Mädchen

Einflussnahme auf eine ganze Generation

Das Smartphone begleitet Jugendliche vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. 99 Prozent der Mädchen zwischen 12 und 19 Jahren besitzen ein Handy (Jungen: 96%). Sie können also quasi rund um die Uhr kommunizieren und surfen. Das ist nicht immer harmlos, wie man anhand der Cybermobbing-Zahlen sehen kann. Rund 400 Einzelfälle, in denen Mädchen sich mit (Cyber-)Mobbing- Attacken konfrontiert sahen, verzeichnet die Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg für 2018. Doch es gibt noch einen weiteren Aspekt, der nicht außer Acht gelassen werden darf: die wachsende Bedeutung der „Influencer" im Leben der Jugendlichen. Diese sind gerade ab dem zwölften Lebensjahr sehr empfänglich für Vorbilder und Einflussnahme.

Bedenklich ist das deshalb, weil Forscherinnen und Forscher wie z.B. Prof.in Nicola Döring festgestellt haben, dass diese Vorbilder bzw. die neuen Medien „soziale Geschlechterstereotype und Machtasymmetrien oftmals erhalten oder sogar verstärken".

Das heißt: Jungen finden Beispiele „bosshafter Männlichkeit" erstrebenswert, Mädchen folgen Vorbildern, die Schönheits- und Fastentipps geben und vergeben ihre „Likes", die Internetwährung für Beliebtheit, häufig für Mode- oder Schminkikonen. Daher gilt es, mit geeigneten Maßnahmen, dafür zu sorgen, das Selbstbewusstsein von Mädchen, jenseits von Klischees zu stärken und ihnen beispielsweise andere großartige Identifikationsangebote in den sozialen Medien aufzuzeigen.

Das Land Salzburg fördert eine Vielzahl von Mädchenprojekten, von Theaterstücken über Workshops bis hin zu Schulveranstaltungen u.v.m. Wenn Sie ein förderungswürdiges Projekt haben, wenden Sie sich bitte an uns. Wir informieren Sie gerne. 

Stefanie NAGILLER

Referat Frauen, Diversität, Chancengleichheit, Fachbereich Mädchenförderung



Theaterprojekt zum Thema Frauenkörper
© Stefanie Nagiller