Autor:
Stefan Mayer,
Fotos:
Franz Neumayr
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Umwelt

Wächter über Salzburgs Luftgüte

13 fixe Standorte, drei mobile Messanhänger, 90 Passivsammler und eine Viertelmilliarde Datensätze - so wird Salzburgs Luftgüte ständig erfasst und ausgewertet.
 

​Neben der Station am Rudolfsplatz inmitten des Verkehrs der Landeshauptstadt vom Stadtgartenamt optisch verschönert und in Blumen eingebettet, gibt es zwölf weitere Messstellen, die landesweit die Luftqualität erfassen. Mit drei mobilen Einheiten werden bei Bedarf Luftgütemessungen durchgeführt. Aktuell endete eine zweijährige Überprüfung in Lamprechtshausen, im Luftkurort Mariapfarr findet gerade eine im Rahmen der Kurorte-Richtlinie statt. In Summe werden in der Datenbank des Luftgütemessnetzes rund 250 Millionen Datensätze gespeichert und ausgewertet. 

Stand anfangs vor allem Schwefeldioxid im Fokus, so sind es aktuell Stickstoffdioxid und Feinstaub.
Alexander Kranabetter, Immissionsschutz

Feinstaub seit 20 Jahren unter genauer Beobachtung

Salzburg kann beim Feinstaub auf eine europaweit einmalig lange Messreihe des Rußanteils verweisen. Bereits im Jahr 2000 erkannte der damalige Messnetzleiter Peter Biebl, dass der Trend vom gesundheitlich besonders relevanten Rußanteil im Feinstaub genauer zu untersuchen ist. 20 Jahre später gibt es nun auf europäischer Überlegungen zur Aufnahme als „black carbon“ in die EU-Luftqualitäts-Richtlinie. Die viel diskutierten ultrafeinen Partikel werden im Nahbereich des Salzburger Flughafens seit Mitte 2016 gemessen. Sie sind kleiner als 100 Nanometer und mit der Größe von Viren vergleichbar.


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