großer Kunstpreis 2018

2. 2. - 24. 3. 2018

Preisverleihung am Donnerstag, 1. März, 19 Uhr
durch Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn

Der Kunstpreis, mit € 15.000,- dotiert, ist der höchste Preis im Bereich bildende Kunst des Landes Salzburg.
Er wird im 4-Jahres-Rhythmus vergeben (abwechselnd mit Literatur, Musik und darstellende Kunst). Damit soll ein bildender Künstler/eine bildende Künstlerin mit Verdiensten und Präsenz in Salzburg für ein konsequentes und kontinuierliches künstlerisches Schaffen ausgezeichnet werden. Es gibt kein Alterslimit, im Mittelpunkt steht das Gesamtwerk.

Vorgangsweise/Vergabemodus:
1) Institutionen, die im Bereich der bildenden Kunst in Stadt und Land Salzburg tätig sind wurden gebeten, jeweils einen Kurator oder eine Kuratorin zu nominieren. Diese sollten dann bis zu drei Preiskandidaten vorschlagen.
2) Die fünf Fachleute haben die Künstlerinnen und Künstler nominiert.
3) In der Ausstellung wird eine dreiköpfige Jury aus diesen Kunstschaffenden den Preisträger oder die Preisträgerin vorschlagen.


Zur Ausstellung:
Alexandra Baumgartner zeigt einen Block unterschiedlicher Arbeiten (manipulierte historische Fotografien, Malerei auf Papier und Objekte aus 50er-Jahre-Spiegeln oder Holz), die seit 2013 entstanden sind. Links ist ein 2-teiliges Kunstwerk, eine Installation mit vernähter Fotografie und einem balancierenden Stuhl, der ebenfalls mit Fäden an die Wand verspannt ist.
In der Arbeit von Heinrich Dunst geht es um Text und Elemente der Sprache, die zu Skulptur oder Bild werden. Das R steht als großes Zeichen an der Wand, auf dem Tisch liegen Publikationen, die einen Einblick in sein Schaffen geben.
Jakob Gasteiger präsentiert vier unterschiedliche Bilder aus den vergangenen Jahren in seiner typischen Arbeitsweise zwischen Malerei und Relief.
Von Eva Grubinger ist eine Skulptur zu sehen, die in überdimensionaler Form ein Logik-Spiel nachbildet. Durch die Größe geht der eigentliche Sinn dieses Geduldspiels ins Groteske.
Manfred Grübl zeigt unter anderem einen Kronleuchter mit Maiskolben aus Kunstharz und verweist damit mit kritischem Blick auf die Energiegewinnung aus Nahrungsmitteln. In hinteren Raum hängen zwei Fotografien von einer Performance, die Grübl in einem Ausstellungsraum in Mexiko realisiert hat. Im Studio ist ein älteres Video, das eine vertikale Kamerafahrt durch ein Gebäude und in die darunter liegende U-Bahn zeigt. Daneben ist eine Skulptur aus DVD-Playern, die kontemplativ in einer bestimmten Choreographie ihre Laden öffnen.
Kathi Hofer hat während ihres Arbeitsaufenthaltes in Los Angeles Fotografien einer Performance, in der eine Western-Schauspielgruppe sich im Schindler-Haus in verschiedenen Posen zeigt, aufgenommen.
Sechs Fotografien aus der Serie „Kontext" von Sigrid Kurz thematisieren Fragen der Kunstvermittlung und die Beziehung von Ausstellungsraum und Öffentlichkeit.
Christian Schwarzwald hat im Traklhaus einen Zeichnungsraum geschaffen, mit Tusche-Linien in situ und Papierarbeiten darauf gehängt.


​eine Auswahl der gezeigten Arbeiten
alle Fotos © die Künstler/innen, wenn nicht speziell angegeben

Alexandra Baumgartner, "The Process of Displacement II", 2015, Fotografie, Stuhl, Fäden© Foto: Christian Redtenbacher

Jakob Gasteiger, "18. 01. 2016", Acryl auf MDF, Ø 80 cm

Kathi Hofer, "Lady", 2017, C-Print, 50,5 x 75,5 cm

Sigrid Kurz, aus der Serie "Kontext", 2016, C-Print,
60 x 80 cm

Heinrich DunstFoto: Probst Photographie

Eva GrubingerFoto: Probst Photographie

Manfred GrüblFoto: Probst Photographie

Christian SchwarzwaldFoto: Probst Photographie

Jakob Gasteiger, Alexandra Baumgartner, Sigrid KurzFoto: Probst Photographie

Manfred Grübl, Kathi HoferFoto: Probst Photographie

Eva Grubinger, Heinrich DunstFoto: Probst Photographie