Autor:
Martin Wautischer,
Fotos:
Franz Neumayr
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Umwelt

Meister Sommerer und seine Elektriker

Eine Waschmaschine pumpt nicht mehr ab, der Fernseher bleibt schwarz oder eine alte aber vom Heimwerker heiß geliebte Flex läuft nicht mehr. Wegwerfen? Auf keinen Fall, wenn es nach Kommunikationselektroniker Johann Sommerer geht. Er schraubt, lötet, verkabelt und freut sich wenn bewährte Gerätschaften noch viele weitere Jahre im Einsatz sind. Ein Handwerker vom wertvollen Schlag.
 

Fünf Mitarbeiter beschäftigt Johann Sommerer, Inhaber einer der wenigen reinen Reparaturbetriebe für Elektrogeräte in Salzburg. Er ist auch Partner der ersten Stunde für den Reparaturbonus Salzburg, mit dessen Hilfe alle, die ihre Elektrogeräte reparieren lassen die Hälfte der Kosten – bis zu 100 Euro – rückerstattet bekommen.

95 Prozent aller Geräte, die zu uns gebracht werden, können wieder zum Leben erweckt werden.
Johann Sommerer, Inhaber Reparaturbetrieb

„Reparieren statt wegwerfen“ ist sein Credo

Das Motto des Reparaturbonus Salzburg „reparieren statt wegwerfen“ spricht dem Elektrikermeister aus der Seele. „Wir sind ein reiner Reparaturbetrieb. Ich beschäftige fünf Mitarbeiter, die Elektrogräte wieder zum Leben erwecken. Für mich bringt der Reparaturbonus nicht nur mehr Kundschaft, mir ist es auch wichtig, dass das Bewusstsein gestärkt wird. Viele Menschen wissen heute ja gar nicht, dass Fernseher, Elektrowerkzeuge und vieles mehr repariert werden können und sich das auch auszahlt“, sagt Johann Sommerer. „Positiv überrascht hat mich, dass die Kunden nicht in erster Linie wegen der Förderung etwas reparieren lassen, sie wollen vor allem etwas Nachhaltiges tun“, so Sommerer.

Wegwerfmentalität ade

Ich wusste gar nicht, dass es in meiner Umgebung jemand gibt, der meine Elektrogeräte reparieren kann“. Das hören die Inhaber von Reparaturbetrieben von neuen Kunden sehr häufig. „Werbung ist für einen kleinen Familienbetrieb kaum zu bezahlen“, gibt der auf meist auf Mundpropaganda angewiesene Chef darauf als Antwort. Aktionen des Landes, die seine und ähnliche Firmen bekannt machen, wie der Reparaturbonus und Plattform www.reparaturfuehrer.at begrüßt er deshalb besonders. Damit wird der Weg weg von der Wegwerfmentalität zusätzlich gestärkt. REP_200610_30 (mw/mel)

Gesellschaft; Schellhorn; Umwelt
Info

Fragen und Antworten

  • Wo kann man die Geräte reparieren lassen?
    Im Bundesland Salzburg finden sich rund 200 Firmen, die Partnerbetriebe für den Reparaturbonus des Landes für Elektrogeräte sind. Die Reparatur des Elektrogeräts muss von einem auf www.reparaturfuehrer.at gelisteten Salzburger Betrieb durchgeführt werden. Natürlich gibt es noch viele mehr, die auch andere Dinge des Alltags wieder zum Leben erwecken.
  • Wo kann man um die Förderung ansuchen?
    Auf www.salzburg.gv.at/reparaturbonus gibt es Informationen zur Förderaktion und den direkten Link zum Ansuchen. Das funktioniert auch mit einem Mobilgerät – Daten eingeben, Rechnung fotografieren, absenden.
  • Wie viel bekommt man vom Land?
    50 Prozent der Bruttokosten, maximal jedoch 100 Euro pro Haushalt (im Bundesland Salzburg) und Kalenderjahr. Mindestrechnungssumme sind 40 Euro.
  • Wie bekommt man die Hälfte der Kosten retour?
    Der Nachweis der Zahlung über die Wiederinstandsetzung ist in Form einer Rechnung (inklusive Zahlungsnachweis) oder eines Beleges aus der Registrierkasse zu erbringen.
  • Welche Arten von Geräten kann man zur Reparatur bringen?
    Die Geräteliste reicht hier vom Backofen über Herde, Fernseher, über Foto-, Videokamera, Geschirrspüler, Toaster und Waschmaschine.
  • An wen kann man sich wenden, wenn man Fragen hat?
    Referat für Abfallwirtschaft und Umweltrecht: E-mail: reparaturbonus@salzburg.gv.at