Franziskanerkloster St. Anton

Bruck an der Glocknerstraße

(heute Caritas Dorf St. Anton)

© Archiv der Tiroler Franziskanerprovinz


Die Tatsache der Reformation und wohl auch das Fehlen eines katholischen Stützpunkts für fundierte Missionsarbeit im Pinzgau ließen im Erzstift den Gedanken reifen, auf dem Gemeindegebiet von Bruck ein kleines Kloster einzurichten und die Franziskaner mit der Betreuung zu beauftragen. 1736-37 wurde das dem Salzburger Franziskanerkloster unterstellte Kloster erbaut und 1742 die zugehörige Kirche dem Heiligen Antonius von Padua geweiht.
Auch hier gingen die Veränderungen der Aufklärung nicht spurlos vorüber; so wurde in  den 1780er Jahren sowohl die  Missionstätigkeit verboten als auch die Aufnahme von Novizen gestoppt, sodass 1818 nur mehr wenige Franziskaner im  Kloster lebten. Im selben Jahr kam das Kloster an die Tiroler Franziskanerprovinz. 1931 erfolgte die Umbenennung des Klosters von  "Hundsdorf" in "St. Anton".
Nach der zwischenzeitlichen Aufhebung während der NS-Zeit und der Rückgabe an die Franziskaner nach dem Krieg wurde das Kloster 1971 wegen mangelnden Ordensnachwuchses endgültig aufgelassen.

Schon 1922 kaufte die Caritas die umliegenden Güter und richtete hier ein Dorf für behinderte Menschen ein; nach Auflösung des Klosters wurde dieses an die Caritas veräußert.

Caritas Dorf St. Anton:
Kinderdorfstraße 17
5671 Bruck/Glstr.
Telefon: +43 6545 72 70
E-Mail: st.anton@caritas-salzburg.at
Internet: https://www.caritas-salzburg.at/hilfe-angebote/behinderung-und-inklusion/caritas-dorf-st-anton/