Wettbewerb

 
Der Fonds „Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum“ hat im Jahr 2010 einen österreichweiten Wettbewerb für die Schaffung eines temporären, mobilen Kunstpavillons ausgeschrieben. Aus diesem Wettbewerb ist – auf einstimmigen Beschluss der Jury – das Projekt „white noise“ des Architekturbüros soma ZT GmbH als Sieger hervorgegangen.

Die Jury bestand aus Mitgliedern des Fachausschusses Bauen und Kunst (Baudirektor DI Christian Nagl, Mag. Hemma Schmutz, HR Dr. Monika Kalista, Mag. Gerold Tusch) und zusätzlich drei externen Fachleuten (HR DI Axel Wagner, Arch. Heide Mühlfellner, Heike Hoffmann/Salzburg Biennale) und begründetet ihre Entscheidung:

„Der von soma entworfene Kunstpavillon ging als Sieger eines zweistufigen Wettbewerbs hervor. Der Entwurf überzeugte durch seine identitätsstiftende Form und die zeichenhafte Architektur. Es handelt sich um ein weltoffenes Gebilde mit kommunikativem Charakter und emotionaler Raumwahrnehmung. Das mobile Bausystem ist von hohem ästhetischem und funktionalem Wert und widerspiegelt am besten die Grundsätze von Baukunst bzw. Kunst im öffentlichen Raum. Der Pavillon hat neben den gestalterischen Vorgaben auch den funktionalen Anforderungen hinsichtlich Anpassungsfähigkeit, Effizienz und Dauerhaftigkeit am Besten entsprochen.“

Es lagen 31 Einreichungen vor. Die Aufgabe, die von den Bewerbergemeinschaften (jeweils eine Zusammenarbeit von Architekten und Künstlern) erfüllt werden sollte, war die Schaffung eines mobilen, flexiblen Bauwerkes, das für verschiedene Nutzungen an unterschiedlichen Orten einzusetzen ist. Der Raum soll zum Beispiel funktionieren als Informationsstelle, Konzertraum, Ort für Diskussionen oder als „Werkstatt“ für Kreatives im weitesten Sinn.



Architektur und Architekten

Archichtektenbüro Soma: www.soma-architecture.com

Das Architekturbüro gibt es seit 2007 (seit 2009 als soma ZT GmbH).
Die Mitglieder sind: Martin Oberascher, Stefan Rutzinger, Kristina Schinegger, Günther Weber.

Kooperation bei diesem Projekt:
Team: Johan Tali, Alex Matl, Karin Dobbler
Statik: Bollinger Grohmann Schneider ZT GmbH, Wien
Lichtkonzept: podpod, Wien

Das Tätigkeitsfeld von soma reicht von der Entwicklung investigativer Entwurfsstrategien und innovativer Umsetzungsmethoden bis zu theoretischer Forschung.

soma betreibt Architektur als fortlaufende experimentelle Untersuchung und Entwicklung von zukunftweisenden räumlichen und formalen Konzepten, die ihre Potentiale im körperlichen und sinnlichen Erleben entfalten.

soma hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen in Wettbewerben gewonnen und wurde in internationalen Publikationen und Ausstellungen (u.a. im Österreichpavillon der Architektur-Biennale in Venedig 2010) präsentiert. Derzeit hat soma Büros in Wien und Salzburg. Aktuelle Projekte, die sich in Bau befinden sind das permanente Themengebäude für die Expo 2012 Yeosu, Süd-Korea und ein Zubau für die Bauakademie (Lehrbauhof) Salzburg.



Das Architekten-Team zu White Noise als innovative Architektur

„Ziel des Entwurfes war es, durch das innovative Design einen zeitgenössischen Pavillon zu schaffen, der ein selbstbewusstes Aushängeschild für die lebendige, gegenwärtige Kunstproduktion Salzburgs sein kann. Der Pavillon soll neugierig machen und zum Betreten und Auseinandersetzten einladen.

Mittels Schichtung von sich auskreuzenden Stäben zu einer 3-dimensionalen Struktur entsteht durch einfache Mittel eine komplexe Struktur, die sich je nach Betrachter-Standpunkt und Lichtverhältnissen ständig verwandelt. Die Struktur des Pavillons ist nicht mit einem Blick erfassbar, sondern seine unterschiedlichen Erscheinungen und Effekte werden erst im räumlichen Erleben, Herumgehen, Betreten und Benutzen vom Betrachter entdeckt. Der Pavillon ist keine eindeutige Form, sondern eine flimmernde Präsenz, die unsere visuelle Wahrnehmung als aktiven und kreativen räumlichen Prozess thematisiert.“


Mit White Noise hat Salzburg einen zeitgenössischen Kunstpavillon, der ein selbstbewusstes und zukunftweisendes Aushängeschild für die lebendige gegenwärtige Kunstproduktion in diesem Land ist. White Noise ist durch sein eindrucksvolles, innovatives Design bereits Kunst im öffentlichen Raum. Die mobile Architektur wird auch einen Beitrag leisten zu mehr Bewusstsein für Baukultur nicht nur in der Salzburger Innenstadt, sondern außerhalb von Ballungszentren.