum, dass auch die Aufnahmegesellschaft offen sein und Unterschiede auch akzeptieren solle. Viele MigrantInnen brächten Werte mit, die auch in Österreich Geltung hätten, wie etwa der respektvolle Umgang mit alten Mitmenschen, wie Landesrätin Klambauer bemerkte. Melih Öner unterstrich die Wichtigkeit von Sprache als ersten Schritt in die Integration. Gleichzeitig äußerte er die Befürchtung, dass die frühe Segregation von SchülerInnen in Österreich Integrationsprobleme verschärfen würden.

LR Mag. (FH) Andrea Klambauer mit Mitlgiedern der HEROES Salzburg© Land Salzburg
Im Anschluss an das Podiumsgespräch gab es einen kurzen, sowohl unterhaltsamen als auch zum Nachdenken anregenden Schauspiel-Sketch von Mitgliedern der Aktion HEROES, die auch in Salzburg wertvolle Integrationsarbeit leisten.








Die Veranstaltung wurde von einer von Mag. Wolfgang Tonninger, Leiter der Initiative Fair Matching kuratierten Foto-Ausstellung „Von wo ich mich sehe“ begleitet - 8 einfühlsame Portraits mit Geflüchteten und ihrem Leitsatz.
LR Mag. (FH) Andrea Klambauer und Mag. Wolfgang Tonninger mit einem Portrait der Ausstellung "Von wo ich mich sehe"© Land Salzburg

Am Schluss gab es einen gemütlichen Ausklang im Foyer der Volkshochschule: Zeit, in Dialog zu treten und neue Netzwerke aufzubauen.
Wir danken allen Beteiligten für den gelungenen Abend!