​Psychosoziales Versorgungs- und Beratungszentrum für Kinder und Jugendliche (PVBZ)

Das PVBZ für Kinder und Jugendliche wird in das bestehende Sozial-Pädagogische Zentrum, einer betriebsähnlichen Einrichtung des Landes Salzburg eingegliedert.

Tel: +43 662 26 59 54 - 60 
Fax.: +43 662 26 59 54 - 69
Gailenbachweg 3, 5020 Salzburg
Ärztliche Leitung
Univ.Prof. Dr. med. Kanita Dervic

Organigramm PVBZ

Das PVBZ für Kinder und Jugendliche bietet für das Land Salzburg eine niederschwellige, und vernetzte Behandlung und Beratung für eine definierte Zielgruppe von Kindern und Jugendlichen durch ein multiprofessionelles Team unter fachärztlicher Leitung, in der Versorgungsregion 51 auch durch nachgehende Behandlung und Betreuung (Hausbesuche).

(1)   Das PVBZ ist eine Anlaufstelle und arbeitet eng vernetzt mit psychosozialen Einrichtungen, staatlichen Institutionen, Krankenanstalten, niedergelassenen Gesundheitsdiensteanbietern u.a. zusammen.
(2)   Das PVBZ ist damit ein ergänzendes Angebot zu allen bereits bestehenden psychosozialen Einrichtungen sowie zu Gesundheitsdiensteanbietern im niedergelassenen und stationären Bereich und steht in keinem Konkurrenzverhältnis zu diesen.
(3)     Als Anspruchsberechtigte der SGKK gelten auch Kinder, die die SGKK aufgrund gesetzlicher Bestimmungen oder zwischenstaatlicher Abkommen zu betreuen hat.
(4)   Anspruchsberechtigte der SGKK, die ihren Hauptwohnsitz nicht im Bundesland Salzburg haben, sind verpflichtet, für die Inanspruchnahme der vom Land Salzburg finanzierten Leistungen einen Selbstbehalt an das Land Salzburg zu leisten. Dieser wird mit € 70 pro Tag festgelegt. Veränderungen bzw. Valorisierungen des Selbstbehaltes wird das Land im Einvernehmen mit der SGKK vornehmen.

Zielgruppen

  1. Schwer psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche.
  2. Verhaltensauffällige und/oder psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche, die einen komplexen Betreuungsbedarf haben, oder für die das spezielle Angebot des PVBZ (wie Gruppentherapie, nachgehende Arbeit) das am besten passende Leistungsangebot darstellt.
  3. Kinder und Jugendliche mit Abhängigkeitserkrankungen von illegalen Substanzen sind nicht Zielgruppe des PVBZ
  4. Eine Zuweisung ins PVBZ ist nicht erforderlich


Behandlung und Betreuung im PVBZ


(1)   Die Versorgung im PVBZ erfolgt unter fachärztlicher Leitung im Rahmen eines multiprofessionellen Teams. Das Team setzt sich aus FachärztInnen für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Klinische PsychologInnen, PsychotherapeutInnen und SozialarbeiterInnen sowie notwendigem Verwaltungspersonal zusammen. Der ärztliche Leiter/die ärztliche Leiterin hat eine enge und abgestimmte Zusammenarbeit aller Teammitglieder durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen (z.B.: Team- und Fallbesprechungen).

(2)   Kinder und Jugendliche, die nicht zur Zielgruppe des PVBZ gehören bzw. nicht weiter im PVBZ betreut werden, erhalten bei Bedarf eine Empfehlung über die weitere Krankenbehandlung und/oder psychosoziale Betreuung und werden in den niedergelassenen Bereich oder in Krankenanstalten sowie zu psychosozialen Einrichtungen und/oder staatlichen Institutionen weitervermittelt. Das Team des PVBZ gibt dabei wichtige Informationen (z.B.: Finanzierungsmöglichkeiten, Kontaktdaten) weiter und unterstützt bei Bedarf die Kinder und Jugendlichen bzw. deren Erziehungsberechtigte (z.B.: Kontaktherstellung, Übergabe an niedergelassene KollegInnen).

Im PVBZ werden folgende Leistungen erbracht:

a)     Fachärztliche Diagnostik, Beratung und Behandlung

b)     Klinisch-psychologische Diagnostik und Beratung (z.B. klinisch psychologische Gruppenbehandlung, soziales Kompetenztraining etc.)

c)     Psychotherapeutische Leistungen

d)     Psychologische/psychotherapeutische/ärztliche Beratung der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten und des sonstiges Umfelds (Schule, Arbeit, Einrichtung der Jugendwohlfahrt…), wenn dies auf Grund der Diagnose und der Familien- bzw. Lebenssituation der PatientInnen sinnvoll erscheint

e)     Aufsuchende Beratungs- und Betreuungsarbeit, wenn eine Behandlung im PVBZ nicht zielführend ist in der Versorgungsregion 51

f)       Soziale Betreuung und Case Management der behandelten PatientInnen, deren Familien und sonstigen Bezugspersonen durch diplomierte SozialarbeiterInnen