Autor:
Bernhard Kern,
Fotos:
Land Salzburg / Franz Neumayr
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Gesundheit

Knapp 100.000 Stiche gegen das Virus

Aktuell ist die Impfstoffverfügbarkeit noch sehr überschaubar, auch wenn in der zweiten Aprilhälfte der bereits vierte Hersteller - Johnson & Johnson - über die EU und den Bund sein Vakzin an Salzburg liefert. Mit seiner Logistik wäre das Land Salzburg für 50.000 Impfungen pro Woche vorbereitet. Für die erste Aprilhälfte wurden bisher aber nur knapp über 33.000 Dosen zugesagt. Insgesamt wurden mit Ende März knapp 100.000 Dosen verimpft.
 

Bisher wurden in Salzburg unter anderem Personal und Bewohner von Seniorenwohnhäusern, über 80-Jährige, Ärzte inklusive Zahnärzte und deren Mitarbeiter, Sanitäter sowie das Personal von Spitälern und Apotheken gegen Corona geimpft. Momentan werden Impfungen für Einrichtungen der Behindertenhilfe, die mobile Pflege, Pädagoginnen und Pädagogen, Tageseltern und Personal im niedergelassenen Gesundheitsbereich durchgeführt. Hochrisikogruppen und Risikogruppen beziehungsweise Personen mit Vorerkrankungen werden auch weiterhin vorrangig immunisiert. Der Schwerpunkt im April richtet sich auf alle über 65-Jährigen und weiteren Risikopatienten. Für die erste Aprilhälfte werden 33.030 Dosen erwartet. (Stand 31. März)

Die Immunisierung der Bevölkerung gegen das Corona-Virus wird konsequent und nach Plan weiter verfolgt. Wir sind zudem bereit für größere Impfstoff-Lieferungen und könnten pro Woche bis zu 50.000 Menschen immunisieren.
Landeshauptmann-Stellverteter Christian Stöckl

Ü-80 Impfungen vor Abschluss (Stand 31. März) 

Zum aktuellen Impffortschritt zeigt sich Sollak optimistisch: „Wir werden nächste Woche mit den bisher vorgemerkten Personen über 80 Jahren und den der Hochrisikogruppen fertig. Das heißt, dass wir genau nach Plan, also mit dem Beginn des zweiten Quartals, mit der Phase 2 beginnen können. Hier sind dann vor allem Personen über 65 Jahren oder zum Beispiel enge Kontaktpersonen von Schwangeren an der Reihe.“

Ab der zweiten Aprilhälfte steht uns voraussichtlich neben BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca auch Johnson&Johnson zur Verfügung.
Impf-Koordinator Robert Sollak

Der Weg vom Produzenten in den Arm

Die Impf-Disponentin Victoria Achatz hat den Weg der Impfdosen vom jeweiligen Produzenten bis zum Patienten skizziert. „Das alles ist logistisch sehr aufwendig und braucht eine genaue und analytische und koordinierte Planung, damit die Impfdosen auch dort ankommen, wo sie benötigt werden und damit keine einzige durch zum Beispiel zu lange Lagerung unbrauchbar wird“, so Achatz und sie fügt hinzu: „Kein Tag der Woche bleibt dabei ungenutzt. Am Sonntag werden die Kapazitäten und der exakte Bedarf für die kommende Woche erhoben, von Montag bis Mittwoch wird von den Impfordinationen bestellt und gleichzeitig wird von Montag bis Samstag das ausgeliefert, was bereits in der Vorwoche zugeteilt wurde.“ Jede Impfpraxis oder Impfstraße wird mindestens ein Mal pro Woche beliefert.

Kein Tag der Woche bleibt dabei ungenutzt.
Impf-Disponentin Victoria Achatz

Eckdaten zur Corona-Impfung (Stand 31. März, 9.00 Uhr)

  • 95.583 Dosen bisher in Salzburg verimpft

  • 63.579 Erstimpfungen

  • 32.004 Zweitimpfungen

  • 185.895 Personen bisher vorgemerkt

  • Im März wurden 52.005 Dosen verimpft

  • In der ersten Aprilhälfte werden 33.030 Dosen erwartet

REP_210401_20 (bk)
Corona; Corona-Impfung