Autor:
Martin Wautischer,
Fotos:
Land Salzburg/ZOOMVP.AT
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Salzburg

Das neue Landesdienstleistungszentrum

Das neue Dienstleistungszentrum hat jetzt ein Gesicht. Eine internationale Jury hat die Pläne des Architekturbüros Burtscher-Durig aus Wien zum Siegerprojekt für das neue Gebäude am Bahnhof gekürt. Da dieses nun feststeht, kann die konkrete Umsetzung beginnen. Der Spatenstich ist für den Herbst 2023 geplant.
 

Vor rund drei Jahren hat die Landesregierung gemeinsam den Neubau des Dienstleistungszentrums beschlossen, da dieser technisch und wirtschaftlich sinnvoller ist als andere Ansätze. „Mit dem Neubau wird ein großer Teil der Landesverwaltung gebündelt und ist in der Nähe des Bahnhofes gut erreichbar - für die Salzburgerinnen und Salzburger, aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ziel ist es, bis zum Frühjahr 2023 alle Pläne eingereicht zu haben und die Baubewilligung zu haben. Im Herbst 2023 soll der Spatenstich erfolgen“, legt Landeshauptmann Wilfried Haslauer den Zeitplan fest.

Das neue Gebäude soll durch seine Funktionalität und Qualität dazu beitragen, Salzburgs Verwaltung zu einer der modernsten in Europa zu machen.
Landeshauptmann Wilfried Haslauer

Architektenteam aus Wien gestaltet

Der Zeitplan steht, die konkrete Umsetzung kann nun mit dem Feststehen des Siegerprojektes beginnen. Marianne Durig und Ulrich Burtscher vom siegreichen Architektenbüro betonen, dass sie das Gebäude „so formen wollten, dass die engen Straßenfluchten sich auftun, die Belichtung auch für die Nachbargebäude sich verbessert und damit das Gebiet sich aufweitet. Das Dienstleistungszentrum soll auf die Nachbarschaft reagieren und sich gut einfügen. Insgesamt wird es eine freundliche Erscheinung, ein ökologisches, wirtschaftliches Gebäude, in dem das Arbeiten angenehm ist, mit dem man sich auch gut im Freien aufhalten kann.“

Das Dienstleistungszentrum soll auf die Nachbarschaft reagieren und sich gut einfügen. Insgesamt wird es eine freundliche Erscheinung, ein ökologisches, wirtschaftliches Gebäude.
Architekten Marianne Durig und Ulrich Burtscher

Mitarbeiter sind in Planung eingebunden

Für Landesamtsdirektor Sebastian Huber hat die Funktionalität des neuen Landesdienstleistungszentrums Priorität: „Mitarbeiter und Bürger sollen sich in dem neuen Gebäude wohlfühlen. Dazu gehört in Zeiten des Klimawandels auch, dass das Gebäude nachhaltig sein muss. Die Verwendung von entsprechenden Materialien - etwa Holz -  war ausdrücklich gewünscht. Bei den Planungen stets eingebunden sind die Mitarbeiter. „Sie arbeiten regelmäßig in den unterschiedlichen Themengruppen, diskutieren und denken Schritt für Schritt die Bestandteile des Gebäudes weiter. Seien es die Themen Bürgerservice, Sicherheit, moderne Arbeitswelten, Bürokonzepte, Verkehrslösungen, Kinderbetreuung und viele andere mehr, so Huber.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich im neuen Gebäude wohl fühlen.“
Landesamtsdirektor Sebastian Huber

Geplantes Gebäude wertet Stadtteil auf

„Die Entscheidung war letztlich eindeutig, so Roland Gnaiger, Vorsitzender der Fachjury. Am 21. April 2021 prüften die Vertreter des Landes Salzburg, Mitglieder der Stadtplanung des Gestaltungsbeirates sowie Ziviltechniker, Architekten und Ingenieure noch einmal die Einreichungen der letzten zwölf Kandidaten. Der Entwurf des Architekturbüros Burtscher-Durig erfüllt alle Kriterien. „Das besondere an dem Entwurf ist, dass das Projekt das bisher nicht so attraktive Gebiet qualitativ aufwertet zu einem attraktiven, verkehrsberuhigten Stadtraum macht, der gleichzeitig der Empfangsbereich für das neue Dienstleistungszentrum ist. Es wird damit eine einladende Geste gesandt, sagt Gnaiger.

220 Millionen Euro an voraussichtlichen Kosten

Voraussichtlich wird die Errichtung des Gebäudes rund 220 Millionen Euro kosten. Dem gegenüber stehen Verkaufserlöse von nicht mehr benötigten Liegenschaften und die Ersparnis von Mietkosten, Verkaufserlöse und Sanierungskosten zwischen 170 und 200 Millionen Euro in den nächsten 25 Jahren.

REP_210423_30 (mw/mel)

Salzburg; Haslauer
Info

Eckpunkte des Siegerprojektes:

  • Gebäude wird in Holz-Hybridbauweise errichtet
  • Kern und Sockel werden massiv gebaut, der Rest mittels Modulbauweise in Holz
  • Umfangreiche Begrünung
  • Vier verschiedene Höhen die an das Umfeld angepasst sind
  • Zweigeschossige öffentliche Sockelzone mit Bürgerservice und Sonderflächen
  • Halböffentliches Zwischengeschoss mit Konferenz- und Besprechungsräumen
  • Weitere nicht-öffentliche Geschosse für Büroflächen


Anforderungen für das neue Gebäude

  • Eingangsbereich
  • Sicherheitsschleuse
  • Erschließungs- und Servicebereich mit Wartezone und Cafeteria. Räumlichkeiten, in denen die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Anliegen und Behördenwegen im klassischen Parteienverkehr betreut werden.
  • Ein eigener Beratungsbereich für Anliegen mit besonderen Anforderungen an Diskretion und Vertraulichkeit.
  • Im Konferenzbereich werden externe Besucherinnen und Besucher zu Terminen empfangen. In dieser Zone ist auch das Restaurant vorgesehen.
  • Die Bürobereiche der Landesbediensteten sind künftig nur den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorbehalten. Besucherinnen und Besucher haben nur in Ausnahmefällen Zutritt. Mit diesen Maßnahmen können moderne Sicherheitsstandards für die Landesverwaltung bestmöglich umgesetzt werden.
  • Alle Bürobereiche werden durch so genannte „Kerne verbunden, die einen Vernetzungsbereich mit entsprechender Infrastruktur (Teeküche, Sitzmöglichkeiten) sowie Besprechungsräume und Abstellmöglichkeiten beinhalten.

Voraussichtlicher Zeitplan:

  • Bis Frühjahr 2023: Baubewilligung
  • Herbst 2023: Spatenstich
  • Sommer 2026: Fertigstellung und Einzug für 1.150 Landesbedienstete