Photovoltaikanlagen

auf bereits versiegelten Flächen

Warum wird gefördert?

Das Land Salzburg hat sich in der Energiepolitik ambitionierte energie- und klimapolitische Ziele gesetzt. In der beschlossenen Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050 sind zahlreiche Maßnahmen zusammengestellt.

Bis zum Jahr 2050 sollen Klimaneutralität, Energieautonomie und Nachhaltigkeit für das Land Salzburg erreicht sein. Energieeffizienz und der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energieträger müssen ein permanentes Ziel sein, um dem Klimaschutz, der Versorgungssicherheit und der Minimierung der Auslandabhängigkeit Rechnung zu tragen. Die Weiterentwicklung und verstärkte Umsetzung der Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050 stehen daher im Vordergrund der Aktivitäten.

Die Ziele der Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050 können nur dann erreicht werden, wenn dem effizienten Einsatz von Energie oberste Priorität eingeräumt wird und alle Formen erneuerbarer Energie in nachhaltiger Weise genutzt werden.

Was wird gefördert?

Das Klima-/Energieressort des Landes Salzburg fördert Investitionen zur Errichtung und Erweiterung von Photovoltaikanlagen auf bereits versiegelten Flächen im Bundesland Salzburg, die dadurch einer Doppelnutzung zugeführt werden.
  • Als versiegelte Flächen gelten bebaute Oberflächen, welche bereits durch einen Baustoff, wie z.B. Asphalt oder Beton, durchgehend bedeckt sind und diese Bedeckung kein Bauwerk oder Gebäude darstellt. Förderbar sind demnach insbesondere Photovoltaik-Überdachungen von Parkplätzen, Parkräumen und befestigter Betriebsflächen, größere Parkraumüberdachungen bei Wohnbauten, Photovoltaik-Überdachungen bei Handel, Gewerbe und Industrie sowie Photovoltaik-Überdachungen befestigter Betriebsflächen der Landwirtschaft.
  • Die Leistung pro Einzelanlage (Zählpunkt) muss mindestens 100 kWp betragen.
  • Es werden nur Anlagen gefördert, die auf bereits bestehenden, errichteten Flächen errichtet werden.

Weiterführende Informationen sowie sämtliche Details zur Förderung entnehmen Sie bitte dem Informationsblatt.

Wie hoch wird gefördert?

  • Gefördert werden die umweltrelevanten Mehrkosten gegenüber einer fossilen Referenzanlage aliquoter Größenordnung.
  • Die Investitionszuschüsse dürfen maximal 45 % der umweltrelevanten Mehrkosten (netto) betragen.
  • Die Förderhöhe ist mit € 2.000.000 pro PV-Anlage und Antrag begrenzt.
  • Der Förderwerber hat im Förderantrag den Förderbedarf in EUR pro kWp selbst einzuschätzen und anzugeben.
  • Die Förderanträge werden, sofern sie innerhalb des Ausschreibungszeitraumes bei der Geschäftsstelle für die Bearbeitung des Förderantrages einlangen, nach der Höhe des angegebenen Förderbedarfes, beginnend mit dem niedrigsten Förderbedarf pro kWp, gereiht.
  • Bei gleichem Förderbedarf pro kWp wird jener Antrag vorgereiht, der zuerst bei der Geschäftsstelle für die Bearbeitung des Förderantrages eingelangt ist.
  • Wird im Zuge der Endabrechnung das maximale Förderausmaß nicht erreicht, so wird die Förderung entsprechend gekürzt.

Wie errechnet sich der maximale Investitionszuschuss?

Gefördert werden max. 45 % der umweltrelevanten Mehrkosten (netto) gegenüber einer fossilen Referenzanlage aliquoter Größenordnung.
Die Referenzkosten einer fossilen Referenzanlage ergeben sich nach folgender Veröffentlichung (GUTACHTEN – REFERENZKOSTEN PHOTOVOLTAIK – OEMAG – 2021): Referenzkosten Photovoltaik

Folgende Berechnung wird angewandt:
Dabei stellen sich die spezifischen Investitionskosten inkl. Installation [€/kW] wie folgt dar:
• Für Generatoren bis 50 kW betragen die spezifischen Kosten 454 €/kW
• Für Generatoren größer 50 kW bis 100 kW ist folgende Formel anzuwenden, wobei x die
Leistung des Generators und y die entstehenden spezifischen Kosten darstellen:
y = −0,82 ∗ x + 495
• Für Generatoren größer 100 kW bis 200 kW ist folgende Formel anzuwenden:
y = −1,00 ∗ x + 513
• Für Generatoren größer 200 kW bis 300 kW ist folgende Formel anzuwenden:
y = −0,62 ∗ x + 437
• Für Generatoren größer 300 kW bis 500 kW ist folgende Formel anzuwenden:
y = −0,265 ∗ x + 330,5
• Für Generatoren größer 500 kW bis 1.000 kW betragen die spezifischen Kosten 198 €/kW

Demnach stellt sich eine Musterberechnung des maximalen Investitionszuschusses für eine 100 kWp-Anlage, z. B. eine PV-Parkplatzüberdachung, folgendermaßen dar:
  • Angenommene spezifische Investitionskosten (Musterberechnung, die tatsächlichen Errichtungskosten müssen nachgewiesen werden): 3.000,- €/kWp
  • Absolute Investitionskosten der PV-Anlage: 300.000,- €
  • Spezifische Investitionskosten einer Referenzanlage aliquoter Größenordnung: - 0,82 * 100 kWp + 495 € = 413 €/kWp
  • Absolute Investitionskosten einer Referenzanlage aliquoter Größenordnung: 413 €/kWp * 100 kWp = 41.300 €
  • Umweltrelevante Mehrkosten gegenüber einer fossilen Referenzanlage: 300.000,- € - 41.300,- € = 258.700,- €
  • Max. Investitionszuschuss von 45 % der umweltrelevanten Mehrkosten: 258.000,- € * 0,45 = 116.415,- €
Demnach ergeben sich bei dieser Musterberechnung 116.415,- € maximaler Investitionszuschuss unter der Annahme, dass die spez. Errichtungskosten 3.000,- €/kWp sind.

Wie komme ich zur Förderung?

Beachten Sie bitte: Mit der Errichtung der Anlage darf erst nach Erhalt des Ausschreibungszuschlages begonnen werden. Ein vorzeitiger Errichtungsbeginn führt zum Förderausschluss!

Die Geschäftsstelle für die Bearbeitung des Förderantrages ist das Amt der Salzburger Landesregierung, Referat 4/04 Energiewirtschaft und –beratung.

Förderanträge können im Ausschreibungszeitraum zwischen 15. Juli 2022 bis 30. September 2022 per Mail an energie@salzburg.gv.at gestellt werden.