Museum der Moderne

Umfahrung Monikapforte

Monikapforte im Bau am 4.12.2018© Land Salzburg

Bauherr:Stadt und Land Salzburg
Projektmanagement:Land Salzburg, Abteilung 6
Projektbeschreibung:Die Fortifikation der Müllner Schanze wurde zur Zeit des Erzbischofs Paris Lodron (1586 – 1653) errichtet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde durch einen privaten Bau­herrn eine Straße von Mülln aus auf den Mönchsberg gebaut. Diese Straße wurde durch den Sperrbogen der Monikapforte gelegt. Bereits in den vergangenen Jahr­zehn­ten hat sich gezeigt, dass dies zu einer massiven Belastung des Denkmals geführt hat. Auf Grund der beengten Situation kam es immer wieder zu Beschädigungen durch den erforderlichen Zustellverkehr.
Für den Bau des Museums der Moderne wurde neben der Monikapforte als Provisorium eine Behelfsbrücke errichtet, welche auch die Generalsanierung des Hotels Mönchsstein wesentlich erleichterte. Da sich neben diesen beiden Gebäuden zahlreiche weitere Objekte auf dem Mönchsberg befinden, welche im Notfall auch für größere Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr erreichbar sein sollen, wird nach einer gestalterisch hochwertigen, dauerhaften Lösung gesucht. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Untertunnelung der Bastionsanlagen geprüft. Diese Idee wurde jedoch aus mehreren Gründen wieder verworfen: Es wäre nämlich im unteren Einfahrtsbereich in der wuchtigen Bastionsmauer ein großes Portal zu errichten, die Längsneigung von über 17 % wäre zu steil und weiters müssten im oberen Ausfahrtsberich beträchtliche Geländeveränderungen vorgenommen werden, welche neben der alten Bastion sehr stören wurden. Somit verbleibt als einzige praktikable Variante eine Umfahrung der Bastionsanlagen mit Errichtung einer neuen Brücke über den Wehrgraben. Zur Findung eines dem historischen Umfeld würdigen Entwurfes wurde vom Land Salzburg (Referat Landeshochbau) im Einvernehmen mit der Stadt Salzburg ein Architektenwettbewerb mit fünf Teilnehmern ausgelobt. Von der hochkarätig besetzten Jury wurde einstimmig das Projekt der Salzburger Architekten Dipl.-Ing. Heinz Lang und Dipl.-Ing. Gerhard Sailer (Halle 1) sowie des Statikers Dipl.-Ing. Gerhard Heinrich zum Wettbewerbssieger erklärt und zur Ausführung empfohlen.
So sieht das Siegerprojekt aus:



Der Entwurf überzeugt insbesondere durch eine schlanke, sehr elegante und unaufdringlich wirkende Konstruktion sowie durch die sehr einfühlsame Einfügung in die unmittelbare Umgebung der Wehranlagen. Die Brückenspannweite beträgt ca. 18 m.
Ausführende Firma:​Swietelsky Bau GmbH Salzburg
Aktueller Projektstatus:  
in Ausführung
Errichtungskosten:ca. € 880.000,-- zuzüglich 20 % Ust.
​Projektstart: 2001 (Bau Behelfsbrücke)
​Planungsbeginn:​Brücke 2008
​Baubeginn:​Ende Juli 2018
​Fertigstellung:​Gesamtfertigstellung Frühjahr 2019